Erstes Restaurant in Köln
Taco Bell kommt nach Deutschland – 100 Standorte geplant

| Redaktion 
| 07.09.2026

Taco Bell kommt nach Deutschland und startet Ende September mit dem ersten öffentlich zugänglichen Restaurant in Köln. Die Filiale entsteht am Hohenzollernring im ehemaligen "Sausalitos", die Umbauarbeiten laufen bereits. Doch Köln ist nur der Auftakt: Die US-Kette setzt auf sechs regionale Partner und plant langfristig mindestens 100 Standorte im deutschen Markt.

Taco Bell startet seine Expansion auf dem deutschen Markt. Ende September soll am Hohenzollernring in Köln das erste öffentlich zugängliche Restaurant der US-Kette eröffnen. Wie der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet, entsteht die Filiale im ehemaligen "Sausalitos" in der Kölner Innenstadt. Die Umbauarbeiten laufen bereits.

Bislang war Taco Bell hierzulande lediglich auf US-Militärstützpunkten vertreten, die nicht für die breite Öffentlichkeit zugänglich sind. Ein erster Versuch, die Marke stärker im deutschen Markt zu etablieren, war im Mai 2025 nach Differenzen mit einem Partner gestoppt worden.

Der neue Anlauf ist deutlich größer angelegt. Statt auf einen einzigen bundesweiten Franchisenehmer setzt Taco Bell auf sechs regionale Gebietsentwickler. Sie sollen jeweils mehrere Restaurants in ihren Regionen aufbauen. Langfristig peilt die Marke mindestens 100 Standorte in Deutschland an.

Sechs Partner sollen den Markt entwickeln

Für das Rheinland hat Taco Bell die Gebietsrechte an die Koblenzer Feel Better Holding vergeben. Geschäftsführer sind Peter Gries und Lars Krämer; ihr Gebiet reicht von Bonn bis Kleve. Den operativen Restaurantbetrieb übernimmt die Tochtergesellschaft Feel Better 1 Betriebs GmbH, wie der Branchendienst L’Express Franchise berichtet.

Lars Krämer begründet den Start in der Domstadt mit einem klaren Standortbekenntnis: "Köln passt unfassbar gut zu Taco Bell."

Die neue Struktur unterscheidet sich deutlich vom ersten Expansionsversuch. Statt die Verantwortung für Deutschland bei einem einzelnen Partner zu bündeln, verteilt Taco Bell die Entwicklung auf mehrere Regionen. Damit liegen Investitionen, Standortsuche und operativer Aufbau bei verschiedenen Partnern.

Für potenzielle Franchisepartner nennt Franchise Focus konkrete finanzielle Voraussetzungen. Demnach werden rund 400.000 Euro Gesamtinvestition und 150.000 Euro Eigenkapital vorausgesetzt. Hinzu kommen eine Eintrittsgebühr von 65.000 US-Dollar sowie laufende Gebühren von sechs Prozent des Umsatzes und fünf Prozent für Marketing. Die Angaben stammen von der Rekrutierungsberatung und sind keine bestätigten Konzernkonditionen.

Auch Bayern ist bereits vergeben

Für Bayern hat die Lehmann Hotel und Gaststätten Holding aus Ebersberg einen Gebietsentwicklungsvertrag mit Taco Bell abgeschlossen. Geschäftsführer Christian Lehmann plant zunächst zwei Restaurants in München: eines in den Riem Arcaden und eines im Neubaugebiet Freiham. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, sollen die Standorte im Herbst eröffnen.

Bei den beiden Restaurants soll es nicht bleiben. "Wir wollen uns kreisförmig um München herum ausbreiten", sagt Lehmann. Auch Standorte in der Münchner Innenstadt sind für Lehmann grundsätzlich interessant, wegen der hohen Mieten müssten dort jedoch die Rahmenbedingungen stimmen. Insgesamt plant das Unternehmen innerhalb von fünf Jahren 15 Taco-Bell-Restaurants in Bayern, darunter Standorte in München, Nürnberg und Passau.

Lehmann bringt bereits Franchise-Erfahrung mit. Seine Holding betreibt vier Standorte der koreanischen Fastfood-Kette Mmaah!, drei davon in München. Der Kontakt zu Taco Bell kam laut Lehmann über Franchise Focus zustande, die von Yum! Brands mit der Partnersuche für den deutschen Markteintritt beauftragt worden war.

Die Deutschland-Expansion ist Teil eines internationalen Wachstumskurses. Zum 30. Juni 2026 zählte die Taco Bell Division weltweit 9.046 Restaurants, drei Prozent mehr als im Vorjahr.

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