Lebensmittelpreise steigen weiter

| Redaktion 
| 03.07.2022

Laut ifo-Studie will fast jeder befragte Händler die gestiegenen Kosten an die Kund:innen weitergeben.

Die Nahrungsmittelpreise in Deutschland werden inflationsbedingt in den kommenden Monaten weiter ansteigen. Laut neuer ifo-Umfrage liegen die Preiserwartungen der Händler für Nahrungs- und Genussmittel bei 98,9 Punkten. Demnach plant fast jeder befragte Händler höhere Preise.

Auch in den übrigen Sparten des Einzelhandels will, so die ifo-Umfrage, eine Mehrheit der Befragten ihre Preise anheben. Dort stiegen die Preiserwartungen auf 78,6 Punkte, von zuvor 75,5. "Damit dürften die Inflationsraten vorerst weiter hoch bleiben", sagt ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser.

Lichtblick sinkende Inflation

Dem Experten nach gibt es aber auch erste Anzeichen dafür, dass die Inflationsrate im späteren Verlauf des Jahres allmählich wieder sinken könnte. "Denn die Preiserwartungen in einigen Wirtschaftszweigen, deren Produktion dem Konsum vorgelagert ist, sind bereits das zweite Mal in Folge gesunken."

Dazu zählen die Industrie (59,7 Punkte, von zuvor 66,7), das Baugewerbe (50 Punkte, von zuvor 56) und der Großhandel (57,4 Punkte, von zuvor 68,1). Nur bei den Dienstleistern blieben die Preiserwartungen weitgehend unverändert bei 47,1 Punkten, heißt es. (pte)

www.ifo.de

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