Nach Pleite von deutscher Werft: Disney kauft Kreuzfahrtschiff "Global Dream"

Die Fertigstellung des Riesen-Kreuzers sichert zahlreiche Arbeitsplätze.

Disney kauft das Kreuzfahrtschiff "Global Dream" von der MV-Werften-Gruppe in Wismar, die Insolvenz anmelden musste. Wie der Unterhaltungskonzern in einem Blog-Post mitteilt, soll das Schiff in Werften – unter Regie der hauseigenen Reederei Disney Cruise Line – fertiggebaut werden.

Der Riesen-Kreuzer, der zu 75 Prozent fertiggestellt ist, wird nicht nur einen neuen Namen bekommen, sondern in seinen Kapazitäten auch etwas reduziert werden. Ursprünglich war geplant, dass die "Global Dream" – oder "Global One", wie sie auch genannt wurde – Platz für 9.500 Menschen bieten und damit das nach Passagierzahl weltgrößte Schiff werden sollte. Disney will die Kapazität des 342 Meter langen und 46 Meter breiten Ungetüms jedoch auf rund 6.000 Passagiere, bei rund 2.300 Besatzungsmitgliedern, begrenzen.

Die Fertigstellung ist für Ende 2024, Anfang 2025 geplant. Danach soll der neue Eigner der Werft, U-Boot-Bauer Thyssenkrupp-Marine-Systems (TKMS), mit seiner eigenen Produktion starten. Bei den derzeit 900 Beschäftigten, die seit der MV-Werften-Insolvenz in einer Transfergesellschaft untergebracht sind, herrscht nach dem Kauf der "Global Dream" durch Disney Optimismus. Das Enagement bei der Transfergesellschaft wäre Ende des Monats geendet. Der Fertigbau des Schiffs verspricht jetzt eine mittelfristige Perspektive für die Arbeiter.

www.disney.de

www.mv-werften.com

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