Handelsverband Deutschland
Weihnachtsgeschäft: Durchschnittliches Geschenke-Budget bleibt stabil

| Redaktion 
| 03.11.2026

… und damit auch der Umsatz der hiesigen Handelsunternehmen? Pro Kopf geben die Deutschen dieses Jahr nur einen Euro weniger für Weihnachtsgeschenke aus als 2025. Der HDE erkennt darin einen Hoffnungsschimmer für die Branche und rechnet trotz schwieriger Umstände mit einem Saisongeschäft auf Vorjahresniveau. Im Handel selbst ist dieser Optimismus bislang weniger stark ausgeprägt.

Es wird früh dunkel, die Innenstädte füllen sich, Weihnachtsmärkte werden aufgebaut und wohlbewährte Ohrwürmer in die Dauerschleife geschickt: Mit dem Geschäft zum Fest der Feste startet die wichtigste Phase des Jahres für den deutschen Einzelhandel, die stets mit der Hoffnung auf einen wirtschaftlich versöhnlichen Abschluss einhergeht.

Nun könnte man meinen, dass die Vorzeichen dafür nicht unbedingt rosig sind: Das jüngste Konsumbarometer vom Handelsverband Deutschland (HDE) bescheinigt den Verbrauchern für November zwar eine leichte Stimmungsaufhellung gegenüber dem Vormonat, berichtet zugleich aber von einer Konsumlaune, die deutlich hinter dem Vorjahresniveau zurückbleibt.

Während sich Konjunkturerwartungen und die Einschätzung der eigenen Einkommensentwicklung zwar verbessert haben, nimmt demnach gleichzeitig die Sparneigung zu.

Hoffnungsschimmer trotz gedämpfter Konsumstimmung

Nach den mäßigen Nachrichten vom Montag hat der HDE am Dienstag eine erleichternde Relativierung nachgelegt: Ganz so trübe, wie es die allgemeine Konsumstimmung vermuten lässt, fallen die Aussichten für das Weihnachtsgeschäft deshalb offenbar nicht automatisch aus.

"Viele Handelsunternehmen sehen sich vor Beginn des Weihnachtsgeschäfts mit steigenden Kosten für Energie, Personal und ausufernder Bürokratie konfrontiert. Das trägt nicht zu einer optimistischen Einschätzung der Geschäftslage bei", ordnet HDE-Präsident Alexander von Preen ein.

"Doch die Kundinnen und Kunden sind in Weihnachtsstimmung und planen mit im Vergleich zum Vorjahr stabilen Geschenkausgaben. Es gibt Anzeichen dafür, dass Weihnachten der Krise trotzen kann", zeigt er sich zuversichtlich.

Seine Annahme basiert unter anderem auf einer Umfrage, die HDE beim Handelsblatt Research Institute in Auftrag gegeben hat, nach der lediglich 24 Prozent von 2000 Befragten mit geringeren Ausgaben für Geschenke planen. Dagegen gehen zehn Prozent von mehr weihnachtlicher Investition aus.

Onlinehandel darf größtes Umsatzplus erwarten

Weit mehr als die Hälfte kalkuliert jedoch im selben Rahmen wie 2025, was sich in den durchschnittlich anvisierten Ausgaben bemerkbar macht – diese sind um lediglich einen Euro von 263 auf 262 Euro gesunken.

Daneben wurden für HDE auch 300 Handelsunternehmen in der gesamten Bundesrepublik befragt, zu denen der Optimismus noch nicht flächendeckend durchgedrungen ist: 56 Prozent im Nicht-Lebensmittelhandel prognostizieren ein schlechteres Weihnachtsgeschäft als letztes Jahr. Immerhin 29 Prozent glauben auf der Gegenseite, dass "sich die Kunden auch in schwierigeren Zeiten nicht die Freude am Weihnachtseinkauf nehmen lassen".

"Das Weihnachtsgeschäft bleibt trotz eines schwierigen Umfelds und vieler Ungewissheiten stabil", sagt Alexander von Preen mit Blick auf die HDE-Prognose, dass Handelsunternehmen in den letzten beiden Monaten des Jahres einen Umsatz von rund 129,2 Milliarden Euro generieren werden – was unterm Strich ein nominales Umsatzplus von zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr wäre.

Mit einem voraussichtlichen Plus von 4,1 Prozent wird demzufolge vor allem der Onlinehandel als Wachstumstreiber fungieren.

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