Salzburger Festspiele 2026
Schauspieler Philipp Hochmair über "Jedermann", Nähe und Aufregung

Die Salzburger Festspiele 2026 laufen auf Hochtouren. Im Mittelpunkt des Schauspielprogramms steht erneut Philipp Hochmair als "Jedermann". Im LEADERSNET-TV-Interview mit Paul Leitenmüller im Umfeld des Salzburg Summit und eines Business-Breakfasts von Crif Austria und Opinion Leaders Network spricht der Schauspieler über seine besondere Beziehung zur Rolle, die Nähe zum Publikum und die Aufregung um eine kurze Nacktszene.

Der "Jedermann" gehört seit Jahrzehnten zu den bekanntesten Produktionen der Salzburger Festspiele. Hochmair interpretiert die Titelrolle dabei nicht nur auf der Bühne. Während der Festspielzeit verschwimmen für ihn nach eigener Aussage teilweise die Grenzen zwischen dem Schauspieler und der Figur.

Philipp Hochmair lebt den "Jedermann"

Im Gespräch im Hotel "Sacher" beschreibt Hochmair, wie intensiv ihn die Rolle durch den Festspielsommer begleitet. Er wolle die Aufgabe so annehmen, dass zwischen seiner Person und dem "Jedermann" möglichst wenige Grenzen bestehen.

Das bedeutet jedoch nicht, dass der Schauspieler auch abseits des Domplatzes im Kostüm oder in Versen auftritt. Vielmehr versteht er seine Präsenz in Salzburg als Teil seiner Aufgabe. Hochmair sucht bewusst den Kontakt zu den Menschen und lässt sich auch auf der Straße ansprechen.

Diese Offenheit hat für ihn einen konkreten Hintergrund. Der Schauspieler möchte Berührungsängste gegenüber Kultur und Theater abbauen. Wer einen persönlichen Bezug zu den Darsteller entwickelt, entscheidet sich möglicherweise eher für einen Theaterbesuch.

Hochmair spricht im Interview auch darüber, weshalb er die traditionelle Distanz zwischen bekannten Schauspieler und dem Publikum kritisch sieht. Künstler seien früher häufig als unnahbare Persönlichkeiten wahrgenommen worden. Diese Trennung wolle er nicht fortsetzen.

Dass die ständige Aufmerksamkeit auch anstrengend sein kann, bestreitet er nicht. Gleichzeitig bekomme er viel positives Feedback zurück. Für Hochmair überwiegt daher der Wert der direkten Begegnung.

Neue Wege für das Theater

Neben seinen Auftritten auf dem Domplatz widmet sich Philipp Hochmair während der Festspielzeit weiteren künstlerischen Projekten. Im LEADERSNET-TV-Interview spricht er darüber, warum ihn ungewöhnliche Spielorte reizen und welche Möglichkeiten sich daraus für seine Arbeit ergeben.

Dabei geht es auch um die Frage, wie Theater heute neue Zugänge schaffen und Menschen außerhalb klassischer Bühnenräume erreichen kann. Welche Erfahrungen Hochmair mit experimentellen Formaten gemacht hat und was ihn an diesen Projekten besonders interessiert, erzählt er im vollständigen Video.

Debatte um den Nacktauftritt

Für große mediale Aufmerksamkeit sorgte in diesem Festspielsommer ein kurzer Nacktauftritt des "Jedermann". Die Szene wurde breit diskutiert und entwickelte sich rasch zu einem der meistbeachteten Themen rund um die Produktion.

Im Gespräch mit Paul Leitenmüller erklärt Hochmair, wie er die öffentliche Debatte wahrgenommen hat und welche Bedeutung die Szene innerhalb der Inszenierung besitzt. Warum er die Reaktionen teilweise anders bewertet als viele Schlagzeilen vermuten lassen, ist im vollständigen LEADERSNET-TV-Interview zu sehen.

"Jedermann" läuft noch bis Ende August

Die Jedermann-Inszenierung von Robert Carsen ist 2026 in ihrer dritten Saison zu sehen. Philipp Hochmair spielt erneut die Titelrolle, Roxane Duran übernimmt die Rolle der Buhlschaft.

Die Aufführungen auf dem Salzburger Domplatz laufen noch bis 25. August 2026. Bei ungünstiger Witterung wird im Großen Festspielhaus gespielt. Insgesamt sind für diese Saison 15 Vorstellungen angesetzt.

Das Stück von Hugo von Hofmannsthal erzählt vom Sterben eines reichen Mannes, der sich lange auf Besitz und gesellschaftlichen Status verlässt. Erst als der Tod vor ihm steht, erkennt er, dass ihn weder Geld noch Freunde auf seinem letzten Weg begleiten.

Die zentralen Themen des Werkes – Verantwortung, Vergänglichkeit und gesellschaftlicher Zusammenhalt – bleiben damit aktuell. Auch Hochmair schlägt im Interview den Bogen zur Gegenwart und spricht über seinen Blick auf die gesellschaftliche Entwicklung.

Dabei verbindet er grundsätzlichen Optimismus mit deutlicher Sorge. Die Zukunft verlange aus seiner Sicht nicht nur Zuversicht, sondern auch Vorsicht und gemeinsames Handeln.

Das vollständige Gespräch mit Philipp Hochmair und Paul Leitenmüller ist im aktuellen LEADERSNET-TV-Clip zu sehen.

Die Nachfrage nach dem Jedermann ist auch in diesem Jahr enorm. Offiziell sind sämtliche Vorstellungen ausverkauft. Über den Kommissions-Wiederverkauf der Salzburger Festspiele können jedoch kurzfristig wieder Karten verfügbar werden.

Alle Fotos von der "Jedermann"-Premiere finden Sie bei unseren Kollegen von LEADERSNET.at.

Sollten Sie das Video nicht abspielen können, klicken Sie bitte hier!

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