Laureus World Sports Awards 2026
Toni Kroos und Tennisstars in Madrid ausgezeichnet

| Redaktion 
| 20.04.2026

Zum 27. Mal wurden am Montagabend die Gewinner der Laureus World Sports Awards gekürt – eine Auszeichnung, die Sportler an Sportler vergeben, weshalb sie unter Aktiven zu den begehrteren ihrer Art gehört. Während sowohl Sportler und Sportlerin des Jahres auf dem Tennisplatz glänzen, ist mit Toni Kroos auch ein Deutscher unter den in Madrid verkündeten Preisträgern vertreten.

"Die Laureus World Sports Awards haben einen besonderen Platz in meinem Herzen. Sie würdigen nicht nur sportliche Spitzenleistungen, sondern auch die Kraft des Sports, etwas zu bewegen", erklärte Tennis-Größe Novak Djokovic im Vorfeld der diesjährigen Ausgabe besagter Preisverleihung.

Anders als insgesamt fünfmal zuvor gehörte Djokovic am Montagabend nicht zu den Preisträgern: Gemeinsam mit der Freestyle-Skifahrerin und dreifachen Olympia-Goldmedaillistin Eileen Gu moderierte er die abermals in Madrid veranstaltete Gala samt feierlicher Trophäenübergabe.

Damit übernahmen die beiden eine Rolle, die früher bereits Unterhaltungsgrößen wie Bill Murray oder Samuel L. Jackson ausgefüllt haben – und überhaupt war es das erste Mal, dass ein Athleten-Duo durchs Programm geführt hat.

Mercedes und Richemont stiften

Standard ist hingegen, dass die letztlich für die Jahressieger verantwortliche Jury mit generationsübergreifenden Sportlegenden besetzt ist. Diese Form der Anerkennung durch Gleichgesinnte und Berufskollegen trägt viel zum hohen Ansehen des Laureus World Sports Award bei, der seit 2000 von der Mercedes-Benz Group und dem Luxusgüterkonzern Richemont gestiftet wird.

"Die Laureus World Sports Awards haben für Sportler eine ganz besondere Bedeutung, denn sie würdigen unsere Leistungen auf eine Weise, wie es sonst nichts tut – durch den Respekt und das Verständnis unserer Kollegen – und inspirieren gleichzeitig Millionen junger Sportfans auf der ganzen Welt", unterstreicht Eileen Gu.

Laureus World Sports Awards: Die Gewinner 2026

Die 27. Ausgabe der Preisverleihung von Sportlern für Sportler fand am Montagabend im Palacio de Cibeles in Madrid statt. Über Auszeichnungen freuen durften sich:

  • Sportler des Jahres: Carlos Alcaraz (Tennis)
  • Sportlerin des Jahres: Aryna Sabalenka (Tennis)
  • Mannschaft des Jahres: Paris Saint-Germain (Fußball)
  • Durchbruch des Jahres (Breakthrough): Lando Norris (Formel 1)
  • Nachwuchssportler des Jahres (Young Sportsman): Lamine Yamal (Fußball)
  • Comeback des Jahres: Rory McIlroy (Golf)
  • Behindertensportler des Jahres: Gabriel Araujo (Para-Schwimmen)
  • Action Sportsperson of the Year: Chloe Kim (Snowboard)
  • Sport for Good Award: Futbol Mas
  • Sporting Inspiration Award: Toni Kroos (Fußball / Gesellschaftliches Engagement)
  • Lifetime Achievement Award: Nadia Comaneci (Turnen)

Aus deutscher Sicht besonders relevant ist die Cartier-Trophäe für Toni Kroos, Fußballweltmeister von 2014. Statt sportlicher Errungenschaften stand bei seiner Auszeichnung die Arbeit seiner Toni Kroos Stiftung im Vordergrund.

Diese wurde vor elf Jahren gegründet und hilft (mitunter lebensverkürzend) erkrankten Kindern und deren Familien, indem sie Therapien, Hilfsmittel oder Herzenswünsche finanziert. Unbürokratische und direkte Unterstützung kommt dabei vor allem Kinderhospizen und Kliniken in Deutschland zugute.

"Die Menge der inspirierenden Leute, die hier ist, verleiht diesem Preis viel Wert", befand Kroos, der sich als Wahl-Madrilene auch über den Austragungsort freute und an seine Branchenkollegen appellierte, ihre Plattformen gemeinsam für Werte wie Frieden und Respekt zu nutzen.

Kommentar veröffentlichen

* Pflichtfelder.

leadersnet.TV