Gewinner fehlt
Oscars 2026: Sean Penn gewinnt dritten Oscar und erscheint nicht zur Verleihung

| Redaktion 
| 16.03.2026

Die Oscars leben von großen Auftritten, emotionalen Dankesreden und dem Moment auf der Bühne. Doch bei der 98. Verleihung der Academy Awards blieb der Platz eines der größten Gewinner leer. Sean Penn wurde als bester Nebendarsteller ausgezeichnet – erschien jedoch nicht zur Zeremonie im Dolby Theatre in Hollywood. Für den Schauspieler ist es bereits der dritte Oscar. Und einmal mehr zeigt Penn, dass er sich nur selten an die Regeln des Hollywood-Betriebs hält.

Als bei den Oscars 2026 der Preis für den besten Nebendarsteller verkündet wurde, richteten sich alle Blicke kurz auf einen leeren Platz im Saal. Sean Penn war nicht im Dolby Theatre. Der 65-jährige Schauspieler gewann den Oscar für seine Rolle als Colonel Steven J. Lockjaw im Film "One Battle After Another“. Schauspieler Kieran Culkin nahm die Auszeichnung stellvertretend für ihn entgegen.

Bereits im Vorfeld hatten die Nominierungen der Oscars 2026 für Aufmerksamkeit gesorgt. Im Mittelpunkt stand vor allem "Sinners“, der mit 16 Nominierungen einen neuen Rekord aufstellte. Bei der Preisverleihung selbst erwies sich jedoch „One Battle After Another“ als einer der großen Gewinner des Abends und gewann insgesamt sechs Oscars – für Best Picture, Beste Regie, Bestes adaptiertes Drehbuch, Bestes Casting, Bester Schnitt sowie Bester Nebendarsteller für Sean Penn.

Neben Sean Penn gehört auch Leonardo DiCaprio zur prominenten Besetzung des Films. Für seine Leistung wurde er bei den Oscars 2026 als bester Hauptdarsteller nominiert, der Preis ging jedoch an Michael B. Jordan ("Sinners“).

Ein Schauspieler, der selten dem Drehbuch folgt

Sean Penn gehört seit Jahrzehnten zu den prägendsten Persönlichkeiten Hollywoods – nicht nur wegen seiner Rollen, sondern auch wegen seines Auftretens abseits der Leinwand.

Der Schauspieler gilt als kompromissloser Charakterdarsteller, der sich nie vollständig in die Mechanismen der Branche einfügt. Seine Karriere ist geprägt von intensiven Rollen, politischen Statements und einem öffentlich gelebten Engagement, das weit über Filmproduktionen hinausgeht.

Zwei Oscars gewann Penn bereits zuvor als bester Hauptdarsteller – für "Mystic River“ und "Milk“. Mit seinem dritten Academy Award gehört er nun zu einer kleinen Gruppe von Schauspielerinnen und Schauspielern, die dreimal mit dem wichtigsten Filmpreis ausgezeichnet wurden.

Engagement in Krisenregionen

Parallel zu seiner Karriere engagiert sich Penn seit vielen Jahren politisch und humanitär.

Nach dem Hurrikan Katrina beteiligte er sich an Hilfsaktionen in New Orleans, nach dem schweren Erdbeben in Haiti gründete er 2010 die Hilfsorganisation CORE (Community Organized Relief Effort), die internationale Hilfsprojekte organisiert.

In den vergangenen Jahren rückte besonders die Ukraine in den Mittelpunkt seines Engagements. Penn drehte dort die Dokumentation "Superpower“, die ursprünglich als Porträt des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj geplant war. Während der Dreharbeiten begann im Februar 2022 jedoch der russische Angriff auf das Land.

Der Film entwickelte sich dadurch zu einer Dokumentation über den Krieg und die Situation in der Ukraine. Penn hielt sich mehrfach im Land auf, führte Gespräche mit Präsident Selenskyj und dokumentierte die Auswirkungen des Konflikts. Aktuellen Berichten zufolge soll sich Penn derzeit erneut auf dem Weg nach Europa mit Ziel Ukraine befinden.

Eine Oscar Nacht mit ungewöhnlichen Momenten

Dass ein Gewinner bei der Verkündung seines Namens nicht im Saal sitzt, kommt bei den Academy Awards nur selten vor. Doch Penns Abwesenheit war nicht die einzige Besonderheit der diesjährigen Preisverleihung.

