KI-Offensive bei Meta
Meta plant weltweiten Stellenabbau im Zuge neuer KI-Strategie

| Redaktion 
| 19.05.2026

Meta treibt seine Neuausrichtung auf Künstliche Intelligenz offenbar deutlich schneller voran als bisher bekannt. Der Facebook-Mutterkonzern plant laut Medienberichten einen weltweiten Stellenabbau, umfangreiche interne Umstrukturierungen und eine stärkere Konzentration auf KI-Anwendungen. Gleichzeitig sollen tausende Beschäftigte in neue KI-Projekte wechseln. Die geplanten Maßnahmen sorgen bereits intern für Kritik und zeigen, wie stark generative KI inzwischen die Strategien globaler Technologiekonzerne verändert.

Der Umbau betrifft laut den Berichten sowohl die Konzernstruktur als auch die personelle Aufstellung. Geplant seien flachere Hierarchien, kleinere Teams und eine stärkere Fokussierung auf KI-Entwicklung. Darüber hinaus sollen zusätzliche Führungspositionen wegfallen.

Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung unter Berufung auf Reuters berichtet, plant Meta den Abbau von rund zehn Prozent seiner weltweiten Belegschaft. Die Kündigungen sollen demnach bereits am Mittwoch ausgesprochen werden. Eine offizielle Stellungnahme des Konzerns liegt bislang nicht vor.

Tausende Beschäftigte sollen in KI-Projekte wechseln

Laut dem internen Schreiben, auf das sich Reuters bezieht, sollen rund 7.000 Mitarbeiter:innen künftig in neuen KI-Bereichen eingesetzt werden. Zusätzlich habe Meta dem Bericht zufolge bereits 6.000 offene Stellen gestrichen.

Im Mittelpunkt der Strategie stehen sogenannte KI-Agenten und Anwendungen im Bereich generativer Künstlicher Intelligenz. Diese Systeme sollen künftig Aufgaben übernehmen, die bislang von Menschen ausgeführt wurden. Meta investiert bereits seit Jahren Milliardenbeträge in Rechenzentren, KI-Modelle und digitale Infrastruktur.

Ende März beschäftigte der Konzern laut Unternehmensunterlagen weltweit knapp 78.000 Mitarbeiter:innen. Insgesamt könnten laut Reuters rund 20 Prozent der Belegschaft direkt oder indirekt von Entlassungen oder internen Versetzungen betroffen sein.

Interner Widerstand gegen neue KI-Pläne

Die geplanten Maßnahmen stoßen offenbar auch innerhalb des Unternehmens auf Widerstand. Mehr als 1.000 Beschäftigte sollen laut Reuters eine Petition gegen den Einsatz einer Software zur Erfassung von Mausbewegungen unterzeichnet haben. Die Technologie soll dabei helfen, menschliche Computerinteraktionen zu analysieren und KI-Systeme entsprechend zu trainieren. Ähnliche Diskussionen über Tracking-Methoden zum KI-Training hatten zuletzt bereits für Kritik gesorgt.

Zudem werfen Mitarbeiter:innen dem Management laut den Berichten vor, Datenschutzbedenken ignoriert und die Belegschaft zu spät über die Pläne informiert zu haben. Die Diskussion verdeutlicht, wie sensibel der Einsatz KI-basierter Technologien inzwischen auch innerhalb großer Unternehmen wahrgenommen wird.

Techbranche beschleunigt KI-Umbau

Meta gehört zu den Konzernen, die derzeit massiv in Künstliche Intelligenz investieren. Der Wettbewerb mit OpenAI, Google, Microsoft und anderen Technologieunternehmen hat den Druck auf die Branche zuletzt deutlich erhöht.

Der geplante Umbau bei Meta gilt daher als weiteres Signal dafür, wie stark KI die globale Arbeitswelt und Unternehmensstrukturen verändert. Während Konzerne auf Automatisierung, Effizienz und neue digitale Geschäftsmodelle setzen, wachsen gleichzeitig Sorgen über Stellenabbau, Überwachungstechnologien und den Einfluss generativer KI auf bestehende Arbeitsprozesse.

Kommentar veröffentlichen

* Pflichtfelder.

leadersnet.TV