"hart aber fair": Frank Plasberg sagt nach 22 Jahren Tschüss

Der Moderator übergab am Montagabend an seinen Nachfolger Louis Klamroth.

Mit einer lebhaften Diskussionsrunde zur WM in Katar im Anschluss an die Dokumentation "Thomas Hitzlsperger: Katar – warum nur?" hat sich Frank Plasberg am Montagabend nach 22 Jahren von seiner Talkshow verabschiedet. Knapp 3,6 Millionen Zuschauer:innen, das entspricht einem Marktanteil von 13,9 Prozent, sahen den letzten Auftritt des Moderators. Sieben Jahre lief "hart aber fair" zunächst im WDR-Fernsehen, bevor die Sendung im Oktober 2007 ins Erste wechselte. "Wenn Politik auf Wirklichkeit trifft" lautete dabei von Anfang an das Motto, dem der Moderator in seiner Talksendung über zwei Jahrzehnte treu geblieben ist.

Bei seinem letzten Auftritt vor der Kamera führte Plasberg auch gleich seinen Nachfolger ein: Louis Klamroth. Klamroth enterte das Studio am Ende der Sendung mit dem Satz "Frank, du musst jetzt mal ein bisschen Kontrolle abgeben", um ihn dann gleich darum zu bitten, "einen Schritt zur Seite" zu gehen, um mit einem Drücker auf das berühmte Pad den Abschiedsfilm mit Szenen aus über 20 Jahren Plasberg bei "hart aber fair" abzuspielen. Die Sendung geht jetzt in eine verlängerte Weihnachtspause und meldet sich dann ab 9. Januar mit Louis Klamroth am Moderatorenpult zurück. Die Sendezeit wird wie gewohnt montags um 21 Uhr sein.

Louis Klamroth mit dem Deutschen Fernsehpreis 2018
Louis Klamroth mit dem Deutschen Fernsehpreis 2018. © Superbass/CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)

"Das war eine fulminante Ausgabe von 'hart aber fair'. Frank Plasberg hat bei seinem letzten Auftritt als Moderator noch einmal alle seine Stärken ausspielen können. Sein souverän-pointierter und zugleich konsequent-insistierender Moderationsstil wird unvergesslich bleiben. Immer angetreten, empathisch, schlagfertig und angriffslustig – kaum vorstellbar, dass das die letzte Ausgabe mit ihm war", so ARD-Programmdirektorin Christine Strobl. "Lieber Frank Plasberg, jeder Abschied schmerzt auch ein bisschen, aber die Freude über Ihre unglaubliche Leistung bleibt. 22 Jahre eine Sendung mehr als 740 Mal zu moderieren, ist und bleibt mehr als außergewöhnlich; sich dabei immer inhaltlich weiter zu entwickeln, ist mehr als beeindruckend. Danke, lieber Frank Plasberg."

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