49 Milliarden Euro Verlust
Wie der Fachkräftemangel Deutschlands Wirtschaft bremst

| Redaktion 
| 12.05.2024

Trotz Rekordbeschäftigung mit 45,9 Millionen Arbeitnehmern im letzten Jahr stehen deutsche Unternehmen vor einem gravierenden Problem: Überall im Land fehlen Fachkräfte.

Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) offenbart, dass Werkstätten ohne Mechaniker, Baustellen ohne Elektriker und Altenheime ohne Pfleger den Unternehmen in diesem Jahr theoretisch 49 Milliarden Euro mehr Einnahmen ermöglichen könnten, wenn alle Stellen besetzt wären. Im Jahr 2023 blieben 570.000 Stellen unbesetzt, was nicht nur zu einem enormen Produktionsausfall, sondern auch zu einem ungenutzten wirtschaftlichen Potenzial führt.

Zukunftsaussichten und steigende Kosten

Mit dem bevorstehenden Ruhestand der Babyboomer-Generation wird die Lücke an Fachkräften voraussichtlich weiter wachsen. Die IW-Studie prognostiziert, dass der durch den Fachkräftemangel verursachte Produktionsausfall im Jahr 2027 auf 74 Milliarden Euro ansteigen könnte. Dies unterstreicht die Dringlichkeit, effektive Lösungen zu finden, um die Lücke zu schließen und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zu erhalten.

Strategien gegen den Mangel

Eine zentrale Maßnahme ist die Anwerbung qualifizierter Zuwanderer durch die neue Anerkennungspartnerschaft, die im überarbeiteten Fachkräfteeinwanderungsgesetz verankert ist. Dies soll die Integration ausländischer Fachkräfte in den deutschen Arbeitsmarkt beschleunigen. Alexander Burstedde, Ökonom für Fachkräftesicherung, unterstreicht zudem die Bedeutung des längeren Verbleibs älterer Mitarbeiter im Arbeitsprozess: "Unternehmen sollten attraktive Angebote schaffen, um die Erfahrung und Expertise älterer Arbeitnehmer länger nutzen zu können."

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