Vallendar und Heidebrennerei Bosselmann
World-Spirit Award: Deutsche Destillerien an der Weltspitze

| Redaktion 
| 09.04.2026

Hiesige Brennereien mischen beim World-Spirit Award ganz vorne mit: Gleich mehrere bedeutende Auszeichnungen gingen in diesem Jahr an Betriebe aus der Bundesrepublik. Während ein Gin aus der Lüneburger Heide zum "Spirit of the Year" gekürt wurde, überzeugte eine Traditionsbrennerei aus Rheinland-Pfalz mit breiter Palette.

Es muss nicht immer TV-Experte sein: Nachdem Wolfgang Ortner seine mit Europacup-Rennsiegen ausgestattete Karriere als Skirennläufer beendet hat, widmete sich der Österreicher unter anderem einer eigenen Destillerie. Eine weitere Variante, um die Vorliebe für hochqualitative Tropfen zu teilen, hat Ortner vor mittlerweile 22 Jahren ins Leben gerufen – den World-Spirit Award.

Dieser ist längst über deutschsprachige Grenzen hinaus als bedeutende Auszeichnung von und für Fachleute etabliert.

"Wir haben diese Position am Markt über zwei Jahrzehnte akribisch und kontinuierlich erarbeitet – mit ständigem Tuning an Qualität, Anpassungen, Erneuerungen und Einbeziehung von Tradition und Kultur", zeigt sich Wolfram Ortner zufrieden.

Jury hat hohe Standards

Besagte Awards werden dabei keinesfalls leichtfertig vergeben: Qualifiziert für die Titel "Award" oder "Spirit of the Year" ist man erst, nachdem in einer Einzelkategorie eine mit Doppel-Gold prämierte Bewertung von mindestens 95,3 eingefahren werden konnte. Diese werden (wenn überhaupt) von der "wohl am besten ausgebildeten Jury der Welt" vergeben, wie es seitens des World-Spirit Award selbstbewusst heißt.

Insgesamt wurden für die diesjährige Ausgabe der Auszeichnung 127 Proben von 36 Destillerien im Interesse einer objektiven Bewertung verkostet.

Am Ende gab es drei Awards, einen “Spirit of the Year” sowie eine Destillerie, die sich vor allen anderen Kandidaten behaupten konnte – und deutsche Vertreter machen eine Mehrheit der drei sogenannten Superstars des jüngsten World-Spirt Award aus, die sich nun "als `Weltmeister‘ der Branche fühlen" dürfen.

Während die "Distillery of the Year" in der Schweiz liegt (Appenzeller Alpenbitter AG), kommt der "Spirit of the Year" aus der Bundesrepublik: Niemand hat die Fachleute in diesem Jahr mehr überzeugt als der Sailors Gin der Heidebrennerei Bosselmann, die in Egestorf in der Lüneburger Heide zuhause ist.

Vallendar triumphiert facettenreich

Vervollständigt wird das Superstar-Trio durch die Brennerei Hubertus Vallendar aus Kail in Rheinland-Pfalz, die den World-Spirit Award sowohl zur Würdigung eines Lebenswerkes als auch aufgrund herausragender Einzelleistungen erhalten hat:

In den Kategorien "Brände" (OBB) und "Geiste" (OBS) ging Vallendar siegreich hervor; obendrauf wurde das Familienunternehmen in der Kategorie "Bitter & Liköre" (BILI) als Master-Class Distillery gewürdigt.

Im weiteren Medaillenspiegel konnten vier Produkte der Traditionsdestillerie (Orangengeist, Kakaogeist, Hefebrand aus kaltvergorener Rieslinghefe und der "La Donna" Waldhimbeerbrand) Doppel-Gold einstreichen; sieben weitere heimsten Einzelgold ein.

Kommentar veröffentlichen

* Pflichtfelder.

leadersnet.TV