MediaMarkt-Gründer & Pferdesport-Investorin
Walter Gunz & Karin Walter-Mommert: Wer sind die Millionäre hinter der Rettung von Wal Timmy?

| Redaktion 
| 16.04.2026

Zwei deutsche Unternehmerpersönlichkeiten stehen hinter einer ungewöhnlichen Rettungsmission, die aktuell für Schlagzeilen sorgt: Sie wollen den gestrandeten Buckelwal Timmy befreien. Die Initiatoren: der Handelsunternehmer Walter Gunz und die Pferdesport-Unternehmerin Karin Walter-Mommert.

Der Selfmade-Milliardär aus dem Elektronikhandel

Walter Gunz hat sich als Mitgründer von MediaMarkt einen Namen gemacht, den europäischen Elektronikhandel maßgeblich geprägt und ein Milliardenunternehmen aufgebaut. Heute tritt der 79-Jährige weniger als Manager, sondern als mitunter eigenwilliger Investor und Macher auf – einer, der bereit ist, auch unkonventionelle Projekte zu finanzieren.

Sein Engagement für die Rettung des Wals ist dabei typisch für seinen Stil: pragmatisch, risikobereit und wenig beeindruckt von bürokratischen Hürden. Gunz selbst betont gegenüber der dpa, man müsse alle Optionen versuchen, statt tatenlos zuzusehen.

Unternehmerin mit Millionen-Investments im Pferdesport

Weniger bekannt in der breiten Öffentlichkeit, aber in ihrer Branche eine Schwergewichts-Investorin: Karin Walter-Mommert.

Die deutsche Unternehmerin hat sich im internationalen Trabrennsport einen Namen gemacht – nicht zuletzt durch massive Investitionen in Gestüte, Rennpferde und Infrastruktur. Sie betreibt mehrere große Pferdehöfe in Deutschland und Europa und gehört zu den erfolgreichsten Besitzerinnen in der Szene.

Ihre Karriere begann einst selbst im Rennsport, mit über 200 Siegen als Amateurfahrerin. Heute agiert sie vor allem als Investorin und Gestütsbetreiberin mit erheblichem finanziellen Engagement.

Eine ungewöhnliche Allianz – und ein riskantes Projekt

Gemeinsam verfolgen Gunz und Walter-Mommert nun die Rettung eines gestrandeten Buckelwals. Der Plan ist technisch aufwendig: Das Tier soll mithilfe von Luftkissen angehoben, auf Pontons gelagert und schließlich zurück ins offene Meer transportiert werden.

Ein Projekt, das nicht nur logistisch komplex ist, sondern auch politisch und wissenschaftlich umstritten. Behörden hatten zunächst gezögert, grünes Licht zu geben – letztlich liegt die Verantwortung vollständig bei den privaten Initiatoren.

Der Rettungsversuch startete am Donnerstagmorgen und wird seitdem von der Bild-Zeitung und vielen anderen per Livestream begleitet – ein Ansatz, der bei so manchem Beobachter die Frage aufwerfen dürfte, wie angemessen die öffentliche Inszenierung einer solchen Situation ist.

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