Gegen Fremdkörperschäden
BER schickt KI-Roboter-Auto aufs Rollfeld

| Redaktion 
| 02.09.2026

Schrauben, Plastikreste oder Asphaltstücke können auf dem Rollfeld schnell zum teuren Risiko werden. Am Flughafen BER ist deshalb jetzt ein KI-gestütztes Roboter-Auto auf der Suche nach solchen Gefahrenquellen. "Roboxi“ fährt mit bis zu 60 km/h über das Flughafengelände und scannt dabei sogar den Zustand der Rollbahnen. Der Praxistest soll zeigen, ob die Technik Kontrollen sicherer und effizienter machen kann.

Am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) ist seit einigen Wochen ein neuer Helfer unterwegs. Wie aero.de berichtet, testet der Hauptstadtflughafen das KI-gestützte Roboter-Auto "Roboxi“. Das Fahrzeug soll lose Gegenstände wie Schrauben, Plastikmüll oder Asphaltstücke auf dem Vorfeld sowie auf den Start- und Landebahnen aufspüren.

Was nach kleinen Fundstücken klingt, kann für Fluggesellschaften teuer werden. Gelangen Fremdkörper in ein Flugzeugtriebwerk, können sie dort Schäden verursachen. Nach Angaben des BER summieren sich die Kosten solcher Vorfälle weltweit auf Milliardenbeträge. Entsprechend wichtig ist es im Flughafenbetrieb, mögliche Gefahren auf den Flächen frühzeitig zu entdecken.

3D-Laser nimmt Rollbahnen unter die Lupe

"Roboxi" sucht nicht nur nach herumliegenden Gegenständen. Mithilfe eines 3D-Laserscans überprüft das Fahrzeug auch den Zustand der Rollbahn-Oberflächen. So soll es zusätzlich mögliche Schäden an den befahrenen Flächen erkennen.

Autonom fährt "Roboxi" allerdings nicht. Das Fahrzeug wird vom Terminal aus ferngesteuert und erreicht bis zu 60 km/h. Es soll die Fahrer:innen der sogenannten Follow-me-Fahrzeuge bei ihrer Arbeit auf dem Vorfeld unterstützen.

BER prüft Nutzen im laufenden Betrieb

Mit dem Praxistest will der Flughafen herausfinden, wie sich die Technik in die bestehenden Abläufe integrieren lässt. "Dabei steht im Fokus, wie Roboxi unsere Prozesse auf dem Vorfeld unterstützen, die Effizienz steigern und die Sicherheit im Flugbetrieb durch eine frühzeitige Erkennung möglicher Gefahren weiter verbessern kann", erklärt der BER.

Damit geht es bei dem Versuch nicht nur um die Erkennung von Fremdkörpern. Der Flughafen prüft zugleich, ob sich Kontrollaufgaben mit Unterstützung des KI-gestützten Fahrzeugs effizienter organisieren lassen.

Der Test reiht sich in die zunehmende Digitalisierung deutscher Flughäfen ein, die auch bei Check-in, Biometrie und Gepäckabfertigung verstärkt auf automatisierte Prozesse setzen.

Praxistest läuft bis Oktober

Der Test am BER läuft noch bis Oktober. Anschließend will der Flughafen die Ergebnisse auswerten. Ob "Roboxi" danach dauerhaft am Hauptstadtflughafen eingesetzt wird, geht aus den bisherigen Angaben nicht hervor.

Für den BER steht damit zunächst der praktische Nutzen im Vordergrund: Kann das Fahrzeug bestehende Kontrollen sinnvoll ergänzen und Gefahren erkennen, bevor daraus kostspielige Schäden entstehen?

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