Deutscher Oscar Erfolg
Oscars 2026: Zwei Preise für ZDF und ARTE Koproduktionen

| Redaktion 
| 16.03.2026

Großer Erfolg für europäische Filmproduktionen mit deutscher Beteiligung: Bei den Oscars 2026 wurden gleich zwei Koproduktionen von ZDF und ARTE ausgezeichnet. Das Drama "Sentimental Value" gewann den Academy Award als bester internationaler Film, während "Ein Nobody gegen Putin" als bester Dokumentarfilm geehrt wurde. Die Auszeichnungen zeigen, welche Rolle europäische Koproduktionsmodelle inzwischen im internationalen Filmgeschäft spielen.

Die 98. Verleihung der Academy Awards in Los Angeles brachte nicht nur Hollywood-Stars ins Rampenlicht. Auch europäische Filmprojekte mit deutscher Beteiligung konnten sich durchsetzen. Gleich zwei Produktionen aus dem Umfeld von ZDF und ARTE wurden mit einem Oscar ausgezeichnet.

Sentimental Value gewinnt Oscar für internationalen Film

Das Drama "Sentimental Value" von Regisseur Joachim Trier erhielt den Oscar in der Kategorie "Bester internationaler Film". Die Produktion aus Norwegen, Schweden, Dänemark, Frankreich und Deutschland war zuvor in insgesamt acht Kategorien nominiert.

Im Zentrum der Handlung stehen zwei Schwestern, die nach dem Tod ihrer Mutter das Elternhaus auflösen. Ihr entfremdeter Vater, ein Filmregisseur, kehrt zurück und plant ein autobiografisches Filmprojekt über seine Vergangenheit. Seine Tochter Nora, inzwischen erfolgreiche Schauspielerin, soll darin die Hauptrolle übernehmen – lehnt jedoch ab, ihn erneut in ihr Leben zu lassen.

Die Hauptrollen übernehmen Renate Reinsve, Stellan Skarsgård und Elle Fanning. Produziert wurde der Film unter anderem von der deutschen Produktionsfirma Komplizen Film in Zusammenarbeit mit internationalen Partnern sowie ARTE France und ZDF/ARTE.

Ein Nobody gegen Putin gewinnt als bester Dokumentarfilm

Der Dokumentarfilm "Ein Nobody gegen Putin" erhielt den Oscar als bester Dokumentarfilm. Regie führten David Borenstein und Pawel Talankin.

Der Film begleitet Talankin, der als Lehrer in der russischen Industriestadt Karabasch arbeitet. Nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine wird er beauftragt, patriotische Schulveranstaltungen zu organisieren und zu dokumentieren. Während er diesen Auftrag erfüllt, wachsen seine Zweifel an der staatlichen Propaganda.

Die Produktion entstand als internationale Koproduktion des dänischen Rundfunks DR, der BBC sowie ZDF/ARTE.

Europäische Kooperationen gewinnen an Bedeutung

Nach Angaben des ZDF unterstreichen die Auszeichnungen die Bedeutung internationaler Kooperationen im europäischen Kino. Insgesamt waren drei ZDF/ARTE-Koproduktionen mit zwölf Nominierungen im Rennen um die diesjährigen Academy Awards.

Neben den beiden prämierten Filmen gehörte auch das Roadmovie "Sirāt" von Regisseur Óliver Laxe zu den nominierten Produktionen. 

Die Oscar-Verleihung sorgte in diesem Jahr auch wegen prominenter Abwesenheit für Aufmerksamkeit. Schauspieler Sean Penn erhielt seinen dritten Academy Award, erschien jedoch nicht persönlich zur Preisverleihung. Mehr dazu im aktuellen LEADERSNET-Artikel zu den Oscars.

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