Hauptstadt-Offensive
2 Millionen Amazon Pakete rollen künftig per E-Rad

Amazon erweitert seine Logistik-Infrastruktur in Berlin und setzt verstärkt auf die Zustellung per E-Lastenrad. Mit der Eröffnung eines neuen Mikromobilitätszentrums in Alt-Treptow baut das Unternehmen die Kapazitäten für eine emissionsfreie Auslieferung auf der "letzten Meile“ aus. Jährlich sollen über diesen Standort mehr als zwei Millionen Pakete in den zentralen Bezirken zugestellt werden.

Berlin festigt seinen Ruf als Pionierstandort für moderne Stadtlogistik. Im Innovationshub MotionLab.Berlin gab Amazon-Logistikchef Martin Andersen am Montag den offiziellen Startschuss für das mittlerweile dritte Mikromobilitätszentrum in der Hauptstadt. Damit reagiert das Unternehmen auf den wachsenden Druck, Lieferketten in urbanen Ballungsräumen effizienter, leiser und klimafreundlicher zu gestalten.

Logistik neu denken: Effizienz trifft Klimaschutz

Das neue Zentrum in Alt-Treptow ist bundesweit bereits der 14. Standort dieser Art. Von hier aus werden künftig zentrale Bezirke wie Kreuzberg, Neukölln und Mitte direkt beliefert. Statt schwerer Transporter prägen nun leistungsstarke E-Cargo-Bikes das Straßenbild. Diese Strategie ist Teil einer großangelegten Elektrifizierung, durch die Amazon und seine Partner künftig jährlich mehr als zwei Millionen Pakete allein über diesen neuen Standort zustellen wollen.

Auch die Berliner Politik begleitet diesen Transformationsprozess eng. Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, sieht in der Initiative ein wichtiges Signal für die Stadt: "Berlin funktioniert nur, wenn der Wirtschaftsverkehr funktioniert. Wir müssen Logistik neu denken – mit Konzepten, die Fahrten vermeiden und helfen, den Verkehr insgesamt zu entlasten. Davon profitieren am Ende alle: die Unternehmen, die effizienter zustellen können, und die Berlinerinnen und Berliner, die weniger Verkehrslärm erleben und sicherere Straßen haben."

E-Logistik für Berlin (v.l.n.r.): Senatorin Ute Bonde, Martin Andersen (Amazon) und Konrad Schlösser (Mubea) eröffnen den neuen Mikromobilitäts-Hub in Treptow für zwei Millionen Pakete jährlich. © Amazon Deutschland Services GmbH

Skalierung auf dem nächsten Level

Dass es sich hierbei nicht um ein bloßes PR-Projekt handelt, belegen die Zahlen: In Berlin wird die emissionsfreie Zustellung bereits über Standorte in Tegel und am Alexanderplatz erfolgreich praktiziert. Dieser Trend setzt sich auch überregional fort. Bis Anfang 2026 hat Amazon europaweit bereits über 100 Millionen Pakete mit alternativen Fahrzeugen wie E-Lastenrädern oder E-Mopeds zugestellt, wobei Deutschland mit über 10 Millionen Sendungen einen beachtlichen Anteil beisteuert.

Synergien am Innovationsstandort

Die Wahl des Standorts auf dem Gelände des MotionLab.Berlin ist strategisch klug gewählt. Als Deep Tech Hub bietet das Areal die perfekte Schnittstelle zwischen Hardware-Innovation und operativer Logistik. Die eingesetzten Fahrzeuge von Mubea U-Mobility vereinen Ingenieurswissen aus der Automobilindustrie mit den harten Anforderungen der Paketzustellung. Sie sind speziell für die hohe Belastung im städtischen Lieferverkehr entwickelt worden, um sowohl die Lärm- als auch die Verkehrsbelastung nachhaltig zu senken.

Das größere Bild: The Climate Pledge

Die Berliner Offensive ist ein wesentlicher Baustein von Amazons globalem Versprechen, bis 2040 CO2-neutral zu agieren. Neben der Mikromobilität setzt der Konzern in Deutschland bereits über 4.500 Elektrofahrzeuge ein. Mit dem konsequenten Ausbau dieser Hubs zeigt das Unternehmen, dass nachhaltige Lieferlösungen längst zum wirtschaftlichen Standard für moderne Metropolen gereift sind und einen entscheidenden Beitrag zu einer stadtverträglichen Logistik leisten.

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