E-Commerce im Wandel
Bridge Page: Gartenhaus.com setzt auf GEO-optimierte Kaufprozesse

| Redaktion 
| 20.04.2026

Komplexe DIY-Projekte lassen sich meist nicht mit wenigen Klicks entscheiden. Bei Gartenhaus.com soll eine neue Bridge Page zwischen Produktseite und Warenkorb deshalb gezielt durch die eigene Projektkonfiguration führen. Gleichzeitig reagiert das Unternehmen damit auf veränderte Anforderungen im E-Commerce – von steigender Produktkomplexität hin zu neuen, KI-getriebenen Nutzungsszenarien.

Die Frühlingssonne lacht immer ausführlicher vom Himmel und die Landesgartenschau Neuss inspiriert zusätzlich – für Unternehmen wie Gartenhaus.com eine wichtige Phase im Jahresgeschäft.

Als "führender Online-Anbieter für Gartenhäuser, Saunen, Carportsund individuelle Outdoor-Projekte" bieten die etwa 100 Mitarbeiter starken Hamburger "ein kuratiertes Sortiment für DIY-Projekte und Bauvorhaben mit aufeinander abgestimmten Zubehör- und Systemkomponenten", das neben digitalen Kanälen auch bei ausgewählten Baumarktpartnern zu finden ist.

Beim Verkauf über die eigene Online-Präsenz hat Gartenhaus.com dabei Raum zur Optimierung wahrgenommen: "Der Warenkorb allein ist für komplexe Projekte, wie wir sie im DIY-Bereich haben, ein Denkfehler im System", erklärt CEO Tim Böker.

"Wenn Kunden mehrere tausend Euro investieren, brauchen sie keine schnellere Navigation, sondern bessere Entscheidungen."

Mehr Orientierung bei komplexen Kaufprozessen

Um diese Entscheidungsfindung effektiv zu unterstützen, soll in naher Zukunft eine Bridge Page zum Einsatz kommen. Diese wird als "zusätzliche Experience-Ebene zwischen Produktdetailseite und Warenkorb" beschrieben, die User durch eine strukturierte Projektkonfiguration leitet, anstatt sie direkt zur Kaufabwicklung zu führen.

Auf diese Weise sollen Zusammenhänge ersichtlicher und Komplexität entsprechend reduziert werden. Wert legt Gartenhaus.com außerdem auf klare Orientierung durch eine sinnvolle Trennung zwischen tatsächlich notwendigem Zubehör und optionalen Ergänzungen.

Auch kontextbezogene Erläuterungen zu einzelnen Items machen deren Funktion im größeren Gesamtbild verständlich.

GEO gibt die Richtung vor

"Online-Shops wurden über Jahre für Suchmaschinen optimiert. Für KI-Systeme sind viele dieser Strukturen heute kaum interpretierbar", gibt Tim Böker zu bedenken. "Wenn sich das Interface in Richtung Dialog entwickelt, müssen sich auch die zugrunde liegenden Datenmodelle verändern."

Tim Böker ist Chief Growth Officer der Ydeon Group, unter deren Dach Gartenhaus.com firmiert. Dort ist Böker CEO (Bild: Ydeon Group)
Tim Böker ist Chief Growth Officer der Ydeon Group, unter deren Dach Gartenhaus.com firmiert. Dort ist Böker CEO (Bild: Ydeon Group)

Dementsprechend will Gartenhaus.com auf Generative Engine Optimization (GEO) achten. Das bedeutet im Kern, dass neue Datenstrukturen und Wissensmodellen gegebene Produktinformationen so aufbereiten, dass sie einerseits intuitiv für menschliche User und andererseits für KI-basierte Systeme nutzbar sind.

Das E-Commerce-Unternehmen sieht die Bridge Page, die im Mai an den Start gehen soll, als "ersten Schritt hin zu einem stärker geführten und perspektivisch dialogbasierten Einkaufserlebnis".

Der Entscheidung liegt im Übrigen auch ein eigenes Forschungsprojekt zugrunde, das von der Bescheinigungsstelle Forschungszulage (BSFZ) als förderfähig anerkannt wurde.

Darin werden so zum Beispiel "neue Methoden zur Strukturierung großer Produktkataloge, zur Modellierung semantischer Wissensnetze sowie zur Integration KI-basierter Dialogsysteme in bestehende Shoparchitekturen" entwickelt.

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