Architektur-Ranking
Top 10 der neuen Weltwunder: Deutschland doppelt vertreten

| Redaktion 
| 16.08.2026

Welche zeitgenössischen Bauwerke verdienen den Titel "Weltwunder"? Dieser Frage ist "Falstaff TRAVEL" gemeinsam mit seiner Community nachgegangen und hat internationale Architektur-Ikonen zur Abstimmung gestellt. Aus deutscher Sicht fällt das Ergebnis besonders interessant aus: Gleich zwei Bauwerke aus Deutschland landen weit vorne – gegen prominente Konkurrenz aus aller Welt.

Den Anstoß für die Abstimmung gab das World Travel & Tourism Council, das 2026 weltweit dazu aufgerufen hatte, neue zeitgenössische Weltwunder zu nominieren. Das Reisemedium Falstaff TRAVEL griff die Initiative auf und befragte seine Community zu ihren Favoriten. Wie das Medium berichtet, reicht die Auswahl von international bekannten Wahrzeichen bis zu Bauwerken, die deutlich weniger im Rampenlicht stehen.

Dabei zeigt sich eine klare Tendenz: Europäische Architektur ist in den Top 10 besonders stark vertreten. Sieben der zehn gewählten Bauwerke stehen in Europa. Zwei davon befinden sich in Deutschland – und beide landen im Spitzenfeld.

Elbphilharmonie schafft es auf das Podest

Auf Platz drei kommt die Elbphilharmonie in Hamburg. Rund zwölf Prozent der Stimmen entfallen auf das Konzerthaus an der Elbe. Der markante Glasaufbau auf dem historischen Kaispeicher A hat die Silhouette des Hamburger Hafens nachhaltig verändert.

Das Gebäude steht zugleich für die Entwicklung des ehemaligen Hafenareals. An einem Ort, an dem früher Waren gelagert wurden, befindet sich heute ein Kulturzentrum. Die Verbindung von historischer Bausubstanz und moderner Architektur gehört damit zu jenen Merkmalen, die auch andere hoch platzierte Bauwerke des Rankings prägen.

Die Elbphilharmonie in Hamburg erreicht im Ranking der neuen Weltwunder Platz drei und ist damit eines von zwei deutschen Bauwerken unter den Top vier. © Hackercatxxy/Wikimedia

Noch vor Hamburg landen zwei spanische Kandidaten. Rang zwei geht mit rund 15 Prozent an den Metropol Parasol in Sevilla. Die von Jürgen Mayer entworfene Holzkonstruktion bildet auf der historischen Plaza de la Encarnación einen starken architektonischen Gegensatz zu ihrer Umgebung.

Den ersten Platz sichert sich mit deutlichem Abstand die Sagrada Família in Barcelona. Antoni Gaudís Basilika erhält 31 Prozent der Stimmen und führt die Abstimmung damit klar an.

Auch München landet weit vorne

Deutschland ist nicht nur auf dem dritten Rang vertreten. Das Olympiadach in München erreicht mit rund neun Prozent Platz vier. Die für die Olympischen Spiele 1972 errichtete Konstruktion aus Stahlseilen und Acrylglas prägt den Olympiapark bis heute.

Direkt dahinter folgt ebenfalls mit rund neun Prozent das Grand Egyptian Museum in Kairo. Der Neubau befindet sich nahe den Pyramiden von Gizeh und verbindet damit zeitgenössische Architektur mit einem der bekanntesten historischen Schauplätze Ägyptens.

Für eine Überraschung innerhalb des Rankings sorgt Platz sechs. Rund sieben Prozent der Stimmen gehen an den Klangturm in St. Pölten. Der 77 Meter hohe Bau von Ernst Hoffmann zählt im Vergleich zu Sagrada Família, Elbphilharmonie oder Eiffelturm zu den weniger international bekannten Kandidaten. Seine gläserne Konstruktion verbindet Architektur und Klangkunst.

Bekannte Wahrzeichen landen weiter hinten

Auf den folgenden Plätzen finden sich mehrere Bauwerke, die international längst als Architektur-Ikonen gelten. Das 1997 eröffnete Guggenheim Museum in Bilbao erreicht mit fünf Prozent Platz sieben. Frank Gehrys Bau aus Titan, Glas und Kalkstein steht zugleich für den Wandel Bilbaos von einer Industriestadt zu einem international wahrgenommenen Kulturziel.

Ebenfalls fünf Prozent erhält das Sydney Opera House. Jørn Utzons charakteristische Dachkonstruktion am Hafen belegt damit Rang acht.

Noch weiter hinten landet eines der bekanntesten Wahrzeichen Europas: Der Eiffelturm erreicht mit vier Prozent lediglich den neunten Platz. Ursprünglich für die Weltausstellung 1889 errichtet, gehört er heute untrennbar zum Erscheinungsbild von Paris.

Den zehnten Platz vergibt die Community an das Chichu Art Museum auf der japanischen Insel Naoshima. Zwei Prozent stimmen für das von Tadao Ando entworfene Museum, das größtenteils in den Boden eingelassen wurde und Architektur, Kunst und Landschaft miteinander verbindet.

Das Ranking ist keine Bewertung durch eine Fachjury, sondern bildet die Abstimmung der Falstaff TRAVEL-Community ab. Gerade die Mischung der Top 10 macht jedoch sichtbar, welche unterschiedlichen Bauwerke heute als prägend wahrgenommen werden: Neben weltweit bekannten Sehenswürdigkeiten stehen jüngere Kulturgebäude und weniger bekannte Architekturprojekte. Deutschland ist mit der Elbphilharmonie und dem Olympiadach gleich zweimal unter den ersten vier Plätzen vertreten.

Die 10 neuen Weltwunder im Ranking

  1. Sagrada Família, Barcelona – 31 Prozent
  2. Metropol Parasol, Sevilla – rund 15 Prozent
  3. Elbphilharmonie, Hamburg – rund zwölf Prozent
  4. Olympiadach, München – rund neun Prozent
  5. Grand Egyptian Museum, Kairo – rund neun Prozent
  6. Klangturm, St. Pölten – rund sieben Prozent
  7. Guggenheim Museum, Bilbao – fünf Prozent
  8. Sydney Opera House, Sydney – fünf Prozent
  9. Eiffelturm, Paris – vier Prozent
  10. Chichu Art Museum, Naoshima – zwei Prozent

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Die 10 neuen Weltwunder im Ranking

  1. Sagrada Família, Barcelona – 31 Prozent
  2. Metropol Parasol, Sevilla – rund 15 Prozent
  3. Elbphilharmonie, Hamburg – rund zwölf Prozent
  4. Olympiadach, München – rund neun Prozent
  5. Grand Egyptian Museum, Kairo – rund neun Prozent
  6. Klangturm, St. Pölten – rund sieben Prozent
  7. Guggenheim Museum, Bilbao – fünf Prozent
  8. Sydney Opera House, Sydney – fünf Prozent
  9. Eiffelturm, Paris – vier Prozent
  10. Chichu Art Museum, Naoshima – zwei Prozent

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