Benefizlauf
Wings for Life World Run: Neue Rekorde für die Rückenmarkforschung

| Redaktion 
| 12.05.2026

Ein lange im Vorfeld ausverkaufter Mega-Lauf in München, deutlich mehr Begleitevents und weltweite Erlöse, die an der zweistelligen Millionengrenze kratzen: Nie durfte sich der Wings for Life World Run über stärkeren Zuspruch aus Deutschland freuen. Allein hierzulande sind fast 60.000 gestandene Athleten, Prominente und andere Hobbysportler zugunsten der Rückenmarkforschung an den Start gegangen.

Nach dem weltweit beachteten Lauf-Event ist für Red Bull vor dem weltweit beachteten Lauf-Event – und manchmal überschneiden sie sich sogar: Während Arda Saatçi am Sonntagmittag sein Ziel in Los Angeles nach über 600 Kilometern erreichte, machten sich rund um den Erdball weitere Sportsfreunde zum Wings for Life World Run auf die Socken.

"Der Wings for Life World Run hat jedes Jahr einen festen Platz in meinem Laufkalender", versichert TV-Moderator Kai Pflaume, der beim deutschen Flagship Run in München an den Start gegangen ist.

"Das Besondere an diesem Lauf ist, dass es am Ende um den guten Zweck geht. Wir laufen für die, die nicht laufen können" – schließlich kommen die Erlöse aus den Antrittsgeldern der ausrichtenden Wings for Life Stiftung zugute, die von Red-Bull-Ikone Dietrich Mateschitz mitgegründet wurde und die Heilungsmöglichkeit von Querschnittslähmungen vorantreiben will.

Eindruck vom jüngsten Flagship Run in München (Bild: Wings for Life World Run / Marc Conzelmann)
Eindruck vom jüngsten Flagship Run in München (Bild: Wings for Life World Run / Marc Conzelmann)

"Alle Jahre wieder ist der Wings for Life World Run eines meiner absoluten Highlights im ganzen Jahr", bekräftigt auch die ehemalige Bahnradsportlerin Kristina Vogel, die als Botschafterin für die Veranstaltung fungiert. "Es geht um Menschenschicksale. Ich bekomme Mega-Gänsehaut, dass alle Menschen für mich und diesen Traum laufen, dass ich irgendwann wieder gehen kann."

Esther Pfeiffer verteidigt nationalen Spitzenplatz

14.000 Menschen nahmen am bereits seit letztem Jahr ausverkauften Hauptevent in der bayerischen Landeshauptstadt teil; mit der Rekordzahl von 85 begleitenden App Run Events in der ganzen Bundesrepublik liefen oder rollten insgesamt 59.100 Personen für den guten Zweck. Die weltweite Teilnehmerzahl beläuft sich auf 346.527 Personen aus 192 verschiedenen Nationen.

Nachdem sie im letzten Jahr mit 59,03 Kilometern den globalen Sieg unter den Frauen für Deutschland sichern konnte, hat sich Esther Pfeiffer (Düsseldorf Athletics) mit einer zurückgelegten Distanz von 60,33 Kilometern am Sonntag sogar noch einmal gesteigert – und doch musste sie sich im weltweiten Vergleich der Niederländerin Mikky Keteels geschlagen geben, die es sogar auf 62,24 Kilometer brachte. Der nationale Sieg war Pfeiffer dennoch sicher.

"Es ist immer wieder schön, hier zu laufen und gemeinsam mit so tollen Teammitgliedern etwas zurückzugeben", kommentiert Esther Pfeiffer. "Es ist ein richtig gutes Gefühl, die eigene Leidenschaft mit einer guten Sache zu verbinden."

Bei den Männern setzte sich Tim Schwippel von der MTV Soltau durch, der per App Run teilgenommen und 63,75 Kilometer zurückgelegt hat. Die Distanz zur Weltspitze ist hier ein beträchtliches Stück größer: Der Japaner Jo Fukuda lief imposante 78,95 Kilometer und verdiente sich den Triumph in der globalen Gesamtwertung damit zum dritten Mal in Folge.

Über neun Millionen Euro für die Rückenmarkforschung

"Die Stimmung hier in München ist unglaublich – man sieht überall nur grinsende Gesichter und merkt, wie viel Freude und Energie dieser Lauf auslöst", freut sich Extremläufer Florian Neuschwander über den Wings for Life World Run.

Neben ihm wurde die Veranstaltung von zahlreichen weiteren aus Sport und anderen Sparten bekannten Persönlichkeiten unterstützt: Die ersten Mannschaften des RB Leipzig versorgten die Teilnehmenden des dortigen App Runs an den Verpflegungsstationen, während Ex-Boxer Arthur Abraham und Vartan Bassil von den Flying Steps im armenischen Jerewan an den Start gingen oder Skirennlauf-Olympiamedaillengewinnerin Emma Aicher und Rekord-Freiwasserschwimmerin Nathalie Pohl das Catcher Car in München steuerten.

Auch abseits der Strecken konnte dabei ein neuer Rekord aufgestellt werden: Die 8,6 Millionen erlaufenen Euro aus dem letzten Jahr konnten mit einer weltweiten Summe von diesmal 9,2 Millionen Euro zugunsten der Rückenmarkforschung deutlich überboten werden.

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