Finanzfluss startet Marys Call
Neues Vodcast-Format analysiert die großen Wirtschaftsfragen unserer Zeit

| Redaktion 
| 12.04.2026

Mit "Marys Call“ erweitert Finanzfluss ab sofort sein redaktionelles Portfolio um ein neues Vodcast-Format, das wirtschaftliche und gesellschaftliche Debatten stärker in den Fokus rückt. Jeden Samstag ab 6 Uhr widmet sich Host Mary Abdelaziz-Ditzow gemeinsam mit ihrem Team zentralen Themen, die die deutsche Wirtschaft bewegen – differenziert, multiperspektivisch und bewusst kontrovers.

Fokus auf blinde Flecken der Wirtschaftsdebatte

Im Zentrum des neuen Formats stehen Fragen, die häufig diskutiert, aber selten umfassend durchdrungen werden: Welche Klischees halten sich hartnäckig? Welche Denkfehler prägen wirtschaftspolitische Debatten? Und wo fehlt es an einer differenzierten Betrachtung?

"Marys Call“ setzt genau hier an. Der Vodcast versteht sich als diskursorientiertes Format, das komplexe Zusammenhänge verständlich aufbereitet und unterschiedliche Perspektiven zusammenführt. Ziel ist es, gängige Narrative zu hinterfragen und Raum für neue Erkenntnisse zu schaffen.

Ergänzung zum erfolgreichen "im Loop“-Podcast

Das neue Format erscheint auf allen Plattformen, auf denen auch der tägliche News-Video-Podcast "im Loop“ verfügbar ist. Dieser gehört regelmäßig zu den meistgehörten Wirtschaftspodcasts auf Spotify und hat sich als feste Größe im Markt etabliert.

Mit "Marys Call“ ergänzt Finanzfluss dieses Angebot gezielt um ein analytisches Gesprächsformat, das über die tägliche Nachrichtenlage hinausgeht und strukturelle Entwicklungen beleuchtet.

Auftakt mit Wirtschaftsphilosoph Anders Indset

In der ersten Folge diskutiert Mary Abdelaziz-Ditzow mit dem Wirtschaftsphilosophen Anders Indset die Frage, warum das Wirtschaftswachstum in Deutschland zunehmend ins Stocken gerät.

Indset kritisiert dabei vor allem die Denkweise in Politik und Gesellschaft. Viele Debatten seien rückwärtsgewandt: Man "steuere und lenke durch den Rückspiegel", statt zukünftige Entwicklungen ausreichend zu antizipieren.

Besonders deutlich wird seine Kritik beim Blick auf technologische Entwicklungen. "Wir stehen vor einem technologischen Tsunami“, so Indset. Fortschritte in Bereichen wie Künstliche Intelligenz, Energie oder neue Materialien würden häufig unterschätzt, da politische und wirtschaftliche Analysen noch immer linear statt exponentiell gedacht seien.

Wachstum als Voraussetzung für Transformation

Ein zentraler Punkt seiner Argumentation: Wirtschaftswachstum bleibt aus seiner Sicht essenziell – auch für ökologische und soziale Transformationen. Degrowth-Ansätze bezeichnet er als "Sterben auf Raten“.

Auch beim Thema Energie widerspricht Indset gängigen Annahmen. Die Herausforderung liege weniger in der Erzeugung als vielmehr in Speicherung und Verteilung: "Wir haben ein Speicher- und Distributionsproblem und kein Energieproblem.“

Deutschland nutzt sein Potenzial nicht aus

Trotz starker Forschung und hoher Innovationskraft sieht Indset Deutschland unter seinem Leistungsvermögen. Defizite bei Kapitalmärkten, Infrastruktur und der Umsetzung neuer Technologien würden verhindern, dass vorhandenes Potenzial ausgeschöpft wird.

Europa verliere dadurch immer wieder entscheidende Innovationsschritte an andere Regionen wie die USA oder China.

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