Social Media Faktencheck
KI Inhalte und Fake News: NDR und tagesschau starten neues YouTube Format "Rabbit Hole"

| Redaktion 
| 09.03.2026

Desinformation, manipulierte Bilder und KI-generierte Videos verbreiten sich rasant über soziale Netzwerke. Für Nutzer:innen wird es dadurch immer schwieriger, verlässliche Informationen von Fake News zu unterscheiden. Mit dem neuen YouTube-Format "Rabbit Hole“ wollen NDR und tagesschau zeigen, wie journalistische Faktenchecks funktionieren – und den Rechercheprozess hinter der Überprüfung viraler Inhalte transparent machen.

Immer mehr Menschen informieren sich über Plattformen wie YouTube, TikTok oder Instagram. Gleichzeitig wächst dort die Menge an irreführenden oder bewusst manipulierten Inhalten. Nachrichtenredaktionen reagieren darauf mit neuen Formaten, die erklären sollen, wie Journalisten Desinformation überprüfen und einordnen. Genau hier setzt das neue Videoformat "Rabbit Hole“ an.

Neues Format zeigt wie Faktencheck Recherche funktioniert

Die erste Folge von "Rabbit Hole“ erscheint am 9. März um 16 Uhr in der ARD-Mediathek sowie auf dem YouTube-Kanal der tagesschau. Künftig sollen rund drei Episoden pro Monat veröffentlicht werden. Einzelne Beiträge werden zudem auf dem TikTok-Kanal der Redaktion ausgespielt.

Im Zentrum steht nicht nur das Ergebnis eines Faktenchecks, sondern der gesamte Rechercheprozess. Die Hosts Chiara Battaglia, Ciara Cesaro-Tadic und Johannes Runge nehmen die Zuschauer:innen mit in die Recherche und zeigen Schritt für Schritt, wie virale Inhalte analysiert werden.

Sara Maria Manzo, Leiterin der neuen Unit Digitales Video und Co-Leiterin des Innovationslabors von ARD-aktuell, sagt:
"Für unter 35-Jährige ist Social Media einer der wichtigsten Orte, um sich zu informieren. Dabei begegnen sie leider auch oft Falschbehauptungen. Deshalb sieht die tagesschau es als ihre Aufgabe, Herkunft, Kontext und Wahrheitsgehalt jeder Information nicht nur zu prüfen, sondern den Prozess dahinter auch transparent zu machen.“

NDR Verifikationsteam prüft KI Inhalte und virale Videos

Produziert wird das Format gemeinsam mit dem Faktencheck- und Verifikationsteam des NDR. Die Einheit wurde im August des vergangenen Jahres gegründet und beschäftigt sich mit der Analyse digitaler Desinformation.

Die Journalist:innen prüfen dabei unter anderem, woher Bilder und Videos stammen, ob Inhalte manipuliert wurden und wie sich virale Behauptungen im Netz verbreiten. Dafür kommen verschiedene digitale Werkzeuge zum Einsatz, etwa Bildrückwärtssuchen, Metadatenanalysen oder Quellenrecherchen.

Sven Lohmann, Leiter des NDR-Verifikationsteams, erklärt:
"Desinformation im Netz wird immer professioneller gemacht. Da reicht es nicht mehr aus, Behauptungen nur zu widerlegen.“

Erste Folge analysiert KI Trend mit sprechendem Gemüse

Die erste Episode widmet sich einem Social-Media-Trend rund um KI-generierte Videos mit "sprechendem Gemüse“. Die scheinbar harmlosen Clips verbreiten laut Redaktion häufig fragwürdige Gesundheitstipps oder werden genutzt, um kostenpflichtige Abnehmprogramme zu bewerben.

Das Format zeigt, wie solche Inhalte entstehen, warum sie viral gehen und welche Mechanismen hinter ihrer Monetarisierung stehen. Gleichzeitig sollen Zuschauer:innen lernen, manipulative Inhalte in ihrem eigenen Social-Media-Feed schneller zu erkennen.

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