Shopfully / YouGov-Umfrage
Einkaufen: Am liebsten gesund – aber nicht um jeden Preis

| Redaktion 
| 14.01.2026

Gesunde, natürliche und biologische Produkteigenschaften spielen für deutsche Verbraucher eine große Rolle; auch entsprechende Botschaften und Versprechen beeinflussen mehr als die Hälfte beim Einkauf. Allerdings hält sich die Bereitschaft, dafür tiefer in den Geldbeutel zu greifen, in Grenzen, wie eine Umfrage im Auftrag des europäischen Drive-to-Store-Marktführers Shopfully nahelegt.

Gerade zu Jahresbeginn steht gesunde Ernährung hoch im Kurs, wie wir kürzlich erst am Beispiel von More Nutrition berücksichtigt haben. Völlig unabhängig von guten Vorsätzen hat Shopfully gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut YouGov schon im vergangenen November insgesamt 2079 volljährige Personen in Deutschland zu ihrem diesbezüglichen Einkaufsverhalten befragt.

Demnach haben 63 Prozent der Befragten angegeben, beim Shoppen von Lebensmitteln und Getränken "gezielt auf natürliche, gesunde oder biologische Eigenschaften zu achten". Bei Körperpflegeprodukten legen immerhin noch 34 Prozent ein entsprechendes Bewusstsein an den Tag; Haushaltsprodukte bringen es auf 21 Prozent.

Ein Drittel prinzipiell gegen "gesunden" Preisaufschlag

Auf der anderen Seite geben 19 Prozent an, dass gesundheitsbezogene Produkteigenschaften grundsätzlich keine Rolle für sie spielen. Inwiefern das an prinzipiellem Desinteresse, der Preisgestaltung oder beidem liegt, wird nicht näher aufgeschlüsselt – allerdings sind Hemmnisse selbst unter den Befürwortern vor allem finanzieller Natur.

So lehnen 32 Prozent aller Befragten "jede Form von Preisaufschlag für gesunde oder biologische Produkte" ab, während 40 Prozent bereit wären, bis zu zehn Prozent mehr zu berappen. Einen 25-prozentigen Anstieg würden lediglich noch 15 Prozent mitmachen; alles darüber kommt nur noch für drei Prozent in Frage.

Grafik: Shopfully / YouGov
Grafik: Shopfully / YouGov

"Die Studienergebnisse zeigen klar: Das Interesse an natürlichen und gesunden Produkten ist in der Breite angekommen, insbesondere beim Lebensmitteleinkauf", kommentiert Julian Klein, Country Manager Germany bei Shopfully.

"Doch Preis und Vertrauen bleiben zentrale Faktoren. Wer im Handel Erfolg haben will, muss natürliche Produktwelten mit echter Relevanz und einem nachvollziehbaren Nutzen kommunizieren – am besten dort, wo die meisten kaufen: Im Supermarkt."

Versprechen beeinflussen Kaufentscheidungen

Wenig überraschend haben 69 Prozent der Befragten in der Tat angegeben, ihre Lebensmitteleinkäufe vor allem im Supermarkt zu erledigen. Fachgeschäfte wie Bioläden und Reformhäuser werden von 25 Prozent genutzt, Online-Shops von 16 Prozent.

Zwischen den Händlerregalen entfalten Versprechen wie "bio", "ohne Zusatzstoffe" oder "natürliche Inhaltsstoffe" auf 33 Prozent eine Wirkung. Weitere 16 beziehungswiese sieben Prozent lassen sich von Begriffen dieser Art sogar stark oder sehr stark in ihrer Kaufentscheidung beeinflussen. Für 16 Prozent wiederum sind diese Angaben völlig irrelevant.

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