Shuttle und Fernbus einfach buchen
Flix steigt bei Flughafentransferanbieter Flibco ein

Reisende können künftig Shuttle- und Fernbusverbindungen über eine gemeinsame Plattform buchen: Flix übernimmt die Mehrheit am Flughafentransferanbieter Flibco. Die Beteiligung stärkt die strategische Ausrichtung auf integrierte Mobilitätsangebote und erweitert das Buchungssystem von Flix um gezielte Anbindungen an europäische Flughäfen.

Mit dem Einstieg bei Flibco sichert sich Flix den Zugang zu einem neuen Mobilitätssegment. Die Beteiligung an der Flughafentransfer-Plattform ermöglicht eine technologische und vertriebliche Verzahnung beider Systeme. Ziel ist es, Reiseketten durchgängiger zu gestalten und die Reichweite der Flix Gruppe im europäischen Personenverkehr weiter auszubauen. Flibco bleibt dabei operativ eigenständig und wird künftig Teil des digitalen Flix-Angebots.

Ausbau des Angebots entlang der Reisekette

Flibco betreibt Flughafenshuttle-Dienste in derzeit sieben europäischen Ländern. Angefahren werden unter anderem die Airports Brüssel-Charleroi, Mailand-Malpensa, Frankfurt, Pisa, Bergamo und London-Stansted. Die Fahrten werden in Kooperation mit lokalen Buspartnern durchgeführt. Flibco setzt dabei auf ein asset-light Geschäftsmodell und digitale Vertriebskanäle.

Die Mehrheitsübernahme durch Flix markiert einen weiteren Schritt in der strategischen Diversifizierung des Unternehmens. Bereits in der Vergangenheit hatte Flix Flughäfen punktuell an das eigene Fernbusnetz angebunden. Die nun vertiefte Integration von Flughafenverbindungen soll sowohl die Buchungsprozesse vereinfachen als auch die Angebotsstruktur erweitern. Flibco-Verbindungen werden künftig auch über die Flix-Plattformen zugänglich sein.

Klare Rollenverteilung zwischen den Partnern

Flibco bleibt organisatorisch eigenständig und wird weiterhin vom Hauptsitz in Luxemburg aus operieren. Die bisherige Geschäftsführung unter CEO Tobias Stüber bleibt bestehen. Die frühere Muttergesellschaft SLG (Sales-Lentz Group) bleibt als Minderheitsgesellschafter mit strategischer Funktion beteiligt und bringt ihre Marktkenntnis in die weitere Entwicklung ein.

"Die Zusammenarbeit ermöglicht uns, die Entwicklung von Flibco mit neuen Mitteln und Partnern voranzutreiben", erklärte Marc Sales, Partner bei SLG. Flix-CEO André Schwämmlein verweist auf die wachsende Bedeutung des Flughafentransfers innerhalb des europäischen Mobilitätsmarkts und die Notwendigkeit, diesen Bereich stärker zu bündeln.

Integration ohne operative Eingriffe

Reisende sollen künftig die Möglichkeit erhalten, Flughafentransfers gemeinsam mit Fernbus- oder Zugreisen über die Flix-Systeme zu buchen. Die technische Anbindung von Flibco an die bestehende Plattform ist Teil der mittelfristigen Planungen. Flix übernimmt dabei keine operative Verantwortung für den Shuttlebetrieb selbst – dieser verbleibt bei den bestehenden Flibco-Partnern vor Ort.

Parallel dazu forciert das Unternehmen auch in anderen Mobilitätsbereichen den Netzausbau. So plant Flix im Schienenfernverkehr eine deutlich stärkere Positionierung und tritt mit neuen FlixTrain-Verbindungen zunehmend in Konkurrenz zur Deutschen Bahn.

Beide Unternehmen sehen in der Verbindung aus digitaler Buchungsinfrastruktur und regionaler Umsetzung einen Hebel zur weiteren Skalierung. Dabei bleibt der Anspruch bestehen, den Zugang zu Flughäfen für Reisende strukturell zu verbessern – insbesondere dort, wo bisher keine durchgehenden öffentlichen Verkehrsanbindungen existieren.

Hintergrund: Digitale Mobilität mit Fokus auf Effizienz

Flibco versteht sich als digitale Mobilitätsplattform mit Fokus auf Terminalanbindungen. Das Angebot richtet sich an Reisende, die eine planbare, zentral organisierte Verbindung zu Flughäfen benötigen. Neben Onlinebuchung, Echtzeitinformationen und mobilen Tickets setzt Flibco auf Services wie WLAN und Ladestationen an Bord.

Flix verfolgt seit seiner Gründung 2013 ein partnerschaftliches Modell mit lokalen Transportunternehmen und betreibt selbst keine Fahrzeuge. Die Gruppe ist in mehr als 40 Ländern aktiv und betreibt unter anderem die Marken FlixBus, FlixTrain, Greyhound und Kamil Koç. Laut Unternehmensangaben sollen die Emissionen im europäischen Netz bis 2040 auf Netto-Null reduziert werden. Flibco wird in diese langfristige Klimastrategie eingebunden.

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