Sarna Röser und Josef Brunner
Unternehmer in Bewegung (UiB) fordert Kurswechsel – 100 Entscheider treiben Debatte um Standort Deutschland

Am Brandenburger Tor hat Unternehmer in Bewegung (UiB) seinen Jahresauftakt 2026 als klares Signal inszeniert. Rund 100 Entscheider aus Wirtschaft, Politik und Medien kamen zusammen, um über den Zustand des Standorts Deutschland zu sprechen – und konkrete Reformforderungen zu formulieren. Im Fokus standen Umsetzung, politische Verantwortung und die Rolle des Unternehmertums.

Die Veranstaltung im Commerzbank Haus, direkt am Pariser Platz neben amerikanischer Botschaft und Hotel Adlon, setzte bewusst auf Symbolik. An einem Ort, der über Jahrzehnte politische Geschichte geprägt hat, sollte ein neuer Impuls für wirtschaftlichen Aufbruch entstehen. Unter dem Motto „Zukunftsvision Deutschland. Zurück an die Spitze“ wurde deutlich: Der Anspruch der Initiative ist es, wirtschaftspolitische Debatten nicht nur zu führen, sondern aktiv zu gestalten.

Klartext zum Standort Deutschland

Zum Auftakt positionierte sich Steffen Bilger, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Die Dringlichkeit wirtschaftspolitischer Entscheidungen sei erkannt – entscheidend sei nun die Geschwindigkeit der Umsetzung.

Im Zentrum des Abends stand das Unternehmerpanel. Natalie Meckelburger (Coroplast Group), Johannes Freiherr von Salmuth (Röchling-Gruppe), Dr. Hendrik Brandis (Earlybird) und Louise Farina formulierten ihre Perspektiven ohne Scheuklappen. Im Fokus standen Bürokratie, strukturelle Standortnachteile und die mangelnde Geschwindigkeit politischer Prozesse – verbunden mit klaren Forderungen, wie Deutschland wieder wettbewerbsfähig werden kann.

Bereits zu Beginn wurde deutlich: Es ging nicht um abstrakte Analysen, sondern um unbequeme Wahrheiten und konkrete Handlungsoptionen.

Unternehmertum als Treiber des Wandels

Initiatorin Sarna Röser stellte die Stoßrichtung des Abends klar: "Wir stehen hier an einem Ort, der Aufbruch kennt – und Aufbruch kann. Deutschland hat die Menschen, die Ideen und den Unternehmergeist, um wieder an die Spitze zu kommen! Wir sind kein Lobbyverband, wir sind keine Partei – wir sind die Macher dieses Landes, die nicht länger zuschauen. Was wir brauchen, ist den Mut, es jetzt anzugehen. Nicht morgen. Sondern heute!."

Zugleich betonte sie die Rolle der Initiative:

"Unsere Unternehmerinnen und Unternehmer liefern täglich – sie schaffen Arbeitsplätze, treiben Innovation voran und halten dieses Land am Laufen. Unternehmer in Bewegung (UiB) bringt die wichtigsten Plattformen und stärksten Macherinnen und Macher dieses Landes zusammen – weil genau das Deutschland heute braucht. Menschen, die anpacken und Verantwortung übernehmen. Es wird höchste Zeit, dass die Politik ihnen nicht länger im Weg steht, sondern endlich den Rücken stärkt."

Auch Mitinitiator Josef Brunner unterstrich den Handlungsdruck:"Was wir brauchen, ist kein weiteres Jammern, sondern gemeinsames, schnelles Handeln, damit Deutschland wieder Spitze wird. Unternehmer und Politik müssen jetzt im Schulterschluss Verantwortung übernehmen und notwendige Veränderungen einleiten. Der gemeinsame Abend hat gezeigt, wie viel Energie und Wille zur Veränderung in unserem Land stecken. Das gibt mir Hoffnung!"

Inhaltlich eingeordnet wurde der Abend durch Prof. Dr. Peter May, der in seinem Impuls fünf Leitplanken für eine wirtschaftliche Neuausrichtung Deutschlands skizzierte:

"Deutschland ist ein Leistungsland, das ist der Kern unserer DNA. Wenn wir das wiederentdecken, wird der Wohlstand nach Deutschland zurückkehren und mit ihm die Zufriedenheit der Menschen mit ihrer Demokratie." Die Moderation übernahm Joachim Koschnicke.

Wie groß ist der politische Handlungsdruck?

Im Fire Side Chat diskutierten Christina Stumpp und Caroline Bosbach gemeinsam mit Johannes Freiherr von Salmuth über politische Verantwortung und die Geschwindigkeit von Reformprozessen.

Ein weiteres Spannungsfeld beleuchtete das Gespräch zwischen Josef Brunner und Thomas Sattelberger: die Schnittstelle zwischen unternehmerischem Denken und politischem Handeln.

Netzwerk und Austausch auf C-Level

Neben den Diskussionen nutzten zahlreiche Entscheidungsträger:innen die Veranstaltung für persönlichen Austausch. Zu den Gästen zählten unter anderem Tobias Merckle (Merckle Unternehmensgruppe), Florian Langenscheidt (Verleger, Buchautor und Investor), Alicia Lindner (Annemarie Börlind), Anna Weber (CEO BabyOne), Christina Puello (Verband Deutscher Unternehmerinnen), Andreas Scheuer, Fabian Gramling, Jan Metzler, Katrin Schindele, Christoph von Oldenburg (BIT Capital), Dr. Hadi Saleh (CeramTec), Tessa Sauressig, Jörg Kübler (Imagestorm), Karl Kuffner (PUMA) sowie Michael Schröder (DESERTEC Foundation) und Vertreter:innen der Konrad-Adenauer-Stiftung sowie Medienvertreter:innen.

Ab dem Abend bot ein Flying Dinner zusätzlichen Raum für vertiefende Gespräche zwischen Unternehmer:innen, Politiker:innen, Investor:innen und Medienvertreter:innen. Die Bilder des Abends in unserer Fotogalerie

Über Unternehmer in Bewegung (UiB)

Unternehmer in Bewegung (UiB) ist weder Lobbyverband noch Partei, sondern ein Zusammenschluss von Familienunternehmer:innen, Mittelständler:innen, Gründer:innen und Investor:innen, die Verantwortung für den Wirtschaftsstandort Deutschland übernehmen wollen. Initiiert wurde die Plattform von Sarna Röser und Josef Brunner.

Zu den Unterstützern zählen unter anderem Tobias Ragge (HRS Group), Annika von Mutius (empion), Fabian Kienbaum sowie Daniel Metzler (Isar Aerospace).

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Über Unternehmer in Bewegung (UiB)

Unternehmer in Bewegung (UiB) ist weder Lobbyverband noch Partei, sondern ein Zusammenschluss von Familienunternehmer:innen, Mittelständler:innen, Gründer:innen und Investor:innen, die Verantwortung für den Wirtschaftsstandort Deutschland übernehmen wollen. Initiiert wurde die Plattform von Sarna Röser und Josef Brunner.

Zu den Unterstützern zählen unter anderem Tobias Ragge (HRS Group), Annika von Mutius (empion), Fabian Kienbaum sowie Daniel Metzler (Isar Aerospace).

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