Bayerischer Wirtschaftsminister und Söder-Vize
Hubert Aiwanger ist tot: "Eine absolute Tragödie"

| Redaktion 
| 04.11.2026

Bayerns politische Landschaft ist schockierend um einen prägenden Charakter ärmer: Am Mittwochabend wurde Hubert Aiwanger, als Chef der Freien Wähler sowohl Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie als auch Stellvertreter von Markus Söder, tot in Berlin aufgefunden. Der Politiker und zweifache Vater wurde lediglich 55 Jahre alt.

Medienberichten zufolge hielt sich Hubert Aiwanger anlässlich der Eröffnung des Freie-Wähler-Büros in der Hauptstadt auf, konnte seinen eigentlich dort angesetzten Termin aufgrund von körperlichem Unwohlsein jedoch nicht wahrnehmen. Aiwanger verblieb demnach in seinem Hotel (Neuer Fritz in Berlin-Mitte), wo seine Leiche in den Abendstunden vorgefunden wurde.

Erste Meldungen der Bild wurden wenig später vielfach aus Regierungskreisen bestätigt; Ermittlungen zur Todesursache hat die 6. Mordkommission des Landeskriminalamts Berlin demnach eingeleitet. Hinweise auf ein Fremdverschulden scheint es zumindest nach erstem Stand nicht zu geben.

Aiwanger war seit acht Jahren Bayerns Vize-Ministerpräsident

Hubert Aiwanger kam 1971 im niederbayerischen Ergoldsbach zur Welt und stieg nach dem Studium als Diplom-Agraringenieur und Landwirt in den elterlichen Betrieb ein, ehe er sich ab 2001 der Politik widmete und den Freien Wählern beitrat.

Bei der Landtagswahl 2008 führte er seine Partei erstmals in den Bayerischen Landtag und übernahm dort den Fraktionsvorsitz, den er zehn Jahre lang innehatte. Nach dem Wahlerfolg der Freien Wähler und dem anschließenden Eintritt in die Koalition mit der CSU unter Markus Söder wurde Aiwanger vor acht Jahren zum stellvertretenden Ministerpräsident sowie Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.

Beide Ämter behielt er auch nach der Landtagswahl 2023 und bekleidete sie bis zu seinem Tod im Alter von 55 Jahren. Hubert Aiwanger hinterlässt seine Lebensgefährtin Tanja Schweiger, die als Landrätin des Landkreises Regensburg für die Freien Wähler aktiv ist, und zwei gemeinsame Söhne.

Noch am späten Mittwochabend bekundeten zahlreiche Politiker und andere Persönlichkeiten ihre Anteilnahme in sozialen Medien.

Markus Söder, CSU:

Alice Weidel, AfD:

Cem Özdemir, Grüne:

Wolfgang Kubicki, FDP:

Ilse Aigner, CSU:

Karl Lauterbach, SPD:

Hendrik Wüst, CDU:

Manuel Ostermann, Bundesvorsitzender DPolG:

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