Intelligente Einkaufswagen und Checkouts
EuroShop 2026 zeigt den Einkauf von morgen

| Redaktion 
| 23.02.2026

Noch bis Donnerstag lädt die EuroShop in Düsseldorf zur Jubiläumsausgabe. Vor sechs Jahrzehnten versammelten sich ambitionierte Händler erstmals in der Landeshauptstadt – und selbstverständlich gestalten sich etliche Aspekte heute grundlegend anders als 1966. Natürlich ist es dabei dieser Tage vor allem Künstliche Intelligenz, die Abläufe beim Einkauf optimieren sei.  

Seit ihrer Premiere 1966 in Düsseldorf hat sich die EuroShop von einer spezialisierten Fachmesse für Ladenbau und Ausstattung zur weltweit führenden Plattform für Einzelhandelstrends und Retail-Innovationen entwickelt.

Dementsprechend bewegt sich die EuroShop stets am Zahn der Zeit, sodass sich die vorgestellten Maßnahmen zur Geschäftsoptimierung längst nicht mehr nur über Kassensysteme und Schaufensterdekoration erstrecken:

Experience Economy, digitale Prozesse und vernetzte Geschäftsmodelle sind nur einige kontemporäre Aspekte, die seit Sonntag und noch bis Donnerstag, 26. Februar auf dem Areal der Messe Düsseldorf (hier mehr von uns zum umdasch-Auftritt) berücksichtigt werden.

Eine hohe fünfstellige Besucherzahl gilt als gesichert; nicht zuletzt, da die EuroShop nur alle drei Jahre stattfindet.

Wanzl präsentiert intelligenten Einkaufswagen

Kaum eine Diskussion um modernisierte Abläufe findet heutzutage ohne die Erwähnung von Künstlicher Intelligenz statt. Auch auf der diesjährigen EuroShop zieht sich die Technologie durch nahezu alle Themenbereiche, wobei sie mitunter prägende Veränderungen für bewährte Prozesse in Aussicht stellt.

Stefan Huemer von der bayerischen Wanzl GmbH &Co. KGaA kann so zum Beispiel den FastLaner vorstellen, einen intelligenten Einkaufswagen.

"Für den Endkunden hat es einfach mehrere Vorteile", so Huemer. "Man kann Produktinformationen einholen, man sieht die ganze Zeit seinen Warenkorb vor sich. Das heißt: Ich weiß, wie viel ich wirklich einkaufe und was meine Rabatte sind. Ich kann mir Rezepte anschauen, ich kann Coupons einlösen und muss die Ware vor allem nicht noch einmal ausräumen, um sie zu scannen, zu bezahlen und wieder zurück in den Einkaufswagen zu legen."


Videobeitrag von Mhoch4 zur aktuellen EuroShop

Derweil geht Nino Hörttrich von Diebold Nixdorf darauf ein, dass der Self-Checkout von manchen Nutzern weiterhin als stressig empfunden wird – und auch hier könne KI unter die Arme greifen.

"Wenn ich altersbeschränkte Artikel kaufen möchte oder aber auch Artikel, die keinen Barcode haben bietet unsere KI-Plattform einen sehr guten Ansatz, um diese Friction Points zu lösen", wobei er frische Artikel aus der Obstabteilung als Beispiel aus dem Einkaufsalltag nennt.

Und sonst auf der EuroShop?

Dieses Jahr zeigt sich der technologische Fortschritt des Handels in seiner ganzen Breite: Automatisierung und Robotik halten Einzug in Gastro- und Serviceprozesse, digitale Ordering- und Paymentlösungen beschleunigen Abläufe, datengetriebene Systeme optimieren Flächen, Sortimente und Warenströme.

Parallel hat sich Nachhaltigkeit vom Begleitmotiv zur strategischen Leitlinie entwickelt – sichtbar in ressourcenschonendem Ladenbau und neuen Materialkonzepten.

Gleichzeitig bleibt im Bewusstsein: Zukunftsfähiger Handel entsteht nicht allein durch computergestützte Innovation. Gerade im Zeitalter der Experience Economy gewinnen physische Stores als Orte sozialer Interaktion, emotionaler Bindung und gemeinsamer Erlebnisse an Bedeutung. Technologie schafft dabei die Grundlage, doch das Erlebnis bleibt der eigentliche Mehrwert.

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