Reisen ohne Flug
Kreuzfahrten ab Deutschland erreichen Rekordniveau

| Redaktion 
| 26.05.2026

Die deutschen Kreuzfahrthäfen wachsen weiter. Rund 1,51 Millionen Menschen starteten 2025 ihre Hochseekreuzfahrt von einem Hafen an Nord- oder Ostsee aus – so viele wie noch nie. Besonders Hamburg, Kiel und Bremerhaven profitieren von der steigenden Nachfrage nach Kreuzfahrten mit Abfahrt ab Deutschland. Für Reedereien und Hafenbetreiber entwickelt sich der deutsche Markt damit zu einem der wichtigsten Kreuzfahrtstandorte Europas.

Kreuzfahrten ab Deutschland setzen ihren Wachstumskurs fort. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts nutzten 2025 rund 1,51 Millionen Passagier:innen einen deutschen Hafen als Ausgangspunkt für ihre Hochseekreuzfahrt. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Plus von 4,1 Prozent. Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 stieg die Zahl sogar um 13,5 Prozent.

Damit zählt Deutschland inzwischen zu den größten Einschiffungsmärkten Europas. Laut Daten der EU-Statistikbehörde Eurostat startete 2024 jede sechste Kreuzfahrtreise innerhalb der Europäischen Union von einem deutschen Hafen aus. Mit einem Anteil von 16,6 Prozent liegt Deutschland hinter Italien und Spanien auf Rang drei.

Kreuzfahrten in Europa legen wieder zu

Nicht nur in Deutschland wächst die Nachfrage nach Kreuzfahrten. EU-weit starteten 2024 laut Eurostat insgesamt 8,73 Millionen Menschen eine Hochseekreuzfahrt. Das waren 12,2 Prozent mehr als im Jahr davor und 18,1 Prozent mehr als 2019.

Die meisten Kreuzfahrtgäste gingen in Italien an Bord. Das Land kam auf einen Anteil von 28,4 Prozent aller Einschiffungen innerhalb der Europäischen Union. Dahinter folgen Spanien mit 22,3 Prozent und Deutschland mit 16,6 Prozent.

Die aktuellen Zahlen zeigen damit deutlich, dass sich der europäische Kreuzfahrtmarkt nach dem pandemiebedingten Einbruch nicht nur erholt hat, sondern inzwischen über dem Vorkrisenniveau liegt.

Hamburg bleibt wichtigster Kreuzfahrthafen

Hamburg verteidigt weiterhin seine Position als größter deutscher Kreuzfahrthafen. Der Betreiber Cruise Gate Hamburg zählte zuletzt 295 Anläufe von 46 Hochseekreuzfahrtschiffen. Für die laufende Saison sind bereits 331 Anläufe angekündigt. Mit dem neuen Cruise Center HafenCity baut die Hansestadt ihre Infrastruktur für den wachsenden Kreuzfahrtmarkt weiter aus.

Auch andere Hafenstandorte bauen ihre Kapazitäten weiter aus. Kiel registrierte zuletzt 187 Kreuzfahrtanläufe und erwartet für 2026 insgesamt 212 Schiffsbesuche. Rostock meldete für die Saison 2025 insgesamt 165 Anläufe. Bremerhaven kam zuletzt auf 100 Kreuzfahrtschiffanläufe und rechnet ebenfalls mit einer positiven Entwicklung.

Wettbewerb der Häfen nimmt zu

Mit den steigenden Passagierzahlen wächst auch die Bedeutung der Kreuzfahrthäfen für den Tourismusstandort Deutschland. Gleichzeitig investieren Hafenbetreiber und Reedereien verstärkt in Infrastruktur und Kapazitäten für den Nordeuropa-Markt.

Vor allem Hamburg, Kiel und Bremerhaven profitieren davon, dass Reedereien ihre Angebote in Nord- und Ostsee weiter ausbauen. Der Wettbewerb zwischen den Hafenstandorten dürfte sich damit weiter verschärfen.

Kreuzfahrten in Deutschland

  • 1,51 Mio. Kreuzfahrtgäste 2025
  • +4,1 % gegenüber 2024
  • +13,5 % gegenüber 2019
  • Deutschland auf Platz drei in der EU
  • 16,6 % aller EU-Kreuzfahrten starten hier
  • Hamburg erwartet 331 Anläufe 2026

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Kreuzfahrten in Deutschland

  • 1,51 Mio. Kreuzfahrtgäste 2025
  • +4,1 % gegenüber 2024
  • +13,5 % gegenüber 2019
  • Deutschland auf Platz drei in der EU
  • 16,6 % aller EU-Kreuzfahrten starten hier
  • Hamburg erwartet 331 Anläufe 2026

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