Video vom OMR Festival 2026
"Deutschland muss krasser werden“: Diese Stimmen wirken nach dem OMR Festival nach

Redaktion 
| 17.05.2026

Zwischen KI-Hoffnung, Zukunftsangst und neuem Gründergeist: Die Bühnen der OMR 2026 sind längst abgebaut — die Debatten wirken jedoch nach. Vor allem das Thema Künstliche Intelligenz prägte das diesjährige Festival in Hamburg wie kaum ein anderes. Zwischen technologischer Aufbruchsstimmung, Regulierungsfragen und Sorgen um die Zukunft der Arbeitswelt entstand ein Stimmungsbild, das weit über die Marketing- und Medienbranche hinausreicht.

LEADERSNET war mit Mediencoach und Content Creatorin Alice Häuser vor Ort und hat Stimmen eingefangen, die die Atmosphäre und die großen Themen der OMR 2026 widerspiegeln — darunter NFL-Legende Tom Brady, Heidi Klum, Entertainerin Olivia Jones, Vizekanzler Lars Klingbeil, Bundesdigitalminister Dr. Carsten Wildberger, OMR-Gründer Philipp Westermeyer, Digitalexperte Carsten Puschmann, Guido Thiemann von Pushfire Media sowie KI-Managerin Christina Sontheim-Leven.

Dabei zeigte sich: KI war auf dem Festival allgegenwärtig — als wirtschaftliche Chance, gesellschaftliche Herausforderung und emotionales Spannungsfeld zugleich.

OMR-Gründer Philipp Westermeyer machte im Gespräch deutlich, warum das Thema derzeit sämtliche Branchen durchdringt: "KI hat natürlich ganz viele verschiedene Ausprägungen. Sie findet mittlerweile in nahezu allen Bereichen statt. Insofern muss man darüber sprechen."

Auch Bundesdigitalminister Dr. Carsten Wildberger sieht in der Entwicklung enormes Potenzial — gerade für den Wirtschaftsstandort Deutschland:
"KI ist unsere Chance. Auch für ein Comeback in der Industrie.“

Gleichzeitig wurde auf der OMR intensiv über Regulierung und gesellschaftliche Verantwortung diskutiert. Olivia Jones sprach offen über ihre ambivalente Haltung gegenüber Künstlicher Intelligenz:
"Irgendwie find ich es schon abgefahren und nutz das auch. Aber auf der anderen Seite macht es mir auch große Angst, was man damit machen kann. Und wie man damit auch Meinung verändern kann."

Für Christina Sontheim-Leven, die sich intensiv mit AI und Leadership beschäftigt, stand vor allem die Zukunft der Arbeitswelt im Fokus:
"Es ist toll, auch andere Perspektiven zu hören, wohin wir uns entwickeln werden und was unsere Aufgabe als Führungskräfte sein wird."

Dass die Debatten längst über reine Marketingfragen hinausgehen, zeigte auch die politische Dimension des Festivals. Vizekanzler Lars Klingbeil betonte die Bedeutung von Stabilität und Zuversicht in herausfordernden Zeiten:
"Wir sind die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt. Wir sind ein starkes Land. Wir können auch was."

Besonders emotional wurde es beim Thema Unternehmertum und Innovationsgeist. Für Digitalexperte Carsten Puschmann braucht Deutschland wieder mehr Mut zum Gründen: "Viele sagen ja immer, KI ist ein disruptiver Hype — ist es aber nicht. KI ist eine Transformation.“

Und weiter:
„Deutschland muss krasser werden. Wir müssen wieder Mut zum Gründen haben.“

Auch Guido Thiemann von Pushfire Media mahnte trotz aller technologischen Euphorie zu mehr Verantwortung im Umgang mit digitalen Inhalten und Qualitätsmedien: "Es liegt an uns, das Thema Publishing weiterhin zu unterstützen und Qualitätsmedien zu fördern."

Neben den großen Zukunftsfragen blieb die OMR aber auch das, wofür sie seit Jahren bekannt ist: ein Treffpunkt für internationale Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Entertainment und Medien. Tom Brady sprach über Motivation und Teamgeist, während Heidi Klum die Bedeutung langfristiger Beziehungen hervorhob.

Die OMR 2026 zeigte damit vor allem eines: Die Diskussion über KI, digitale Transformation und die Zukunft von Wirtschaft und Gesellschaft hat gerade erst begonnen.

Das Video (produziert von AH-TV) mit allen Stimmen sehen Sie hier.

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