Customer Journey im Betriebsrestaurant
Sodexo serviert die digitale Zukunft

| Redaktion 
| 01.03.2026

Sodexo, weltweit agierendes Dienstleistungsunternehmen für Betriebsgastronomie oder Catering, setzt auf digitale Innovationen zur Neugestaltung der Mittagspause: Durch eine hauseigene Lösung können Mitarbeitende ihr Essen bequem per App vorbestellen, bezahlen und punktgenau abholen. Neben Wartezeit soll so auch verschwenderische Überproduktion reduziert werden.

Die Mittagszeit naht. Statt sich wie früher mental für eine Schlange vor dem Essen zu wappnen, öffnet eine Mitarbeiterin eines renommierten Automobilherstellers – nennen wir sie Lena – eine App, scrollt durch das Tagesmenü des Betriebsrestaurants und wählt den mediterranen Quinoa-Salat mit gegrilltem Gemüse aus.

Mit einem Fingertipp wird bestellt und bezahlt. Später signalisiert ihr Smartphone passend zur Mittagspause, dass das Gericht frisch zubereitet an der Abholstation bereitsteht. Kein Warten, kein Gedränge: Lena geht gezielt zum Tresen, scannt den QR-Code und nimmt ihr Essen mit.

Die Zukunft der Kantine ist digital, flexibel und auf die Bedürfnisse der Gäste zugeschnitten – und Sodexo will den "veränderten Erwartungen in einer zunehmend mobilen und vernetzen Arbeitswelt" mit einer umfassenden Neugestaltung der Customer Journey in seinen Betriebsrestaurants gerecht werden.

Sodexo will sich "in einer digitalen Lebensrealität" positionieren

Bei Sodexo handelt es sich um ein weltweit tätiges Dienstleistungsunternehmen aus Frankreich, das Betriebsrestaurants, Catering und Facility Services für Unternehmen, Schulen oder Kliniken bereitstellt. Im Fokus steht dementsprechend nicht die klassische Gastronomie, sondern maßgeschneiderte Verpflegungslösungen am Arbeitsplatz – und die wird zunehmend von digitalen Tools getragen.

"Menschen sind es in ihrem Alltag gewohnt, Angebote zu scrollen, auszuwählen, zu bestellen und direkt zu bezahlen, egal ob am großen Bildschirm oder am Smartphone", kommentiert Felix Frank, Head of Information System & Technology Germany bei Sodexo.

"Diese Logik übertragen wir nun konsequent auf die Betriebsgastronomie. Unser Anspruch ist es, dort zu sein, wo der Gast ist, und zwar in einer digitalen Lebensrealität", so Frank weiter.

Bei der Abholung der bestellten Mahlzeiten kommt ein QR-Code zum Einsatz (Bild: Sodexo)
Bei der Abholung der bestellten Mahlzeiten kommt ein QR-Code zum Einsatz (Bild: Sodexo)

Die von Sodexo eingebrachte Lösung hört auf den Namen "Everyday powered by Dynamify" und bringt gleich mehrere Vorteile mit sich: Einerseits sparen Gäste wertvolle Zeit, da Vorbestellungen direkt zum gewünschten Abholzeitpunkt bereitstehen.

Andererseits kann das Küchenpersonal vermehrt mit tatsächliche Bestellungen arbeiten, statt sich wie einst vor allem auf Schätzungen zu verlassen. Dadurch sind Abläufe besser planbar, während Überproduktion reduziert wird.

System startet in München

"Informationen sind die Grundlage für gute Entscheidungen", erklärt Rita Illigen, Director Digital bei Sodexo Deutschland. "Wenn wir mithilfe von Dynamify mehr über die Wünsche und Bedürfnisse der Gäste wissen, macht das den Betrieb planbarer. Betriebsleitungen sehen frühzeitig, welche Gerichte gut laufen, wann Stoßzeiten entstehen oder wo nachjustiert werden muss. Das hilft bei der Vorbereitung und verbessert die Qualität insgesamt."

"Perspektivisch nutzen wir KI-gestützte Analysen, um Entwicklungen vorherzusagen und noch gezielter zu steuern", ergänzt Illigen. Insgesamt also triste Zukunftsaussichten für jene, die gern spontane Entscheidungen treffen?

Auch kurzfristige Mittagessen lassen sich auf Basis des Dynamify-Systems bequem digital umsetzen, wobei in diesem Fall natürlich etwas mehr persönliche Wartezeit eingeplant werden muss. Daneben soll es für Gäste ganz ohne App – beispielsweise externe Besucher – weiterhin klassische Kiosklösungen geben.

Laut Unternehmensangaben setzen bislang schon gut 3000 Unternehmen weltweit auf den zukunftsträchtigen Sodexo-Ansatz, der in Deutschland zunächst bei einem Kunden in München zum Tragen kommt.

Die Verantwortlichen sehen darin einen "wichtigen Meilenstein in der digitalen Transformation". Schrittweise soll das System mit individuellen Anpassungen auf alle weiteren Betriebe ausgeweitet werden.

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