Galeria Karstadt Kaufhof: Zwei Geschäftsführer müssen gehen

Es könne unter den aktuellen Bedinungen kein einfaches "Weiter so" geben, sagt CEO Miguel Müllenbach.

Die angeschlagene Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof ordnet ihre Führungsriege neu: Wie das Unternehmen am Mittwoch bekanntgegeben hat, wird die Geschäftsführung von fünf auf drei Mitglieder reduziert. Ihren Hut nehmen müssen Einkaufschefin Karin Busnel-Knappertsbusch sowie Personal- bzw. Operations-Chef Dirk Lessing.

"Ich bedanke mich ausdrücklich bei Karin Busnel und Dirk Lessing für ihre Arbeit als Einkaufschefin und Personal- bzw. Operations-Chef, in die sie unter den schwierigen Bedingungen während der Pandemie ihr großes Engagement und ihre umfangreiche auch internationale Erfahrung eingebracht haben“, so Galeria-CEO Miguel Müllenbach. Da Pandemie, Energiekrise und Ukraine-Krieg aber für dauerhaft veränderte Marktbedingungen und Käuferverhalten gesorgt haben, könne es kein "einfaches 'Weiter so' oder eine bloße 'Feinjustierung' geben, um Galeria nachhaltig zukunftsfähig zu machen", ist der CEO überzeugt.

Mehr Input von Mitarbeitenden

In der künftigen Neuaufstellung verantwortet Müllenbach in direkter Zusammenarbeit mit den Brancheneinkäufern zusätzlich zu seinem Ressort auch den Einkauf. Finanzchef Guido Mager wird zusätzlich zu seinem Ressort auch den Personalbereich führen. Der frühere Kaufhof-Chef Olivier van den Bossche bleibt Vertriebschef. Mit dieser neuen Dreier-Geschäftsführung sollen in den kommenden Wochen die strategischen Weichen zur inhaltlichen Neuausrichtung des Unternehmens gestellt werden.

"Unsere Ware ist das A und O! Die vielen Hinweise der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter auch viele, die sich in den letzten Wochen unmittelbar an mich gewandt haben, sind angekommen. Die richtige Ware zum richtigen Zeitpunkt an der richtigen Stelle zu haben, ist alternativlos. Ich werde trotz eines schwierigen Beschaffungsmarktes kompromisslos daran arbeiten, dass wir darin endlich besser werden", verspricht Müllenbach. "Insbesondere die Impulse der Kolleginnen und Kollegen von der Fläche mit ihrer jahrelangen lokalen Erfahrung werden erheblich mehr Gehör finden und uns zusammen mit der Expertise unseres Categorie Managements und dem Lieferanten-Know how des strategischen Einkaufs um Peter Schmiddem in dieser Bündelung einen echten Wettbewerbsvorteil verschaffen."

www.galeria.de

Karl.-H. Ritsche
Ich freue mich, dass die Geschäftsführung der GKK nun endlich schon entschieden hat.

Aus meiner Sicht muss es schneller möglich sein, auf Basis von State-of-the-Art-IT, wie z.B. geeignete Executive Information Management-Systemen, qualifizierte Führungsentscheidungen zu treffen.

Geschäftsführer, die "Change" blockieren, sind häufig der Grund dafür.

So werden sehr viele gute Mitarbeitervorschläge schon im Ansatz als ungeeignet abgetan.

Millionenteure Europrojekte, die eine Problemlösung beinhalten, werden verzögert, abgebrochen oder gar nicht erst initiiert.

Es muss die Geschäftsleitung die erforderliche Unternehmenskultur vorgeben und daran mitarbeiten.

Go change, go !

Kommentar schreiben

* Pflichtfelder.

leadersnet.TV