Olympia Bewerbung
Abstimmung NRW: Zwei Drittel stimmen für Olympia-Kandidatur

| Redaktion 
| 20.04.2026

Nordrhein-Westfalen hat sich mehrheitlich für eine Olympia-Bewerbung ausgesprochen. Bei einer groß angelegten Abstimmung in 17 Städten votierten rund zwei Drittel der Teilnehmenden für das Projekt. Das Ergebnis stärkt die Position der Region im nationalen Auswahlprozess deutlich. Eine endgültige Entscheidung über Olympische Spiele in Deutschland steht jedoch weiterhin aus.

Die Olympia-Bewerbung aus Nordrhein-Westfalen erhält breiten Rückhalt aus der Bevölkerung. In mehreren Städten stimmten Bürger:innen über eine mögliche Teilnahme am Bewerbungsverfahren für Olympische und Paralympische Spiele ab – mit klarer Mehrheit zugunsten des Projekts.

Klare Mehrheit bei Abstimmung in NRW

In 17 Städten konnten Wahlberechtigte ihre Stimme zur Olympia-Bewerbung abgeben. Nach Angaben der Tagesschau unterstützten rund zwei Drittel der Teilnehmenden die Bewerbung. Besonders hohe Zustimmungswerte wurden unter anderem in Mönchengladbach mit 74,5 Prozent sowie in Düsseldorf mit 67,2 Prozent erreicht.

Auch in Köln, der zentralen Stadt der Bewerbung, votierten 57,4 Prozent für das Vorhaben. Eine Ausnahme bildet Herten: Zwar lag die Zustimmung dort bei über 70 Prozent, jedoch wurde das notwendige Beteiligungsquorum nicht erreicht. Die Stadt scheidet damit aus der weiteren Planung aus.

Hohe Beteiligung stärkt Projekt

Mehr als vier Millionen Menschen waren zur Abstimmung aufgerufen. Rund 1,4 Millionen nahmen teil. Die Landesregierung wertet dies als starkes Signal für die Olympia-Bewerbung.

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst sprach von einem "klaren Ja" der Bevölkerung. Das Ergebnis ermöglicht es der Region, im nationalen Auswahlverfahren weiter berücksichtigt zu werden. Eine finale Entscheidung über die Austragung der Olympischen Spiele ist damit jedoch noch nicht getroffen.

Debatte um Kosten bleibt

Neben Nordrhein-Westfalen verfolgen auch andere deutsche Städte eine Bewerbung für Olympische Spiele. Der Deutsche Olympische Sportbund plant, im September eine Entscheidung über den nationalen Kandidaten zu treffen. Eine endgültige Vergabe durch das Internationale Olympische Komitee wird frühestens ab 2027 erwartet.

Während Befürworter wirtschaftliche Impulse und Investitionen in Infrastruktur erwarten, verweisen Kritiker auf die finanziellen Risiken und die Erfahrungen vergangener Austragungen. In mehreren Städten scheiterten Olympiabewerbungen in der Vergangenheit an Bürgerabstimmungen, etwa in Hamburg im Jahr 2015.

Zugleich hat sich die Strategie international verändert: Neue Konzepte setzen verstärkt auf die Nutzung bestehender Infrastruktur, um Kosten zu begrenzen. Die Spiele in Paris 2024 gelten hier als Referenzmodell. Für die deutsche Bewerbung bleibt damit entscheidend, ob es gelingt, wirtschaftliche Tragfähigkeit und gesellschaftliche Akzeptanz gleichermaßen sicherzustellen.

Olympia-Bewerbung Deutschland

  • Bewerber: Berlin, Hamburg, NRW, München
  • Zeitraum: Olympische Spiele 2036, 2040 oder 2044
  • Nächster Schritt: Entscheidung des DOSB bis Herbst 2026
  • Verfahren: mehrstufiges Auswahlverfahren
  • Finale Vergabe: durch das IOC (frühestens ab 2027)
  • Politische Unterstützung: Bundesregierung befürwortet Bewerbung

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Olympia-Bewerbung Deutschland

  • Bewerber: Berlin, Hamburg, NRW, München
  • Zeitraum: Olympische Spiele 2036, 2040 oder 2044
  • Nächster Schritt: Entscheidung des DOSB bis Herbst 2026
  • Verfahren: mehrstufiges Auswahlverfahren
  • Finale Vergabe: durch das IOC (frühestens ab 2027)
  • Politische Unterstützung: Bundesregierung befürwortet Bewerbung

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