IFA 2026 startet
Berlin enthüllt sein Schaufenster der Zukunft

| Redaktion 
| 02.09.2026

Unverändert gilt die IFA als "weltweit größtes Event für Consumer Electronics, Home Appliances und Future Tech", das diesen Freitag abermals seine Pforten für alle Interessierten öffnet. Der eigentliche Auftakt ist derweil schon über die Bühne gegangen: Mit den Mittwoch gestarteten Media Days zeigt sich, welchen technologischen Trends, Produktneuheiten und Entwicklungen diesmal besonderes Scheinwerferlicht gebührt. 

Besagte Media Days richten sich gemäß ihres Namens an Journalisten, Fachmedien und Branchenvertreter, sodass Pressekonferenzen, Keynotes, Produktvorstellungen und erste, exklusive Einblicke im Mittelpunkt stehen.

Reguläre Besucher müssen sich noch bis Freitag gedulden, ehe die große Publikumsveranstaltung zum Schlendern entlang zahlreicher Messestände und Vorführungen, zum Erkunden von Produkten und Erlebnisformaten oder zum eigenhändigen Vorab-Test brandneuer Technologien einlädt. Zugänglich ist die IFA, die natürlich erneut auf dem Berliner Messegelände stattfindet, dann bis Dienstag, 08. September.

KI, Robotik und Wearables sind die großen Wachstumsfelder

Bei der Opening Press Conference der Veranstalter am Mittwochmittag wurde drei Themenfeldern besonders großes Wachstumspotenzial zugesprochen, von denen Sie mindestens zwei nicht wirklich überraschen dürften – allen voran natürlich Künstliche Intelligenz, die laut Leif Lindner, CEO der IFA Management GmbH, schneller voranschreitet als bisherige industrielle Umbrüche.

"Die Zukunft ist nicht länger etwas, das irgendwo am Horizont liegt. Die Zukunft ist jetzt", betonte er in seiner Eröffnungsrede. "Technologie allein schafft jedoch noch keinen Fortschritt. Erst wenn Menschen sie verstehen, ausprobieren und mitgestalten können, entfaltet sie ihr Potenzial. Genau dafür steht die IFA: Wir machen Innovationen erlebbar und schaffen Orientierung in einer Zeit, in der sich Technologie schneller verändert als je zuvor."

Leif Lindner am Mittwoch in Berlin (Bild: IFA Management GmbH)
Leif Lindner am Mittwoch in Berlin (Bild: IFA Management GmbH)

Neben KI werden "alltagserleichternder Robotik und Wearables der nächsten Generation“ besonders gute Prognosen gemacht. Nur kurz nach den World Humanoid Robot Games in Peking wird man so auch in Berlin live beobachten können, wie sich die mechanischen Weggefährten in menschlichen Disziplinen schlagen – etwa bei "Robots on the Runway" oder den Fußballspielen, die im Rahmen des RoboCup ausgetragen werden.

Technikmarkt vergleichsweise unerschütterlich

Wirtschaftlich zeigt sich die Branche schon jetzt erstaunlich robust: Trotz geopolitischer Spannungen, Inflation und belasteter Lieferketten wuchs der weltweite Markt für Technologie- und Gebrauchsgüter laut GFU Consumer & Home Electronics im ersten Halbjahr um sechs Prozent auf 430,5 Milliarden US-Dollar; Russland und die USA exklusive.

Besonders dynamisch entwickelten sich demnach die aufstrebenden Märkte Asiens außerhalb Chinas mit zwölf Prozent sowie Nahost und Afrika mit 15 Prozent. Bei den Produktkategorien lagen Elektro-Haushaltskleingeräte mit fünf Prozent Wachstum vorn, gefolgt von Telekommunikationsgütern mit vier und Consumer Electronics mit zwei Prozent.

Als gefragte Produkte der jüngeren Vergangenheit erwiesen sich so zum Beispiel sogenannte "Space-Fit"-Kühlschränke, Saugroboter, AI-PCs, Waschmaschinen mit Dampf-Reinigung oder extragroße Fernseher.

Carine Chardon am Mittwoch in Berlin (Bild: IFA Management GmbH)
Carine Chardon am Mittwoch in Berlin (Bild: IFA Management GmbH)

"Der Markt ist stärker, als es die Stimmung vermuten lässt", hält Carine Chardon, die Geschäftsführerin der GFU Consumer & Home Electronics, fest. "Entscheidend für Wachstum sind gezielte Innovationen, die den Alltag der Verbraucher erleichtern, Energie-effizient agieren oder neue Nutzungsmöglichkeiten eröffnen."

"Die Zukunft des technischen Konsumgütermarktes ist damit nicht nur technologisch geprägt, sondern vor allem auch von der Fähigkeit, Innovation in konkrete Alltagserleichterung zu übersetzen. Alle diese Themen und dazugehörigen Produkte und Entwicklungen sind in den kommenden Tagen auf der IFA 2026 zu bestaunen und entdecken."

Dass die IFA mehr als eine gewöhnliche Technologiemesse ist, zeigt nicht zuletzt ihre Geschichte: Bereits 1924 öffnete in Berlin erstmals die "Große Deutsche Funkausstellung" ihre Pforten.

Letztes Jahr kamen mehr als 220.000 Besucher aus 140 Ländern auf das inzwischen deutlich breiter aufgestellte Gelände. Eine konkrete Gästeprognose für die anstehende Ausgabe nennt die IFA nicht – die Größenordnung des Vorjahres dürfte für die Veranstalter jedoch die Messlatte sein.

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