Prominente Schirmherrschaft
Ekaterina Leonova unterstützt DEICHMANN-Initiative für fitte Grundschulen

Prominente Unterstützung für mehr Bewegung im Schulalltag: Let’s Dance"-Profitänzerin Ekaterina Leonova übernimmt die Schirmherrschaft für die DEICHMANN-Initiative "Deutschlands fitteste Grundschule". Damit rückt das Projekt ein wachsendes gesellschaftliches Problem in den Fokus: Bewegungsmangel bei Kindern.

Wenn Tanzen Schule macht

Ekaterina Leonova kennt das Leben im Takt. Nun soll die TV-bekannte Profitänzerin Kinder in Deutschland dazu bringen, sich mehr zu bewegen. Eine Schuhkette macht daraus einen Wettbewerb – und greift damit ein reales Problem auf.

Es ist ein klassischer Schulmorgen irgendwo in Deutschland: viel Sitzen, wenig Bewegung. Dazwischen vielleicht eine Sportstunde pro Woche – wenn sie nicht ausfällt. Genau hier setzt eine Initiative des Essener Unternehmens Deichmann an. Unter dem Titel "Deutschlands fitteste Grundschule" sollen Kinder im Unterricht mehr Bewegungseinheiten sammeln. Neu dabei ist die Fernsehbekannte Ekaterina Leonova als Schirmherrin.

Leonova steht für Disziplin, Körperkontrolle und Ausdauer. Ihre Rolle ist klar: Aufmerksamkeit schaffen, motivieren, Vorbild sein. "Sport begleitet mich seit meiner Kindheit", sagt sie. Bewegung habe ihr nicht nur körperliche Stärke, sondern auch Selbstvertrauen gegeben. Eine Botschaft, die gut zum Konzept passt – und zur Zielgruppe.

Denn die Zahlen sind eindeutig. Nach Daten des Robert-Koch-Instituts erreichen nur rund 22 Prozent der Mädchen und 29 Prozent der Jungen in Deutschland die von der Weltgesundheitsorganisation empfohlenen 60 Minuten Bewegung pro Tag. Gleichzeitig nehmen motorische Auffälligkeiten zu. Krankenkassen melden seit Jahren steigende Fallzahlen.

Wettbewerb mit wachsender Beteiligung

Der Wettbewerb selbst funktioniert einfach: Grundschulen sammeln Bewegungseinheiten, die sich flexibel in den Unterricht integrieren lassen. Vor den Sommerferien werden die aktivsten Schulen prämiert – mit Urkunden, Preisgeldern und einem Event für die bundesweit erfolgreichste Schule.

Im vergangenen Jahr nahmen mehr als 230 Schulen teil, über 25.000 Kinder machten mit. Insgesamt wurden mehr als 500.000 Bewegungseinheiten umgesetzt. Auch 2026 werden wieder Preise vergeben – auf Landes- und Bundesebene mit Geldbeträgen von bis zu 5.000 Euro.

Die Initiative greift ein strukturelles Problem auf, das Pädagog:innen und Gesundheitsfachleute seit Jahren beschreiben: Kinder bewegen sich zu wenig, und der Schulalltag kompensiert das oft nicht.

Gleichzeitig bleibt die Frage, wie nachhaltig solche Wettbewerbe wirken. Motivation durch Preise kann kurzfristig funktionieren – langfristige Effekte hängen davon ab, ob Bewegung dauerhaft im Schulalltag verankert wird. Genau das ist die eigentliche Herausforderung.

Dass nun eine prominente Tänzerin das Projekt begleitet, dürfte die Reichweite erhöhen. Ob sich dadurch auch das Verhalten im Klassenzimmer ändert, entscheidet sich zwischen Tafel, Turnhalle und Pausenhof.

Kommentar veröffentlichen

* Pflichtfelder.

leadersnet.TV