ADAC-Studie
Mund auf beim Autokauf: Mit Nachfragen zu vierstelligen Rabatten

| Redaktion 
| 06.04.2026

Laut ADAC liegt selbst der Durchschnittspreis für einen neuen Kleinwagen inzwischen bei über 25.000 Euro. Allerdings hat der Automobilclub mithilfe einer Testkäufer-Studie festgestellt, dass auf den Listenpreis kein großer Verlass ist – im besten Sinne: In fast allen Fällen konnten durch bloßes Interesse und engagiertes Nachfragen vierstellige Rabatte herausgeschlagen werden.

Eine Mitgliedschaft beim Allgemeinen Deutschen Automobil-Club e.V könnte künftig ein gutes Stück teurer ausfallen. Glücklicherweise gibt der ADAC hilfreiche Infos für Verbraucher weiterhin kostenfrei heraus: Eine aktuelle Testverkäufer-Studie soll veranschaulichen, wie sehr (und wo genau) sich eine Rabatt-Nachfrage in Deutschland tatsächlich lohnt.

Zu diesem Zweck haben die Verantwortlichen zunächst 14 Fahrzeuge vorkonfiguriert. Darunter waren neben den sieben Verbrennern…

  • Dacia Duster 23.780 Euro (Listenpreis mit Extras)
  • Mercedes C220d T-Modell 71.471 Euro
  • MG ZS+ Hybrid 26.640 Euro
  • Peugeot 3008 45.756 Euro
  • Renault Clio 22.350 Euro
  • Toyota Corolla Touring Sports 40.427 Euro
  • VW Golf Variant 45.325 Euro

…auch diese sieben E-Wagen:

  • BYD ATTO 2 37.490 Euro
  • Fiat Grande Panda 29.740 Euro
  • Hyundai INSTER 29.800 Euro
  • Leapmotor T03 18.900 Euro
  • Skoda Elroq 49.550 Euro
  • BMW iX1 62.420 Euro
  • Opel Corsa-e 33.545 Euro

Mit dem Angebot aus dem Online-Konfigurator haben die Testkäufer schließlich versucht, um Rabatte zu feilschen. Für jedes der 14 Modelle wurden dabei acht Verkaufsgespräche, verteilt über das Bundesgebiet, geführt.

Die ersten Nachlässe wurden ihnen jedoch schon vorher in Aussicht gestellt: Schon bei der Konfiguration des Angebots wies Mercedes-Benz demnach einen "nicht näher definierten Nachlass von gut 5.000 Euro aus", während BYD mit einem Rabatt von stolzen 15.000 Euro geworben habe – 6000 davon waren allerdings "auf die maximale Förderung für Elektroautos ausgeschrieben waren, die in der Praxis nicht jeder Käufer bekommt", wie es seitens des ADAC heißt.

Erster Preisnachlass wird meist proaktiv gewährt

Insgesamt dürfen sich Menschen mit Autowunsch nahezu sicher sein, dass sie am Ende nicht den offiziellen Listenpreis berappen müssen, schließlich haben die Testkäufer in 90 Prozent der Fälle irgendeine Form von Rabatt erhalten.

Für den ersten Nachlass scheint die bloße Präsenz im Autohaus oft schon auszureichen – bei mehr als 75 Prozent der Tests wurde die Vergünstigung nämlich proaktiv angeboten; zwölf Prozent gaben ihn auf Nachfrage.

Allerdings unterstreicht der Automobilclub, dass sich das Dranbleiben auch danach wortwörtlich bezahlt machen kann: Immerhin 13 Prozent haben versucht, den Abschluss durch einen weiteren Preisnachlass zu realisieren. Eine dritte Rabattrunde haben schließlich nur noch sechs Prozent mitgemacht, ohne dabei allzu weit vom vorherigen Angebot abzuweichen.Grafik: ADACLetztlich hängt die Höhe der gewährten Ermäßigungen naturgemäß stark von Hersteller und Fahrzeugtyp ab. Beim 62.420 Euro teuren BMW iX1 konnten die Testkäufer so zum Beispiel über 11.700 Euro herausschlagen, während beim mit 18.900 Euro deutlich günstigeren Leapmotor T03 lediglich 243 Euro eingespart wurden.

"Die Testergebnisse zeigen, dass es sich für Autokäufer lohnt, die Verkäufer nach einem Rabatt zu fragen. In vielen Fällen lassen sich damit sogar mehrere tausend Euro im Vergleich zum Listenpreis sparen", schlussfolgern die Verantwortlichen beim ADAC.

Abschließend empfehlen die Experten, auf der Suche nach einem bestimmten fahrbaren Untersatz unterschiedliche Händler derselben Marke aufzusuchen – so betrug die Differenz zwischen dem größten und kleinsten erreichten Rabatt immerhin 21 Prozent.

Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel: Mercedes-Benz-Händler etwa gewähren ausschließlich den vom Hersteller vorgegebenen Preisnachlass.

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