Galeria Karstadt Kaufhof will offenbar mehr Filialen schließen als geplant

Die Rede ist von bis zu 90 Standorten. Auch sollen weitere Mitarbeiter gekündigt werden.

Galeria Karstadt Kaufhof könnte deutlich mehr Geschäfte schließen als ursprünglich vermutet. Die Lebensmittelzeitung berichtet unter Berufung auf eine E-Mail des Gesamtbetriebsrates der Warenhauskette an die Beschäftigten, dass bis zu 90 Filialen dicht gemacht werden sollen.

Als Anfang November bekannt wurde, dass Galeria wieder ein Schutzschirm-Insolvenzverfahren beantragt. Damals war von eine möglichen Schließung von rund einem Drittel der derzeit 131 Filialen die Rede. Galeria-CEO Miguel Müllenbach hatte in einem Zeitungsinterview zuletzt von "mindestens einem Drittel" der 131 Filialen gesprochen, schreibt die Lebensmittelzeitung. Medial wurden 50 bis 60 Standorte kolportiert.

Stellenabbau in allen Bereichen

Neben einer radikalen Reduzierung der Geschäfte soll es auch bei den Mitarbeiter:innen zu einem deutlichen Abbau kommen. Der Gesamtbetriebsrat schreibt in seiner E-Mail, dass bis zu 30 Prozent der Angestellten in den Filialen gekündigt werden könnten. Im Service Center wolle das Management sogar die Hälfte des Personals abbauen und auch im Facility-Management könnte es Kürzungen geben. Der Reisebereich und die zugehörigen Mitarbeiter könnten komplett in eine eigene Gesellschaft überführt werden, befürchtet der Betriebsrat. Insgesamt beschäftigt Galeria derzeit noch rund 17.000 Menschen. 

Ein Sprecher von Galeria-Sanierer Arndt Geiwitz wollte diese Zahlen nicht kommentieren und verwies auf Nachfrage der Lebensmittelzeitung auf die laufenden Verhandlungen. Bisher seien diesbezüglich noch keine finalen Entscheidungen getroffen worden. Deutliche Worte kommen hingegen vom Gesamtbetriebsrat: "Es sind die gleichen Maßnahmen wie immer, nur in einer wesentlich härteren Form."

www.galeria.de

Kommentar schreiben

* Pflichtfelder.

leadersnet.TV