Journalistenpreis reformiert
Warum der scoop Award künftig zweifach vergeben wird

| 15.07.2026

Der scoop Award schlägt ein neues Kapitel auf: Erstmals wird die Auszeichnung in zwei Kategorien vergeben, um sowohl innovative journalistische Inhalte als auch die strategische Weiterentwicklung von Medienunternehmen zu würdigen. Die ersten Gewinnerinnen unter neuem Format sind Amelie Marie Weber und Andrea Wasmuth – und Interessierte haben die Preisverleihung noch nicht verpasst.

"Mit dem scoop Award haben wir in den vergangenen Jahren sowohl herausragende journalistische Formate als auch prägende Persönlichkeiten ausgezeichnet", fasst Dr. Nina Klaß, Leiterin von nextMedia.Hamburg, den Sinn und Zweck des bisher einzeln auftretenden Preises kompakt zusammen.

Dahinter stehen die Deutsche Presse-Agentur (dpa) und die erwähnte Medieninitiative nextMedia.Hamburg, die zur Hamburg Kreativ Gesellschaft gehört. Anders als klassische Journalistenpreise zeichnet der scoop Award weniger einzelne Recherchen oder Veröffentlichungen und vielmehr gesetzte Impulse für die Weiterentwicklung der Medienbranche aus.

Entsprechend gehören zu den bisherigen Preisträgern unter anderem Medienmanager, Chefredakteure, Journalisten oder Gründer aus dem In- und Ausland, die den Wandel im Journalismus maßgeblich mitgestaltet haben.

scoop Award will Inhalte und Entwickler ehren

Zur unmittelbaren Zukunft des scoop Award erklärt Dr. Nina Klaß: "Die Zukunft des Journalismus entscheidet sich sowohl durch innovative Inhalte als auch durch Menschen, die Medienunternehmen strategisch weiterentwickeln. Deshalb machen wir aus einem Award zwei."

Gemeint sind damit die beiden Einzelkategorien "Innovativer Content" und "Transformative Manager*innen", deren Gewinner im selben Atemzug enthüllt worden sind: "Amelie Marie Weber und Andrea Wasmuth stehen beispielhaft für diese beiden Perspektiven und sind die idealen ersten Preisträgerinnen unseres weiterentwickelten Konzepts", verrät Klaß.

  • Innovativer Content: Amelie Marie Weber ist für die Verantwortlichen "eines der prägenden Gesichter der tagesschau auf Social Media", die insbesondere junges Publikum "mit politischen und gesellschaftlich relevanten Themen" erreicht. Etwa durch creatororientierte Erzählformen schaffe sie "neue Zugänge zum Journalismus und stärkt das Vertrauen in unabhängige Berichterstattung".

  • Transformative Managerin: Andrea Wasmuth wird für ihre Rolle als modernisierende Geschäftsführerin der Handelsblatt Media Group gewürdigt, wobei ebenso ihre Funktion als CEO der Dieter von Holtzbrinck Medien und der damit verbundenen Neuaufstellung Anerkennung findet. Dabei setze sie "wichtige Impulse für die Zukunft des Qualitätsjournalismus".

Wer den beiden Preisträgerinnen persönlich applaudieren will, hat im Übrigen noch die Gelegenheit dazu – und ein bisschen Vorlauf obendrauf: Am Mittwoch, 09. September wird der scoop Award wie gewohnt im Rahmen des scoopcamp vergeben.

Bei der 18. Ausgabe der Publisherkonferenz sollen zum Beispiel „die Entwicklung von Medienmarken, der Wandel von Führungsrollen, Plattformstrategien, technologische Innovationen sowie die Frage, welche Rolle Journalismus in einer zunehmend communitygetriebenen Medienlandschaft einnehmen muss“, thematisiert werden.

Preisträgerinnen ergreifen im September das Wort

Zum Anlass sind die beiden diesjährigen scoop-Preisträgerinnen natürlich als Speaker eingeplant: Amelie Marie Weber stellt Einblicke in die Entwicklung journalistischer Formate für digitale Plattformen in Aussicht, während sich Andrea Wasmuth mit aktuellem Bezug mit der strategischen Transformation von Medienunternehmen befasst.

Auch Dr. Carsten Brosda (Senator für Kultur und Medien Hamburg), Dirk von Gehlen (Director Think Tank SZ-Institut, Süddeutsche Zeitung), Katharina Neubert (Managing Director AI Hub, Holtzbrinck) oder Nils von der Kall (Zeit Verlagsgruppe) haben bereits Wortbeiträge angekündigt.

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