Aufputzt is’
Kassenschlager kriegt deutsches Remake

| Redaktion 
| 08.04.2026

Zur vergangenen Weihnachtssaison ist Drehbuchautor und Hauptdarsteller Gery Seidl mit "Aufputzt is’" ein historischer Kinoerfolg geglückt – zumindest im heimischen Österreich. Beflügelt von der dortigen Resonanz wollen die Verantwortlichen dem Stoff in Form eines Remakes offenbar eine zweite Chance auf dem deutschen Markt geben.

Am Donnerstag, 04. Dezember letzten Jahres ist "Aufputzt is’" in den deutschen Lichtspielhäusern angelaufen. Nicht allzu viele Kinogänger dürften davon Kenntnis genommen haben, was einerseits der limitierten Ausspielung und andererseits starker Konkurrenz am Starttermin geschuldet sein dürfte – sowohl der aktuelle "Stromberg"-Film als auch der letztlich mehrfach preisprämierte "Sentimental Values" waren am selben Tag erstmals zu sehen.

Ganz anders sieht die Situation ein bisschen weiter südlich aus: Im Ursprungsland Österreich war die Weihnachtskomödie ein handfester Kassenschlager, den unsere dortigen Leadersnet-Kollegen mehrfach berücksichtigt haben; eine Bildergalerie von der Premiere im Wiener Gartenbaukino inklusive.

Knapp 450.000 Menschen haben in der Alpenrepublik ein Ticket für "Aufputzt is’", womit es sich um einen der erfolgreichsten österreichischen Streifen aller Zeiten handelt. Die Regeln des Geschäfts besagen, dass in Reaktion darauf über Sequels, Prequels, Remakes und andere Formen der weiterführenden Auswertung nachgedacht wird – und auch ein zweiter Anlauf hierzulande ist bei den dazugehörigen Plänen offenbar inbegriffen.

Remake hier, Fortsetzung dort?

"Für Österreich überlegen wir, wie eine mögliche Fortsetzung dieses Erfolgsfilms aussehen kann", wird Oliver Auspitz von den Branchenexperten von DWDL aus einem Interview zitiert, das Donnerstag in Gänze erscheinen soll. Auspitz ist Geschäftsführer der Gamma Gruppe, zu der wiederum Gebhardt Productions als zuständige Produktionsfirma gehört.

Für den deutschen Markt wiederum ist von einem Remake die Rede. Dabei würde neben dem Schauplatz auch der zugrundeliegende Flair des Films angepasst, da sich der deutsche Humor "sehr von dem in Österreich" unterscheide. Grundsätzlich gehe es jedoch um "ein Thema, das es in Deutschland auch so geben könnte."

Konkret schlüpft der vorher vor allem als Kabarettist in Erscheinung getretene Gery Seidl in die Rolle des Bauleiters und Familienvaters Andi.

Der berufliche Druck soll ihn nicht davon abhalten, Frau und Tochter ein perfektes Weihnachtsfest zu bescheren. Allerdings führt jede gut gemeinte Idee zu neuen Problemen, die die Frage aufwerfen, ob es an Heiligabend wirklich um Perfektion oder womöglich doch eher um anderweitige Ideale geht.

Für das Original nahm Claudia Jüptner-Jonstorff auf dem Regiestuhl Platz, während Gery Seidl das Drehbuch gemeinsam mit Regine Anour und Robert Buchschwenter verantwortete. Wer für die deutsche Version von "Aufputzt is’" vor oder hinter der Kamera engagiert wird, ist bislang genauso wenig bekannt wie ein möglicher neuer Filmtitel für den Markt hierzulande.

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