World Emoji Day
Fast alle nutzen Emojis – aber nicht alle verstehen sie wirklich

| Redaktion 
| 16.07.2026

Aus :-) wurde 😂: Längst sind Emojis als Nachfolger der guten, alten Smileys zum festen Bestandteil digitaler Kommunikation geworden. Sie ergänzen Nachrichten um Gefühle, Nuancen und manchmal auch Ironie, können aber ebenso für Missverständnisse sorgen. Eine aktuelle Bitkom-Umfrage zum World Emoji Day zeigt, wie verbreitet - und teilweise missverstanden - die Nutzung in Deutschland inzwischen ist.

Etwa zur selben Zeit, als aus Handy langsam Smartphones geworden sind, wurden Smileys allmählich durch Emojis ersetzt: Wo früher reine Textgebilde aus Tastaturzeichen üblich waren, erstrahlten zunehmend Unicode-Bilder, die auf jedem modernen Gerät als kleine farbige Grafiken erscheinen. Mitunter verschmelzen beide Begriffe heute im alltäglichen Sprachgebrauch, technisch betrachtet bleiben sie jedoch grundverschieden.

Als Emoji-Pionier gilt Shigetaka Kurita, der im Japan des späten 20. Jahrhunderts für den dortigen Mobilfunkanbieter DoCoMo entworfen hat – wahrscheinlich nicht ahnend, dass die bunten Bilder nur anderthalb Jahrzehnte später ihren eigenen Feiertag kriegen würden.

Und wenn wir auf nüchtern-bürokratischer Ebene bleiben, ist dem auch nicht so: Der am 17. Juli gefeierte World Emoji Day ist kein UN- oder Staatsfeiertag, sondern eine 2014 von Emojipedia initiierte, weltweite Würdigung des zeitgemäßen Ausdruckswerkzeugs.

Kommunikation wird "schneller, kürzer und informeller"

"Emojis zeigen, wie wir in Chats, Kurznachrichten und sozialen Medien Stimmung, Nähe oder auch Ironie ausdrücken", erläutert Dr. Sebastian Klöß, Experte für Consumer Technology beim Bitkom. "Digitale Kommunikation ist in den letzten Jahren noch schneller, kürzer und informeller geworden, aber sie soll trotzdem persönlich und emotional bleiben."

Zum World Emoji Day hat Bitkom eine Umfrage unter 1004 Menschen in Deutschland ab 16 Jahren in Auftrag gegeben und die Ergebnisse passend zum Anlass geteilt. Demnach verwenden überwältigende 89 Prozent aller Befragten Emojis in ihren Kurznachrichten, wobei die Intensität variiert:

  • 26 Prozent verwenden Emojis in jeder Nachricht
  • 36 Prozent verwenden Emojis in der Mehrzahl ihrer Nachrichten
  • 20 Prozent verwenden Emojis zumindest in wenigen Nachrichten
  • 7 Prozent nutzen Emojis kaum

Altersbedingte Abweichungen sind dabei durchaus zu verzeichnen: Unter den 16- bis 29-jährigen geben sogar 36 Prozent an, Emojis in jeder Nachricht zu benutzen. Auf der anderen Seite spielen sie für 26 Prozent der Befragten überhaupt keine Rolle in der modernen Kommunikation.

Genaue Emoji-Bedeutung ist vielen manchmal nicht bewusst

Der Verzicht unter lebenserfahreneren Menschen hängt auch damit zusammen, dass die "richtige" Nutzung von Emojis längst nicht immer selbstverständlich ist. "Emojis können Missverständnisse verhindern, oder auch neue schaffen", sagt Sebastian Klöß.

"Ein lachendes Gesicht kann freundlich gemeint sein, ironisch wirken oder im falschen Kontext unpassend sein. Gerade im Job gilt deshalb: Emojis bewusst einsetzen und wichtige Botschaften klar ausformulieren", so der Bitkom-Fachmann weiter.

Die Befragung zeigt:

  • 43 Prozent ist nicht immer klar, was einzelne Emojis bedeuten. Bei Befragten über 75 Jahren sind es sogar 52 Prozent
  • 41 Prozent freuen sich, wenn neue Emojis erscheinen
  • 39 Prozent finden, dass Emojis im Berufsleben nichts verloren haben
  • 26 Prozent sind von Emojis genervt

Die beliebtesten Emoji-Kategorien in Deutschland

  • Lachen und Freude sind mit 12 Prozent die beliebtesten Emoji-Motive
  • Liebe und Herzen folgen mit 11 Prozent
  • Gesten und Hände wie Daumen hoch, Klatschen oder Winken erreichen 8 Prozent
  • Ironie und Sarkasmus kommen auf 7 Prozent

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Die beliebtesten Emoji-Kategorien in Deutschland

  • Lachen und Freude sind mit 12 Prozent die beliebtesten Emoji-Motive
  • Liebe und Herzen folgen mit 11 Prozent
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  • Ironie und Sarkasmus kommen auf 7 Prozent

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