Bilder von der Premiere
Polarwelten in München überzeugen auch Reinhold Messner

Für den Großteil der Menschheit werden Arktis und Antarktis immer weitentfernte Orte bleiben, deren extreme Bedingungen und imposante Dimensionen kaum adäquat vorstellbar scheinen. Um auch ohne kräftezehrende Expedition lebhafte Eindrücke vermitteln zu können, startet die immersive Ausstellung Polarwelten am Freitag in München. Vorab durften sich ausgewiesene Fachleute und andere Promis einen Eindruck machen.

Endlose Eisflächen, gewaltige Gletscher, bizarr anmutende Eisberge und ein Himmel, an dem Polarlichter in unwirklichen Farben tanzen: Arktis und Antarktis gehören zu den letzten großen Sehnsuchtsorten unseres Planeten und zugleich zu jenen Zielen, die sich nicht mal eben per Last-Minute-Angebot erschließen lassen.

Schon die Anreise in diese entlegenen Regionen verlangt erheblichen Aufwand, während die extreme Kälte, das unberechenbare Wetter und die bloße Abgeschiedenheit vor Ort mitunter selbst hartgesottene Reisende auf eine echte Probe stellen.

Die Faszination ist groß, die Hürden sind es ebenfalls – und so will Polarwelten im Münchner Pineapple Cube eine deutlich bequemere Alternative bieten, die trotzdem nicht auf eindrucksvolle Natureindrücke verzichtet: Ganz ohne Expeditionskleidung oder monatelange Vorbereitung sollen Besucher den Reiz der Regionen durch eine immersive Ausstellung nachfühlen und letztlich besser verstehen können.

Polarwelten wollen "Wissenschaft emotional erlebbar machen"

Im Zentrum der Ausstellung steht ein rund 25-minütiger 360-Grad-Film, der die Landschaften von Arktis und Antarktis auf großflächige Projektionsflächen bringt. Gletscher, treibende Eisberge und Polarlichter bilden die Kulisse, zu der zudem Aufnahmen aus den polaren Meeren eingespielt werden.

Die Bilder werden von authentischen Naturgeräuschen begleitet, um einen möglichst ganzheitlichen Eindruck von den imposanten Dimensionen und der besonderen Atmosphäre zu vermitteln.

Eindruck aus dem Münchner Pineapple Cube (Bild: Brauer Photos / Dominik Beckmann)
Eindruck aus dem Münchner Pineapple Cube (Bild: Brauer Photos / Dominik Beckmann)

Im anschließenden Rundgang warten thematische Stationen auf einen Besuch, an denen sich Wissenswertes über das Leben in der Arktis, die internationale Polarforschung oder die Folgen des Klimawandels erfahren lässt. Das Angebot richtet sich an alle Altersgruppen und ist als Familienerlebnis konzipiert, in das sich interaktive Lernelemente organisch einfügen.

"Mit 'Polarwelten' wollen wir Wissenschaft emotional erlebbar machen und zeigen, wie eng die Polarregionen mit unserem Leben und unserer Zukunft verbunden sind", erklärt Oliver Forster, Konzeptionär, Produzent und örtlicher Veranstalter von COFO Entertainment.

"Mit starken Bildern, modernster Medientechnik und faszinierenden Naturerlebnissen nehmen wir unsere Gäste mit auf eine Expedition, die begeistert, informiert und zum Nachdenken anregt – ganz ohne erhobenen Zeigefinger."

Preview mit Expertenpublikum

COFO Entertainment hat in jüngerer Vergangenheit mit The Mystery of Banksy – A Genius Mind bereits in diversen deutschen Städten für interessierte Ausstellungsbesucher gesorgt. Ehe der nächste Streich ab diesem Freitag, 30. Oktober öffentlich zugänglich ist, durfte sich ein ausgewähltes Publikum bereits am Mittwoch mit den Begebenheiten vor Ort vertraut machen.

Nick Wilder mit Frau Christine Mayn und Reinhold Messner mit Frau Diane (Bild: Brauer Photos / Dominik Beckmann)
Nick Wilder mit Frau Christine Mayn und Reinhold Messner mit Frau Diane (Bild: Brauer Photos / Dominik Beckmann)

Waschechtes Fachpersonal inklusive: Reinhold Messner mag in erster Linie als legendärer Bergsteiger bekannt sein, hat jedoch auch mit dem Ausstellungsobjekt reichlich lebhafte Erfahrung. "Ich finde, dass die Ausstellung für Schüler ideal ist, um bei einem Rundgang einen ersten Eindruck zu bekommen", zitiert Ganz München den Experten für harsche Naturerlebnisse.

Gleichzeitig relativiert er: "Wenn man wie ich monatelang in der Antarktis unterwegs war – ich war 92 Tage dort –, weiß man: Das ist noch einmal eine ganz andere Dimension, eine Welt für sich. Aber das hier ist ein wunderbarer Einblick für München."

Zu den allerersten Polarwelten-Besuchern zählten außerdem der ebenfalls Antarktis-bewanderte Alexander Freiherr von Cramm, Nachrichtensprecher Jan Hofer, Nachrichtensprecherin Karolin Kandler oder auch Schauspieler wie Max von der Groeben, Cheyenne Pahde, Friedrich Mücke und Philipp Moog.

Während die immersive Ausstellung bis Ende Februar 2027 im Münchner Pineapple Cube zu sehen ist, läuft am Freitag, 27. November außerdem eine eigene Ausgabe in Köln-Ehrenfeld an, die Interessierten in Westdeutschland bis Mitte April eine relativ kurze Anreise in Aussicht stellt.

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