Aus für "Brandy Melville" in Deutschland

Die umstrittene Modekette hat am Samstag alle ihre Standorte in Stuttgart, Hamburg, Berlin und München geschlossen.

Die besonders bei der Gen Z beliebte Modekette "Brandy Melville" hat am Samstag alle Shops in Deutschland geschlossen. Einen entsprechenden Bericht von Fashion United hat Philip Piskator, Mitgründer der deutschen Vertriebsgesellschaft in Berlin, gegenüber Textilwirtschaft bestätigt. Die Gründe für die Schließungen und seine weiteren Pläne in der Branche wollte Piskator hingegen nicht kommentieren. "Brandy Melville" hat fünf Standorte aufgeteilt auf die Städte Stuttgart, Hamburg, Berlin und München betrieben.

Das von dem Italiener Silvio Marsan und seinem Sohn Stephan Marsan gegründete Unternehmen war in der Vergangenheit immer wieder in die Kritik geraten. So sehen sich die Marsan Senior und Marsan Junior mit dem Vorwurf von Rassismus konfrontiert. Luca Rotondo, ehemaliger Senior Vice President bei "Brandy Melville", sagte im September 2021 gegenüber Business Insider, dass Stephan Marsan etwa keine dunkelhäutigen oder übergewichtigten Mitarbeitende beschäftigen wolle.

Und erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass das Unternehmen 4.000 Mitarbeiter:innen insgesamt 1,5 Millionen Dollar wegen Verstößen gegen Arbeitsgesetze bezahlen musste. So hätten die Beschäftigten unbezahlte Überstunden leisten und auf gesetzliche Pausen verzichten müssen, worauf sie eine Klage bei einem kalifornischen Gericht einbrachten, das ihnen schließlich auch Recht gab.

www.brandymelville.com

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