Hamburg bekommt Deutschlands größten LED-Screen: Ströer und die Tochtergesellschaft blowUP media wollen am Spielbudenplatz mit "The Lighthouse Hamburg“ eine neue großformatige Digital-Out-of-Home-Fläche realisieren. Nach Unternehmensangaben entsteht dort Deutschlands größte LED-Screen-Installation und zugleich der erste Immersive-DOOH-Screen des Landes.
Das Projekt soll mehr als 530 Quadratmeter digitale LED-Fläche umfassen. Es kombiniert eine 3D-Round-Corner für anamorphe Effekte mit drei großformatigen High-Resolution-Flächen und mehr als 300 Quadratmetern digitaler Ambient-Architektur. Damit setzt Ströer nicht nur auf Größe, sondern auch auf eine Inszenierung über mehrere digitale Ebenen hinweg.
Neues digitales Landmark am Spielbudenplatz
Der Standort ist für das Vorhaben zentral. Der Spielbudenplatz zählt zu den bekanntesten Orten Hamburgs und liegt in einem Umfeld, das von Kultur, Musik, Entertainment, Gastronomie und Nachtleben geprägt ist. Ströer sieht darin eine hohe Relevanz für Marken, die im öffentlichen Raum sichtbar werden wollen.
Mit "The Lighthouse Hamburg“ soll dort ein digitales Landmark entstehen. Der Vergleich mit den Piccadilly Lights in London, den Ströer in der Ankündigung zieht, zeigt den Anspruch des Projekts. Die Installation soll nicht nur klassische Außenwerbung ermöglichen, sondern auch Inhalte schaffen, die vor Ort wahrgenommen, gefilmt und über soziale Netzwerke weiterverbreitet werden.
Das Unternehmen verweist dabei auf Erfahrungen mit "The Whale“ im Hamburger Hauptbahnhof. Der 3D-Screen hatte bereits gezeigt, wie digitale Außenwerbung über den eigentlichen Standort hinaus Aufmerksamkeit erzeugen kann – zuletzt auch als Ausstellungsfläche für zeitgenössische Kunst im urbanen Raum.
3D-Effekte und mehrere Screen-Ebenen
Technisch setzt das Projekt auf eine Kombination aus mehreren Flächen. Die 3D-Round-Corner soll anamorphe Darstellungen ermöglichen. Dabei entstehen räumliche Effekte, die aus bestimmten Blickwinkeln besonders plastisch wirken. Ergänzt wird diese Fläche durch drei hochauflösende Screens, die eine homogene Bilddarstellung ermöglichen sollen.
Hinzu kommt die digitale Ambient-Architektur. Sie umfasst nach Angaben des Unternehmens mehr als 300 Quadratmeter und soll Kampagnen nicht nur auf einer Hauptfläche zeigen, sondern die Umgebung visuell einbeziehen. Inhalte können dadurch über mehrere Ebenen laufen. Ströer spricht von "Seamless Content-Flows“, also fließenden Übergängen zwischen verschiedenen digitalen Flächen.
Für Werbetreibende eröffnet das neue Möglichkeiten im Storytelling. Kampagnen können mit Bewegtbild, 3D-Elementen und mehreren Bildflächen arbeiten. Die Fläche ist laut Ströer für Full-Motion Outdoor DOOH ausgelegt. Damit lassen sich dynamische Inhalte im Außenraum ausspielen.
Ströer spricht von neuer DOOH-Kategorie
Ströer ordnet das Projekt als nächsten Schritt im Digital-Out-of-Home-Markt ein. "Mit The Lighthouse Hamburg eröffnen wir eine neue Kategorie im deutschen DOOH-Markt“, sagt Udo Müller, CEO Ströer. Nach "The Whale“ als 3D-Moment gehe das Unternehmen nun weiter. "The Lighthouse“ sei nicht nur eine weitere 3D-LED-Fläche, sondern eine neue immersive LED-Screen-Architektur.
Auch Katrin Robertson, CEO der blowUP media Group, betont den Charakter des Projekts als Bühne im öffentlichen Raum. Sie beschreibt "The Lighthouse Hamburg“ als digitale Medienfläche, die Marken sichtbar und erlebbar machen soll. Der Name sei dabei Programm: ein Leuchtturmprojekt mit Strahlkraft.
Trotz dieser Positionierung bleibt der wirtschaftliche Kern klar: Ströer erweitert sein Angebot im Bereich digitaler Außenwerbung um eine besonders große und technisch aufwendige Fläche. Für Marken entsteht damit ein neuer Premium-Standort in einer stark frequentierten Hamburger Lage.
Umsetzung beginnt im Juli 2026
Die Umsetzung startet im Juli 2026. Nach einer mehrjährigen Planungs- und Entwicklungsphase wird die bestehende Fassade am Spielbudenplatz erneuert, vergrößert und technologisch neu aufgesetzt. Auch die gestalterische Struktur der Fläche soll angepasst werden.
Buchbar sein soll "The Lighthouse Hamburg“ voraussichtlich ab Mitte September 2026. Zum Marktstart plant Ströer ein sogenanntes First-Mover-Package. Eine Marke soll die Möglichkeit erhalten, den ersten großen Auftritt auf der neuen Fläche eine Woche lang exklusiv mit 100 Prozent Share of Voice zu besetzen.
Damit wird der erste Kampagnenauftritt zugleich zum Referenzfall für das neue Format. Für Ströer und blowUP media dürfte entscheidend sein, ob die Kombination aus Standort, Größe und 3D-Inszenierung die gewünschte Wirkung erzielt.
"The Lighthouse Hamburg“ zeigt, wie sich digitale Außenwerbung weiterentwickelt. Große LED-Flächen werden zunehmend nicht nur als Werbeträger verstanden, sondern als Teil urbaner Inszenierung. Für Hamburg entsteht damit ein neuer markanter Screen im öffentlichen Raum. Für den deutschen DOOH-Markt wird das Projekt ein sichtbarer Test dafür, wie weit sich immersive Außenwerbung im Stadtraum etablieren kann.
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