Uhrenmarkt
Rolex GMT-Master II "Pepsi": Das Aus für die Uhren-Ikone lässt die Secondhand-preise nach oben schießen

Rolex nimmt die legendäre GMT-Master II "Pepsi" aus dem Programm. Erfahren Sie, wie der Uhrenmarkt reagiert, warum die Preise auf dem Zweitmarkt explodieren und was das für Sammler bedeutet.

Rolex nimmt die "Pepsi" aus dem Programm. Was seit Wochen durch die Szene geraunt wurde, wird zur Realität – und trifft Sammler dort, wo es weh tut: beim Zugang. Denn die GMT-Master II aus Stahl mit rot-blauer Lünette ist nicht einfach ein Modell. Sie ist Statussymbol, Jagdobjekt und Wartelisten-Mythos.

Rolex hat einem Bericht des britischen Mediums watchpro zufolge seine autorisierten Partner informiert, dass keine weiteren Auslieferungen mehr kommen. Wer bislang auf der Liste stand, soll entsprechend Bescheid bekommen – sinngemäß: Bitte umorientieren.

Warum das Produktionsende der Rolex Pepsi ein Big Deal ist

Rolex stellt selten ikonische Varianten ab. Wenn es doch passiert, hat das Signalwirkung – vergleichbar mit dem Moment, als Patek Philippe die Nautilus 5711/1A stoppte. Solche Entscheidungen verändern nicht nur die offiziellen Kataloge, sondern schütteln ganze Preislandschaften durch. Für Sammler ist es das Ende einer Ära, für Investoren ein Markt-Signal.

Die Reaktion auf dem Zweit- und Graumarkt

Die "Pepsi" wurde im Zweitmarkt schon länger mit saftigem Aufpreis gehandelt. Gerüchte über ein mögliches Produktionsende kursierten seit 2023 – begleitet von Spekulationen über die komplizierte Fertigung der rot-blauen Keramiklünette. Bestätigt war das nie, aber die Knappheit war spürbar.

Im Februar kam Bewegung hinein: In den USA verschwanden "Pepsi"-Einträge bei mehreren autorisierten Händlern von den Websites – kurz darauf zogen die Preise an. Laut Everywatch liegt der Zweitmarktpreis inzwischen bei rund 25’100 Pfund (zu Jahresbeginn ca. 24’000 Pfund). Mit dem offiziellen Produktionsstopp dürfte die Kurve eher nicht flacher werden. Zum Vergleich: Der Listenpreis der Stahl-GMT-Master II liegt bei 9850 Pfund.

Eine Ikone mit Geschichte: Warum die GMT-Master II bleibt

Die rot-blaue Lünette gehört zu Rolex wie die Krone aufs Zifferblatt. Ihre Ursprünge reichen in die 1950er-Jahre zurück – entstanden aus dem Bedarf der Luftfahrt, Zeitzonen schnell und eindeutig zu unterscheiden. Eine Legende, die jetzt in den Katalogen endet – und auf dem Graumarkt wahrscheinlich erst richtig beginnt.

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