Die Höhle der Löwen
Staffelfinale mit Anirius, paddy, Sun Matters, frischluft und Festávolo

| Redaktion 
| 06.04.2026

Das Finale der 19. Staffel von "Die Höhle der Löwen" gestaltet sich gewohnt vielfältig: Fünf Startups präsentieren Lösungen, die von KI im Schulalltag über Alltagsgadgets bis hin zu Beauty- und Outdoor-Produkten reichen. Dabei geht es nicht allein um kreative Ideen, sondern auch um Fragen der Skalierung, des Markenaufbaus und des eigentlichen Marktpotenzials.

Wer früher anfängt, kann früher wieder gehen: Nachdem die 19. Staffel der populären Gründershow "Die Höhle der Löwen" diesmal bereits im Februar angelaufen ist, steht deren achte und letzte Episode für Montag, 13. April zur gewohnten Sendezeit um 20:15 auf Vox im Terminkalender. Wer RTL+ abonniert, darf eine Woche früher (und damit ab sofort) einschalten.

Die Jury setzt sich aus bewährten Fachkräften zusammen: Dagmar Wöhrl, Judith Williams, Ralf Dümmel, Carsten Maschmeyer, Frank Thelen und Janna Ensthaler bewerten die Pitches ambitionierter Unternehmer – und nachdem uns die Letztgenannte im März Rede und Antwort stand, können wir endlich alle aktuellen Löwen mit Leadersnet-Interviews verlinken. Moderator Amiaz Habtu nicht zu vergessen!

Die fünf Pitches im Finale

Doch zum Finale. Einmal mehr stehen fünf Startups im Mittelpunkt, die sich tatkräftige Unterstützung von mindestens einem der anwesenden Löwen erhoffen. Dabei handelt es sich diesmal um:

  • paddy

    Matty Frommann, Lukas Portmann und Tobias Schröder aus Bielefeld bemängeln, dass ein "Großteil der Arbeitszeit von Lehrerinnen und Lehrern inzwischen auf Aufgaben außerhalb des Klassenzimmers" entfällt.

    Also haben sie einen KI-Agenten entwickelt, der den gesamten Unterrichtsworkflow unterstützt – von Planung über Durchführung bis zur Auswertung. Die Gründer haben bereits über 500 Schulen im Bereich Digitalisierung begleitet und wollen KI strukturell in den Schulalltag integrieren. Außerdem: Stolze 350.000 Euro für zehn Prozent an paddy.

  • Anirius

    Anil Kücük und Marius Müller aus Laupheim hoffen auf 80.000 Euro für 25 Prozent an Anirius. Ihr Produkt ist ein doppelseitiges Messer, das Schneide- und Streichfähigkeit kombiniert: Eine grobe Seite für knusprige Brötchen, eine feine für Aufstriche. Dadurch soll ein alltäglicher Vorgang noch effizienter werden. 

    Nach rund drei Jahren Entwicklung existiert ein marktreifes Edelstahlprodukt. Bislang etwa 1300 verkaufte Sets und 40.000 Euro Umsatz bestätigen die Nachfrage, doch es fehlt an Erfahrung im Vertrieb und Markenaufbau für die Skalierung.

  • Sun Matters

    Der Sommer steht an, womit die Entwicklung von Stella Hinderer und Karla Emcke aus Berlin bald Hochsaison hat: Die beiden zeichnen für eine Sonnencreme mit besonders leichter Textur und mikrobiomfreundlicher Formel verantwortlich, die die Hautbarriere unterstützt.

    Ziel ist es, Sonnenschutz als festen Bestandteil der täglichen Hautpflege zu etablieren. Der Fokus liegt auf Markenaufbau und Positionierung im Beauty-Segment, wobei sich das Duo über eine 100.000 Euro schwere Beteiligung (gegen 20 Prozent Firmenanteile) freuen würden.

  • Festávolo

    Nicht weniger als eine halbe Million Euro möchte Nils Dethloff aus Heide für 15 Prozent an Festávolo haben. Dort steht ein Design-Grilltisch mit integrierter Grilleinheit im Fokus, bei dem alle Gäste direkt am Platz grillen können.

    Das Produkt kombiniert Grill, Kochfläche und Ofen so zu einem sozialen Erlebnismöbel für gemeinsames Kochen im Freien – ein Umstand, den die Löwen zum Abschluss der 19. Staffel für eine gesellige Kostprobe nutzen. Nach erheblichen Eigeninvestitionen soll nun die Markteinführung und Skalierung eines erklärungsbedürftigen Premiumprodukts vorangetrieben werden.

  • frischluft Fensterbrett

    Benedikt Hartmann und Lukas Benkhoff aus Garching bei München präsentieren den Löwen eine mobile Fensterbank, die sich beim Öffnen des Fensters mitbewegt und das Abräumen auf diese Weise überflüssig macht.

    Die einfache Alltagslösung wurde zum viralen Erfolg und erzielte ohne aufwändiges Marketing bereits 160.000 Euro Umsatz in nur sechs Monaten. Nun peilt frischluft Fensterbrett die weitere Skalierung des pragmatischen, Problemlösers an, wozu sie einem Investor gegen 170.000 Euro zehn Prozent an ihrem Unternehmen überlassen würden.

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