Die Academy führte erstmals eine neue Kategorie ein: Best Casting. Damit wird künftig die Arbeit von Casting-Direktor:innen ausgezeichnet – ein Bereich der Filmproduktion, der für den Erfolg vieler Filme entscheidend ist, bislang jedoch nie mit einem Oscar geehrt wurde.

Die erste Auszeichnung in dieser Kategorie ging an Casting-Direktorin Cassandra Kulukundis für den Film "One Battle After Another“. Die Einführung dieser Kategorie gilt in der Branche seit Jahren als überfällig.

So wurde die 98. Verleihung der Academy Awards nicht nur durch einen abwesenden Gewinner geprägt, sondern auch durch eine Neuerung, auf die viele in der Branche seit Jahren gewartet hatten.

Oscars 2026 – Alle Gewinner im Überblick

  • Bester Film: One Battle After Another

  • Beste Regie: Paul Thomas Anderson – One Battle After Another

  • Bester Hauptdarsteller: Michael B. Jordan – Sinners

  • Beste Hauptdarstellerin: Jessie Buckley – Hamnet

  • Bester Nebendarsteller: Sean Penn – One Battle After Another

  • Beste Nebendarstellerin: Amy Madigan – Weapons

  • Bestes Originaldrehbuch: Ryan Coogler – Sinners

  • Bestes adaptiertes Drehbuch: Paul Thomas Anderson – One Battle After Another

  • Beste Kamera: Autumn Durald Arkapaw – Sinners

  • Bester Schnitt: Andy Jurgensen – One Battle After Another

  • Bestes Szenenbild: Tamara Deverell & Shane Vieau – Frankenstein

  • Bestes Kostümdesign: Kate Hawley – Frankenstein

  • Bestes Make-up und Hairstyling: Mike Hill, Jordan Samuel & Cliona Furey – Frankenstein

  • Bester Ton: F1

  • Beste visuelle Effekte: Avatar: Fire and Ash

  • Beste Filmmusik: Ludwig Göransson – Sinners

  • Bester Song: “Golden” – KPop Demon Hunters

  • Bester Animationsfilm: KPop Demon Hunters

  • Bester animierter Kurzfilm: The Girl Who Cried Pearls

  • Bester Dokumentarfilm: Mr. Nobody against Putin

  • Bester Dokumentar-Kurzfilm: All the Empty Rooms

  • Bester Kurzfilm (Live Action): The Singers und Two People Exchanging Saliva

  • Bester internationaler Film: Sentimental Value (Norwegen)

  • Bestes Casting: Cassandra Kulukundis – One Battle After Another

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Oscars 2026 – Alle Gewinner im Überblick

  • Bester Film: One Battle After Another

  • Beste Regie: Paul Thomas Anderson – One Battle After Another

  • Bester Hauptdarsteller: Michael B. Jordan – Sinners

  • Beste Hauptdarstellerin: Jessie Buckley – Hamnet

  • Bester Nebendarsteller: Sean Penn – One Battle After Another

  • Beste Nebendarstellerin: Amy Madigan – Weapons

  • Bestes Originaldrehbuch: Ryan Coogler – Sinners

  • Bestes adaptiertes Drehbuch: Paul Thomas Anderson – One Battle After Another

  • Beste Kamera: Autumn Durald Arkapaw – Sinners

  • Bester Schnitt: Andy Jurgensen – One Battle After Another

  • Bestes Szenenbild: Tamara Deverell & Shane Vieau – Frankenstein

  • Bestes Kostümdesign: Kate Hawley – Frankenstein

  • Bestes Make-up und Hairstyling: Mike Hill, Jordan Samuel & Cliona Furey – Frankenstein

  • Bester Ton: F1

  • Beste visuelle Effekte: Avatar: Fire and Ash

  • Beste Filmmusik: Ludwig Göransson – Sinners

  • Bester Song: “Golden” – KPop Demon Hunters

  • Bester Animationsfilm: KPop Demon Hunters

  • Bester animierter Kurzfilm: The Girl Who Cried Pearls

  • Bester Dokumentarfilm: Mr. Nobody against Putin

  • Bester Dokumentar-Kurzfilm: All the Empty Rooms

  • Bester Kurzfilm (Live Action): The Singers und Two People Exchanging Saliva

  • Bester internationaler Film: Sentimental Value (Norwegen)

  • Bestes Casting: Cassandra Kulukundis – One Battle After Another

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