Komplettes Programm veröffentlicht
Filmfest München lockt Hüller, Duchovny und Almodóvar an die Isar

| Redaktion 
| 17.06.2026

Ende des Monats macht es sich das Filmfest München zum mittlerweile 43. Mal zur Mission, die Vielseitigkeit des bewegten Bildes zu feiern. Dazu stehen nicht weniger als 130 Deutschlandpremieren auf dem nun enthüllten Programm, das bis Anfang Juni internationale Branchengrößen wie David Duchovny, Sandra Hüller oder Pedro Almodóvar in die bayerische Landeshauptstadt bringen wird.

Unter den besagten, abendfüllenden Spiel- und Dokumentarwerken finden Cineasten gleich 45 Weltpremieren vor. Daneben dürfen sich passionierte Kinogänger auf 17 Filme freuen, die bislang weitgehend dem Publikum der diesjährigen Festspiele in Cannes vorbehalten waren – so zum Beispiel "Vaterland", der eine prägende Reise von Thomas und Erika Mann durchs Nachkriegsdeutschland begleitet und an der Coté D’Azur für die Beste Regie durch Paweł Pawlikowski ausgezeichnet wurde.

In Frankreich freuten sich aus deutscher Sicht auch "Das geträumte Abenteuer" von Valeska Grisebach (Preis der Jury) und "Everytime" von Sandra Wollner (Sieger der Sektion Un Certain Regard) über Anerkennung der Fachleute; beide Filme sind in München erstmals hierzulande erlebbar.

Eröffnung und Abschluss prominent besucht

Während "Vaterland" die Ehre des Eröffnungsfilms gebührt und einen Besuch von Erika-Mann-Darstellerin Sandra Hüller verspricht, wird das 43. Filmfest München am Sonntag, 05. Juli durch "See You When I See You" von Regisseur Jay Duplass beschlossen: Das Comedy-Drama adaptiert die Memoiren "Tragedy Plus Time" des Comedian Adam Cayton-Holland und zählt den hier vor allem durch Serien wie "Akte X" oder "Californication" bekannten David Duchovny zu seinem Cast.

Motiv aus "See You When I See You" (Bild: Jim Frohna)
Motiv aus "See You When I See You" (Bild: Jim Frohna)

Wie die Verantwortlichen der Veranstaltung verkünden, wird David Duchovny nicht nur persönlich in München zugegen sein, sondern bei dieser Gelegenheit ebenso mit einem CineMerit für seine Verdienste um die Filmkunst gewürdigt.

Neben ihm und Sandra Hüller haben auch Pedro Almodóvar ("Bitteres Fest") und Ira Sachs ("The Man I Love") in Aussicht gestellt, ihre im Wettbewerb von Cannes uraufgeführten Filme persönlich vorzustellen. Auch Haley Bennett, die neben Elyas M’Barek im Period Piece "Virginia Woolf's Night & Day" von Tina Gharavi spielt, ist für ein Gastspiel an der Isar angekündigt.

CineCoPro Award mit 100.000 Euro dotiert

"Wir lieben die Mischung aus ganz unabhängigem Kino und großem Unterhaltungskino für Kopf und Bauch", kommentiert das künstlerische Leitungsduo Christoph Gröner und Julia Weigl.

"Hoffentlich begeistert diese Auswahl das Publikum genauso wie das Programmteam des Filmfest München - das Line-Up bietet Kino für jeden Geschmack, und das Filmfest Kino für alle."

Trotz aller Filmfreude muss auch in München nicht auf etwas gelebten Wettbewerb verzichtet werden, schließlich treten die in insgesamt zwölf verschiedenen Spielstätten gezeigten Filme in jeweils passenden Kategorien gegeneinander an:

  • CineCoPro: Mit 100.000 Euro dotierter Wettbewerb für internationale Koproduktionen mit deutscher Beteiligung

  • CineMasters: Wettbewerb für neue Werke etablierter, international renommierter Regisseure

  • CineVision: Wettbewerb für innovative Debüt- und Zweitfilme aufstrebender internationaler Regisseure

  • CineRebels: Plattform für außergewöhnliche, radikale, experimentelle oder "gegen den Strich" gemachte Filme

  • CineKindl: Kinder- und Familienfilm-Wettbewerb

Nationale Produktionen konkurrieren unterdessen in den Rubriken Neues Deutsches Kino und Neues Deutsches Fernsehen.

Während die Eröffnung des 43. Filmfestival München für den Samstag, 27. Juni angesetzt ist, startet das cineastische Treiben bereits tags zuvor mit dem Warmup Day, an dem die von der Produktionsallianz veranstaltete Creators Conference im Fokus steht.

Im Laufe der weiteren Veranstaltungstage wird das hier in seiner Gänze zu findende Filmprogramm unter anderem durch 16 kostenlos besuchbare Filmtalks oder die Industry Days mit mehr als 70 eigenen, branchenbezogenen Veranstaltungen bereichert.

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