Quartalszahlen 2026
Deutsche Bank erzielt Rekorderträge mit Firmenkunden

| Redaktion 
| 28.10.2026

Die Deutsche Bank erzielt im dritten Quartal 2026 Rekorderträge im Firmenkundengeschäft. Besonders in Deutschland wächst die Unternehmensbank deutlich: Das Kreditvolumen steigt um acht Prozent, die Einlagen legen um 13 Prozent zu. Auch der Konzern meldet zum dritten Mal in Folge einen Rekordgewinn und erwartet für das Gesamtjahr höhere Erträge als bislang geplant.

Die Deutsche Bank hat in ihrer Unternehmensbank das bislang ertragsstärkste Quartal erzielt. Ausschlaggebend waren höhere Kredit- und Einlagenvolumina, eine rege Kundenaktivität sowie steigende Zins- und Provisionserträge. Besonders deutlich fiel das Wachstum auf dem deutschen Markt aus.

Das Kreditvolumen der Unternehmensbank erhöhte sich gegenüber dem Vorjahresquartal um zehn Milliarden Euro beziehungsweise acht Prozent. Getragen wurde die Entwicklung vor allem durch das Handelsfinanzierungsgeschäft. Die Kundeneinlagen stiegen im selben Zeitraum um 41 Milliarden Euro beziehungsweise 13 Prozent. Wesentlich dazu beigetragen haben höhere Sichteinlagen im Cash Management, mit dem Unternehmen ihre Zahlungsströme und Liquidität steuern.

Unternehmensbank profitiert vom Geschäft in Deutschland

In den Bereichen Corporate Treasury Services und Business Banking erzielte die Unternehmensbank jeweils zweistellige Ertragszuwächse gegenüber dem Vorjahresquartal. Auch der Zinsüberschuss und der Provisionsüberschuss legten jeweils zweistellig zu. Das Wachstum erstreckte sich damit auf mehrere Geschäftsfelder.

Zugleich verbesserte sich die Profitabilität. Die Nachsteuerrendite auf das materielle Eigenkapital (RoTE) erreichte 17,6 Prozent. Die Aufwand-Ertrag-Relation sank auf 59 Prozent. Damit entfielen rechnerisch 59 Cent betriebliche Aufwendungen auf einen Euro Ertrag.

Die zinsunabhängigen Aufwendungen erhöhten sich um zwei Prozent. Als Ursachen nennt die Bank höhere volumenabhängige Kosten und strategische Investitionen. Die gestiegene Risikovorsorge im Kreditgeschäft führt sie in diesem Geschäftsbereich im Wesentlichen auf ein Einzelereignis zurück.

Vorstandschef Christian Sewing sieht in der Entwicklung des deutschen Marktes weitere Geschäftsmöglichkeiten. In seiner Stellungnahme zu den Quartalszahlen erklärte er:

"Die wirtschaftliche Dynamik in unserem deutschen Heimatmarkt ist ermutigend: Die wachsende Zuversicht unserer Kunden in die wirtschaftliche Entwicklung eröffnet uns weitere Wachstumschancen.“

Konzerngewinn erreicht 1,9 Milliarden Euro

Auch auf Konzernebene legten die Ergebnisse zu. Die Deutsche Bank erzielte einen Nachsteuergewinn von 1,9 Milliarden Euro und damit das dritte Rekordquartal in Folge. Der Vorsteuergewinn stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um acht Prozent auf 2,6 Milliarden Euro. Die Erträge erhöhten sich um vier Prozent auf 8,3 Milliarden Euro.

Die zinsunabhängigen Aufwendungen blieben mit 5,2 Milliarden Euro auf Vorjahresniveau. Dadurch verbesserte sich die Aufwand-Ertrag-Relation von 64,4 auf 62,4 Prozent.

Bereits für das Geschäftsjahr 2025 hatte die Bank einen deutlichen Gewinnanstieg gemeldet. In den ersten neun Monaten 2026 erreichte der Nachsteuergewinn 5,9 Milliarden Euro, sieben Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Vorsteuergewinn erhöhte sich um acht Prozent auf 8,4 Milliarden Euro.

Bei der Einordnung der Konzernzahlen ist ein erheblicher Bilanzierungseffekt zu berücksichtigen. Die Anwendung des sogenannten EU Carve Out beim Hedge Accounting hatte im dritten Quartal einen positiven Effekt von 2,2 Milliarden Euro auf den ausgewiesenen Konzerngewinn. Im Vorjahresquartal waren es lediglich 120 Millionen Euro. Dieser Unterschied beeinflusst den Gewinnvergleich erheblich und muss bei der Bewertung der Geschäftsentwicklung berücksichtigt werden.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft lag konzernweit bei 501 Millionen Euro und damit neun Prozent über dem Vorquartal. Hintergrund waren unter anderem der weitere Abbau von Risiken im Gewerbeimmobilienportfolio sowie ein Einzelrisiko in der Unternehmensbank.

Deutsche Bank erwartet höhere Jahreserträge

Nach den ersten neun Monaten summierten sich die Konzernerträge auf 25,5 Milliarden Euro. Das entspricht einem Wachstum von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Bank erwartet nun, ihr bisheriges Ertragsziel von rund 33 Milliarden Euro für das Gesamtjahr 2026 zu übertreffen. Voraussetzung dafür ist ein weiterhin konstruktives Marktumfeld.

Die harte Kernkapitalquote lag zum Quartalsende bei 14,0 Prozent. Zudem schloss das Institut seine Aktienrückkaufprogramme für 2026 mit einem Gesamtvolumen von 1,5 Milliarden Euro ab.

Für die kommenden Jahre setzt der Vorstand auf profitables Wachstum, effizientere Prozesse sowie einen stärkeren Einsatz von Technologie und künstlicher Intelligenz. Damit verbindet die Deutsche Bank ihre Wachstumspläne mit dem Ziel, die Kostenentwicklung zu begrenzen und ihre Profitabilität weiter zu verbessern.

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