Bewerbungsphase läuft
German Innovation Award 2027: Wer demonstriert Deutschlands Ideenreichtum?

| Redaktion 
| 05.11.2026

Gute Ideen allein machen noch keine Innovation: Erst wenn aus einem Einfall ein funktionierendes Produkt oder aus einem ambitionierten Konzept ein tragfähiges Geschäftsmodell wird, zeigt sich, was wirklich in einer Entwicklung steckt. Leistungen auf diesem Feld rückt der German Innovation Award ins Rampenlicht und eröffnet potenziellen Preisträgern nun die Chance, sich der unabhängigen Fachjury vorzustellen.

Innovation gilt als einer der wichtigsten Treiber wirtschaftlichen Fortschritts. Neue Technologien, kreative Geschäftsmodelle und wegweisende Produktideen entscheiden darüber, welche Unternehmen sich im Wettbewerb behaupten können und prägen in manchen Fällen die Zukunft ganzer Branchen.

Entsprechend groß ist der Innovationsanspruch, den sich die deutsche Wirtschaft traditionell auf die Fahnen schreibt – nicht zuletzt galt der Erfinder- und Unternehmergeist hierzulande lange als nationale Stärke.

Allerdings scheint es um diesen Spirit inzwischen nicht mehr ganz so gut bestellt zu sein: Einer aktuellen Untersuchung der Bertelsmann Stiftung namens Innovative Milieus 2026 zufolge zählt derzeit nur noch etwa jedes achte Unternehmen in Deutschland zur innovationsstarken Spitzengruppe. Gleichzeitig wächst der Anteil jener Betriebe, denen es an kreativer Schlagkraft mangelt.

Auszeichnung in fünf Kategorien

Dass es dennoch reichlich verfrüht wäre, den Ideenreichtum am Wirtschaftsstandort Deutschland abzuschreiben, möchte der German Innovation Award auch im kommenden Jahr unter Beweis stellen.

Der Preis ehrt "Produkte, Projekte und Strategien, die Innovation erfolgreich in die Praxis überführen", wie es beim verantwortlichen German Design Council heißt – eine bereits 1953 auf Beschluss des Deutschen Bundestages ins Leben gerufene Organisation, "die transformative Kraft von Design in Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt" vorantreiben möchte.

Vergeben wird der German Innovation Award in den…

Hauptkategorien

  • Excellence in Business to Consumer
  • Excellence in Business to Business sowie in den

Nebenkategorien

  • AI Methods
  • Circular Impacts
  • Transformative Solutions

Bereits Ende Oktober hat der German Design Council die Bewerbungsphase eröffnet, die Unternehmen, Entwickler, Designer und andere Innovatoren bis Freitag, 05. Februar 2027 ausreizen können.

Inhaltlich beschränkt sich der German Innovation Award keineswegs auf technische Erfindungen oder spektakuläre Zukunftsvisionen: Auch Dienstleistungen, Prozesse und Geschäftsmodelle können ausgezeichnet werden, sofern sie einen nachvollziehbaren Mehrwert für Anwender, Märkte oder die Gesellschaft schaffen.

Jury will hinter Innovationsversprechen schauen

Ob und inwiefern sie das tun, bestimmt in diesem Fall eine unabhängige Jury aus Fachleuten mit Schwerpunkt auf Forschung und Wirtschaft. Dazu gehört beispielsweise Dr. Frederike Fritzsche, Chief Tech Transformation Officer bei Otto, die kommentiert:

"Für mich ist der German Innovation Award eine Gelegenheit, hinter das Innovationsversprechen zu schauen. Gerade bei KI möchte ich verstehen, welchen Unterschied eine Lösung für die Menschen macht, die damit arbeiten."

Dieses Jahr in der Jury: Dr. Frederike Fritzsche (Bild: Otto)
Dieses Jahr in der Jury: Dr. Frederike Fritzsche (Bild: Otto)

Bei den Veranstaltern vom German Design Council zeigt man sich trotz der eingangs erwähnten Erkenntnisse der Bertelsmann-Studie keinesfalls hoffnungslos, immerhin bescheinigt sie Unternehmen "mit klaren Innovationsstrategien, gezielter Kooperation und systematischen Investitionen in Kompetenzen" eine realistische Chance auf messbare Fortschritte.

"Viele Unternehmen wissen sehr genau, wo Potenziale liegen", unterstreicht Prof. Dr.-Ing. Sven Schimpf, Mitglied der Jury des German Innovation Award und Geschäftsführer des Fraunhofer-Verbunds Innovationsforschung.

"Entscheidend wird sein, ob es gelingt, aus einzelnen Innovationsinitiativen belastbare Systeme zu entwickeln, die Geschwindigkeit, Technologien, Daten und Nutzendenorientierung dauerhaft zusammenführen."

Die erste Jury-Sitzung findet Ende Februar statt; einen genauen Termin für die Verleihung gibt es bislang scheinbar noch nicht. Dieses Jahr wurde der German Innovation Award Mitte Mai in Berlin vergeben.

German Innovation Award 2027

Die Fachjury der nächsten Ausgabe:

  • Dr. Frederike Fritzsche Chief Tech Transformation Officer, Otto
  • Isabelle Gola Global Head of Sustainability, Bosch Power Tools
  • Dr. Elias Knubben Vice President Global Innovation, Festo)
  • Marcel Moritz (Global Head of Design & Innovation, Blanco)
  • Dr. Matthias Müller Executive Vice President Corporate R&D and New Ventures, Schott
  • Prof. Dr.-Ing. Sven Schimpf Geschäftsführer, Fraunhofer-Verbund Innovationsforschung
  • Dr. Christopher Stillings Vice President Research & Development, Envalior
  • Prof. Dr. Anabel Ternès von Hattburg President, Club of Budapest Germany

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German Innovation Award 2027

Die Fachjury der nächsten Ausgabe:

  • Dr. Frederike Fritzsche Chief Tech Transformation Officer, Otto
  • Isabelle Gola Global Head of Sustainability, Bosch Power Tools
  • Dr. Elias Knubben Vice President Global Innovation, Festo)
  • Marcel Moritz (Global Head of Design & Innovation, Blanco)
  • Dr. Matthias Müller Executive Vice President Corporate R&D and New Ventures, Schott
  • Prof. Dr.-Ing. Sven Schimpf Geschäftsführer, Fraunhofer-Verbund Innovationsforschung
  • Dr. Christopher Stillings Vice President Research & Development, Envalior
  • Prof. Dr. Anabel Ternès von Hattburg President, Club of Budapest Germany

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