Vin Diesel in Cannes
"The Fast and the Furious": Franchise feiert Jubiläum an der Côte d’Azur

| Redaktion 
| 14.05.2026

Sensibel verfilmte Schicksale, gesellschaftspolitisch relevante Themen und andere Eckpfeiler des Autorenkinos prägen die diesjährigen Festspiele von Cannes. Dass die Bandbreite des Festivals damit nicht ausgeschöpft ist, hat gleich der zweite Veranstaltungstag demonstriert: Der wegweisende Actionstreifen "The Fast and the Furious" wurde zum 25. Geburtstag in Anwesenheit diverser Beteiligter aufgeführt.

Obwohl auch die am Dienstag eröffneten 79. Internationalen Filmfestspiele von Cannes etliche namhafte und aufstrebende Regisseure, Darsteller, Drehbuchautoren und co. an der Côte d’Azur versammeln, fehlt dem Festival in diesem Jahr die Premiere eines brandneuen Blockbusters, wie sie Tom Cruise im letzten Jahr mit "Mission: Impossible - The Final Reckoning" geboten hat.

Ganz ohne erprobtes Action-Franchise geht die Veranstaltung dennoch nicht in die Geschichtsbücher ein: Von Mittwoch auf Donnerstag wurde "The Fast and the Furious" in einer Mitternachtsvorstellung gezeigt, um dessen Erscheinen vor einem Vierteljahrhundert zu zelebrieren.

Vin Diesel beim nachmittäglichen Fotocall mit Michelle Rodríguez (links) und Jordana Brewster (Bild: Brauer Photos / O. Walterscheidt)
Vin Diesel beim nachmittäglichen Fotocall mit Michelle Rodríguez (links) und Jordana Brewster (Bild: Brauer Photos / O. Walterscheidt)

Ein Anlass, den sich mehrere Darsteller nicht haben entgehen lassen – allen voran Vin Diesel, der die Hauptfigur Dominic Toretto verkörpert und als Kopf der inzwischen elf Filme starken Saga maßgeblichen Einfluss auf Story, Casting oder Marketing ausübt.

Schon nachmittags fand sich Diesel zum Fotocall an der französischen Küste ein, wobei er gut aufgelegt sowohl von seiner Filmfrau Michelle Rodríguez als auch seiner Filmschwester Jordana Brewster flankiert wurde. Ebenfalls dabei waren Produzent Neil H. Moritz und Meadow Walker, die einzige Tochter des 2013 tödlich verunglückten Co-Hauptdarstellers Paul Walker.

Emotionale Erinnerung an Paul Walker

Vor der Mitternachtsvorstellung des hierzulande im Oktober 2001 angelaufenen "The Fast and the Furious" stand die Erinnerung an seinen "Bruder" im Mittelpunkt von Vin Diesels Ansprache ans Publikum.

"Die Person, die nicht zulassen wollte, dass ich allein hierherkomme, um diese Bruderschaft zu vertreten, war Meadow Walker", erzählte der 58-jährige und löste stehende Ovationen für die Angesprochene aus, die in "Fast X" von 2023 erstmals eine kleinere Rolle in der Reihe übernommen hat.

Tyrese Gibson gesellte sich am Abend zu seinen langjährigen Co-Darstellern (Bild: Brauer Photos / O. Walterscheidt)
Tyrese Gibson gesellte sich am Abend zu seinen langjährigen Co-Darstellern (Bild: Brauer Photos / O. Walterscheidt)

"Der einzige Grund, warum wir das Finale von ‚Fast‘ für 2028 drehen, ist jeder einzelne von Euch, der uns sein Herz und seine Treue geschenkt hat“, führte Diesel aus. "Jeder von Euch, der das Gefühl hatte, Teil unserer Familie zu sein. Ihr seid der Grund, warum wir weitermachen müssen. Ihr seid der Grund, warum wir Euch alle stolz machen wollen."

Die Handlung des ersten, inzwischen 25 Jahre alten Films dreht sich um den jungen Undercover-Polizisten Brian O’Conner (Paul Walker), der eine Gruppe illegaler Streetracer in Los Angeles infiltriert, die im Verdacht steht, Überfälle auf Lastwagen zu verüben.

Dabei gerät Brian zunehmend zwischen Pflicht und Loyalität, weil er sich mit Dominic Toretto (Vin Diesel) anfreundet und Teil von dessen Szene und Familie wird...

Was 2001 als vergleichsweise bodenständiger Thriller über Streetracing und LKW-Überfälle begann, entwickelte sich in den Folgejahren zu einem globalen Action-Franchise mit immer aberwitzigeren Dimensionen.

Spätestens ab "Fast Five" fokussierte sich die Reihe auf internationale Heist- und Agentenmissionen: Die Figuren wurden zu regelrecht übermenschlichen Actionhelden, die den Gesetzen der Physik nicht mehr unterliegen und sich auf halsbrecherische Weise mit Panzern, U-Booten und anderen High-Tech-Bedrohungen herumschlagen.

Parallel dazu wuchs die Besetzung um weitere Stars an; seine Rolle als knallharter Ermittler Luke Hobbs katapultierte Dwayne Johnson so zum Beispiel in die oberste Hollywood-Liga. Bis heute hat das "Fast"-Franchise weltweit mehr als sieben Milliarden US-Dollar eingespielt und zählt damit zu den erfolgreichsten Filmreihen aller Zeiten.

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