Deutsche Bahn Fahrplanwechsel 2023/2024: Mehr Verbindungen und höhere Preise zum neuen Jahr

| Redaktion 
| 11.12.2023

Seit dem Fahrplanwechsel am vergangenen Sonntag eröffnet die Deutsche Bahn neue Perspektiven für Bahnreisende mit einem innovativen Verkehrskonzept, das die Reise von Berlin zu Metropolen wie Bayern, Nordrhein-Westfalen und Amsterdam verbessert. Doch neben den positiven Neuerungen müssen sich Fahrgäste auch auf Fahrpreiserhöhungen einstellen.

Die Deutsche Bahn hat mitgeteilt, dass der frisch eingeführte Fahrplan 2023/2024 erhebliche Veränderungen im Fernverkehr mit sich bringt. Diese Neuerungen versprechen nicht nur eine erhöhte Frequenz, sondern auch eine verbesserte Anbindung und Effizienz.

Mehr Verbindungen nach Bayern: Sprinter-Angebot zwischen Berlin und München verdoppelt

Mit dem anstehenden Jahresfahrplan wird die Verbindung zwischen Berlin und Bayern deutlich verbessert. Eine zusätzliche, zweistündliche Sprinterlinie verdoppelt die Anzahl der Sprinter zwischen München und Berlin. Reisende können sich auf bis zu 14 schnelle Verbindungen pro Tag und Richtung freuen. Drei bestehende ICE-Sprinter zwischen Berlin und Nürnberg bieten zudem non-stop-Fahrten und verkürzen die Reisezeit auf 3 ¾ Stunden.

Neues Verkehrskonzept für Nordrhein-Westfalen: Schnellere Verbindungen und Halbstundentakt

In Nordrhein-Westfalen bringt der Fahrplanwechsel im Dezember eine zusätzliche zweistündliche Verbindung zwischen Berlin–Wuppertal–Köln. Die Zugteilung in Hamm (Westfalen) entfällt, was die Fahrtzeit um bis zu 10 Minuten verkürzt und einen Halbstundentakt zwischen Hannover und Berlin ermöglicht. Das Sitzplatzangebot auf den Strecken nach Bayern und Nordrhein-Westfalen erhöht sich um bis zu 25 Prozent durch zusätzliche Verbindungen und längere Züge.

Direktverbindungen und mehr Intercity-Optionen für die Regionen

Die Intercity-Verbindung zwischen Nürnberg, Jena und Leipzig wird ab Dezember deutlich erweitert, von einer auf fünf Verbindungen täglich. Rudolstadt und Ludwigsstadt werden neu an den Fernverkehr angeschlossen, wodurch die Reisezeit im Vergleich zum Regionalverkehr um etwa 30 Minuten verkürzt wird. Zwischen Magdeburg und Hamburg gibt es eine neue Direktverbindung, inklusive Halt in Stendal, sowie eine zusätzliche Intercity 2-Verbindung für eine zweite tägliche Direktanbindung zwischen Magdeburg, Schwerin und Rostock.

Mehr Optionen bei Nachtverbindungen: Neue Kooperation mit ÖBB und ICE-Upgrade

Die Nachtzugreisen erfreuen sich wachsender Beliebtheit, und daher wird die Kooperation mit der ÖBB ausgebaut. Ab Dezember 2023 gibt es dreimal pro Woche Nachtverbindungen von Berlin nach Paris und Brüssel, ab Herbst 2024 sogar täglich. Die "ICE bei Nacht"-Verbindungen erhalten ein Upgrade mit vermehrtem Einsatz von ICE 4-Zügen, was mehr Platz und verbesserten Komfort bei der Beleuchtung und Gepäckablage bedeutet.

Neue Fahrzeuge für grenzüberschreitende Verbindungen

Ab Dezember kommen ICE 4-Züge auch bei grenzüberschreitenden Verbindungen nach Österreich zum Einsatz. Der neue ICE 3neo wird künftig häufiger zwischen Nordrhein-Westfalen, Frankfurt, Stuttgart und München verkehren und bei entsprechender Zulassung auch Richtung Brüssel und Amsterdam unterwegs sein. Schließlich werden die neuesten Railjet-Züge der ÖBB sukzessive die bisherigen EC-Züge im Brennerverkehr zwischen München und Italien ersetzen.

Bahncard-Preis erhöht sich, aber Spar- und Supersparpreise bleiben unverändert

Zum Fahrplanwechsel erhöht sich auch der Preis für die Bahncard 25 um drei Euro auf jährlich 62,90 Euro. Inhaber erhalten weiterhin 25 Prozent Rabatt auf jede gebuchte Bahnfahrt. Der Preis für die Bahncard 50 bleibt hingegen unverändert. Ebenso ändern sich nichts bei den Spar- und Supersparpreisen der Bahn. Die zusätzlichen Angebote im Fernverkehr werden durch den stetigen Zugang neuer ICE-Züge ermöglicht.

Tickets für den neuen Fahrplan sind bereits seit Oktober erhältlich, aber seit dem Fahrplanwechsel am Sonntag gelten auch höhere Fahrpreise. Die sogenannten Flextickets kosten im Schnitt 4,9 Prozent mehr. Diese Tickets ermöglichen den Fahrgästen eine gewisse Flexibilität, insbesondere bei der Zugauswahl.

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