Deutscher Kita-Preis
Wo befindet sich die Kita des Jahres?

| Redaktion 
| 20.01.2026

Welche Einrichtungen setzen bundesweit Maßstäbe in der frühkindlichen Bildung? Der Deutsche Kita-Preis sucht auch 2026 nach Kitas und lokalen Bündnissen, die mit Qualität, Konzepten und Engagement überzeugen. Dotiert ist die unter anderem vom Bundesbildungsministerium vergebene Auszeichnung mit einer insgesamt sechsstelligen Summe.

Kindertagesstätten, kurz Kitas, bilden einen zentralen Baustein der frühkindlichen Betreuung in Deutschland, indem sie Kinder vom Säuglings- bis zum Vorschulalter aufnehmen und Familien in der Erziehungs-, Betreuungs- und Bildungsaufgabe unter die Arme greifen.

Aktuellen Daten des Statistischen Bundesamts zufolge gibt es bundesweit rund 61.000 Kitas, in denen etwa 3,9 Millionen Kinder betreut werden, wobei die Betreuungsquoten vor allem im Alter von drei bis sechs Jahren hoch (95 Prozent) sind.

Für viele erwerbstätige Eltern sind Kitas elementar, weil sie verlässliche Ganztagsbetreuung ermöglichen und so die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Ausbildung sichern. Zudem tragen sie zur sozialen Teilhabe und frühen Förderung der Kinder bei – ein Faktor, der sowohl für Familien als auch für den Arbeitsmarkt zunehmend an Bedeutung gewinnt.

"Viel Wertschätzung und Zuspruch für unsere Arbeit"

Entsprechend relevant ist für viele Menschen, wo sich die derzeit besten Kitas der gesamten Bundesrepublik befinden. Näheren Aufschluss stellt der Deutsche Kita-Preis in Aussicht, der auf eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung zurückgeht.

Der Preis soll "Impulse für Qualität in der frühkindlichen Bildung" setzen und "würdigt das Engagement der Menschen, die tagtäglich in Kitas und lokalen Bündnissen zeigen, wie gute Qualität vor Ort gelingt", wie es von offizieller Seite heißt.

Pressemotiv zum Deutschen Kita-Preis 2026 (Bild: DKJS / Jakob Erlenmeyer und Nikolaus Götz)
Pressemotiv zum Deutschen Kita-Preis 2026 (Bild: DKJS / Jakob Erlenmeyer und Nikolaus Götz)

Andrea Braun, Leiterin der Kita St. Nikolaus aus Kirchen, gehörte vergangenes Jahr zu den Gewinnern und blickt zurück:

"Die Teilnahme am Deutschen Kita-Preis hat uns einen intensiven internen Reflexionsprozess gebracht. Wir haben uns ausgetauscht, hinterfragt und weiterentwickelt. Darüber hinaus haben wir viel Wertschätzung und Zuspruch für unsere Arbeit erfahren und das hat sehr gutgetan."

Hauptpreise mit 25.000 Euro dotiert

Am Dienstag ist die Bewerbungsphase für den Deutschen Kita-Preis 2026 gestartet, die bis zum Freitag, 20. März läuft. Vergeben wird die Auszeichnung in den Kategorien "Kita des Jahres" und "Lokales Bündnis für frühe Bildung des Jahres", sodass an der Teilnahme interessierte Einrichtungen "Fragen zu Motivation, Arbeit und Besonderheiten der Einrichtung oder des Bündnisses" ab sofort online beantworten dürfen.

Alternativ haben Familienmitglieder und Engagierte die Möglichkeit, ihrer Ansicht nach geeignete Kitas oder Initiativen ebenfalls online für den Deutschen Kita-Preis vorzuschlagen. Die Empfohlenen werden im Anschluss von den Verantwortlichen kontaktiert und zur Teilnahme eingeladen.

Zusätzlich zu den beiden genannten Awards werden auch der vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) mit 4000 Euro geförderte Zusatzpreis "Attraktivität der Arbeit" sowie der "ELTERN"-Sonderpreis vergeben. Letzterer ist ein Publikumspreis mit Bücherpaketen für Kinder im Kita-Alter.

Pressemotiv zum Deutschen Kita-Preis 2026 (Bild: DKJS / Jakob Erlenmeyer und Nikolaus Götz)
Pressemotiv zum Deutschen Kita-Preis 2026 (Bild: DKJS / Jakob Erlenmeyer und Nikolaus Götz)

Wer sich bei der feierlichen Verleihung Ende November in Berlin über eine Auszeichnung freut, entscheidet ab dem Frühling eine Fachjury mit Vertretern aus Wissenschaft, Praxis und Wirtschaft.

In ihre Bewertung fließen unter anderem "herausragende Qualität in der frühen Bildung, die Mitwirkungsmöglichkeiten von Kindern und Eltern sowie die Zusammenarbeit mit Akteurinnen und Akteuren vor Ort" ein.

Für die besten Kitas des Landes bleibt es im Übrigen nicht bei immaterieller Wertschätzung: Die Sieger in beiden Hauptkategorien erhalten jeweils 25.000 Euro, die Zweitplatzierten 15.000 Euro und die Dritten 10.000 Euro. Darüber hinaus gehen alle weiteren Finalisten mit einer Anerkennungsprämie von 1000 Euro nachhause.

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