NVIDIA Quartalszahlen
NVIDIA meldet 73 Prozent Umsatzplus und bleibt wertvollstes Unternehmen der Welt

| Redaktion 
| 26.02.2026

NVIDIA hat seine Quartalszahlen für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026 vorgelegt und ein Umsatzplus von 73 Prozent erzielt. Umsatz, Gewinn und Margen legten deutlich zu. Getrieben vom anhaltenden Investitionsboom in KI-Infrastruktur behauptet der Halbleiterkonzern damit seine Position als wertvollstes Unternehmen der Welt.

NVIDIA hat die Quartalszahlen für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026 veröffentlicht. Der Konzern erzielte einen Umsatz von 68,127 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Anstieg von 20 Prozent gegenüber dem Vorquartal und 73 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal.

Data Center bleibt dominierender Wachstumstreiber

Der Umsatz im Segment Data Center lag im vierten Quartal bei 62,3 Milliarden US-Dollar. Gegenüber dem dritten Quartal entspricht das einem Plus von 22 Prozent, im Jahresvergleich einem Anstieg von 75 Prozent.

Die GAAP-Bruttomarge erreichte 75,0 Prozent nach 73,4 Prozent im Vorquartal. Das operative Ergebnis belief sich auf 44,299 Milliarden US-Dollar. Der Nettogewinn lag bei 42,960 Milliarden US-Dollar und damit 94 Prozent über dem Wert des Vorjahresquartals. Das verwässerte Ergebnis je Aktie betrug 1,76 US-Dollar nach 1,30 US-Dollar im dritten Quartal und 0,89 US-Dollar im Vorjahresquartal.

Das starke Wachstum im Rechenzentrumsgeschäft steht im Zusammenhang mit der weltweit hohen Nachfrage nach KI-Compute-Leistung. Cloud-Anbieter, Softwareunternehmen und Industriegruppen investieren weiterhin massiv in GPU-basierte Infrastruktur für Training und Inferenz großer KI-Modelle. NVIDIA liefert hierfür nicht nur einzelne Chips, sondern komplette Plattformen aus Prozessoren, Netzwerktechnologie und Software.

NVIDIA-CEO Jensen Huang erklärte, die Nachfrage nach Rechenleistung wachse "exponentiell", der Wendepunkt zur agentischen KI sei erreicht. Damit verweist das Management auf die strukturell steigende Investitionsdynamik im Bereich KI-Infrastruktur.

NVIDIA-CEO Jensen Huang sieht einen Wendepunkt in der Entwicklung agentischer KI-Systeme. © NVIDIA

Ausbau der KI-Infrastruktur in Deutschland

Parallel zum starken Wachstum im globalen Data-Center-Geschäft intensiviert NVIDIA auch seine Aktivitäten in Europa. In Deutschland entsteht gemeinsam mit der Deutschen Telekom ein KI-Rechenzentrum in München. Ziel des Projekts ist es, Hochleistungsrechenkapazitäten für Unternehmen, Mittelstand und Forschungseinrichtungen bereitzustellen und damit industrielle KI-Anwendungen sowie datenintensive Prozesse vor Ort zu unterstützen.

Das Vorhaben unterstreicht die zunehmende Bedeutung regionaler Infrastruktur für digitale Souveränität und leistungsfähige KI-Ökosysteme. Während Hyperscaler weltweit ihre Kapazitäten ausbauen, setzen Kooperationen mit etablierten Telekommunikations- und Infrastrukturpartnern verstärkt auf lokale Wertschöpfung und regulatorische Nähe. München gilt dabei als einer der zentralen Technologie- und Industriestandorte Europas.

Hohe Erwartungshaltung an die Quartalszahlen

Bereits im Herbst standen die Quartalszahlen des Unternehmens unter besonderer Beobachtung der Kapitalmärkte. Vor der Veröffentlichung des dritten Fiskalquartals galt NVIDIA als Taktgeber der globalen KI-Rallye. Entsprechend hoch war nun erneut die Erwartungshaltung an die aktuellen Zahlen.

Gesamtjahr mit deutlichem Umsatz- und Gewinnanstieg

Für das gesamte Geschäftsjahr 2026 meldete NVIDIA einen Umsatz von 215,938 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Zuwachs von 65 Prozent gegenüber dem Geschäftsjahr 2025.

Der Nettogewinn belief sich auf 120,067 Milliarden US-Dollar nach 72,880 Milliarden US-Dollar im Vorjahr. Das verwässerte Ergebnis je Aktie lag bei 4,90 US-Dollar gegenüber 2,94 US-Dollar im Geschäftsjahr 2025.

Im Geschäftsjahr 2026 gab das Unternehmen 41,1 Milliarden US-Dollar in Form von Aktienrückkäufen und Dividenden an die Aktionär:innen zurück. Zum Ende des vierten Quartals verfügte NVIDIA über eine verbleibende Rückkaufsermächtigung von 58,5 Milliarden US-Dollar.

Mit der aktuellen Bewertung setzt NVIDIA seine Entwicklung an den Kapitalmärkten fort. Während Apple und Microsoft im Herbst um die Verfolgerposition konkurrierten, behauptete NVIDIA die Spitzenposition. Bereits im Oktober überschritt der Konzern als erstes Unternehmen die Marke von fünf Billionen US-Dollar Marktkapitalisierung. Die aktuellen Quartalszahlen untermauern diese Entwicklung.

Ausblick auf das erste Quartal 2027

Für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 erwartet NVIDIA einen Umsatz von rund 78 Milliarden US-Dollar, plus oder minus zwei Prozent. Dabei wird kein zusätzlicher Data-Center-Compute-Umsatz aus China berücksichtigt.

Die prognostizierte GAAP-Bruttomarge liegt bei 74,9 Prozent, die operativen Aufwendungen werden auf rund 7,7 Milliarden US-Dollar geschätzt. Für das Gesamtjahr 2027 rechnet das Unternehmen mit einer Steuerquote zwischen 17 und 19 Prozent, exklusive Sondereffekte.

NVIDIA Quartalszahlen und Geschäftsjahr 2026 im Überblick

  • Umsatz Q4: 68,127 Milliarden US-Dollar

  • Umsatzwachstum YoY: +73 Prozent

  • Data Center Umsatz Q4: 62,3 Milliarden US-Dollar

  • GAAP Bruttomarge Q4: 75,0 Prozent

  • Nettogewinn Q4: 42,960 Milliarden US-Dollar

  • Verwässertes EPS Q4: 1,76 US-Dollar

  • Umsatz Gesamtjahr: 215,938 Milliarden US-Dollar

  • Nettogewinn Gesamtjahr: 120,067 Milliarden US-Dollar

  • EPS Gesamtjahr: 4,90 US-Dollar

  • Aktienrückkäufe und Dividenden: 41,1 Milliarden US-Dollar

Kommentar veröffentlichen

* Pflichtfelder.

NVIDIA Quartalszahlen und Geschäftsjahr 2026 im Überblick

  • Umsatz Q4: 68,127 Milliarden US-Dollar

  • Umsatzwachstum YoY: +73 Prozent

  • Data Center Umsatz Q4: 62,3 Milliarden US-Dollar

  • GAAP Bruttomarge Q4: 75,0 Prozent

  • Nettogewinn Q4: 42,960 Milliarden US-Dollar

  • Verwässertes EPS Q4: 1,76 US-Dollar

  • Umsatz Gesamtjahr: 215,938 Milliarden US-Dollar

  • Nettogewinn Gesamtjahr: 120,067 Milliarden US-Dollar

  • EPS Gesamtjahr: 4,90 US-Dollar

  • Aktienrückkäufe und Dividenden: 41,1 Milliarden US-Dollar

leadersnet.TV