Joggen mit Nervenkitzel
Bluthunde jagen Jogger bei verrücktem Fitness Trend aus England

| Redaktion 
| 15.03.2026

Joggen gilt normalerweise als ruhiger Ausdauersport. In England bekommt der Laufsport derzeit jedoch eine ungewöhnliche Wendung. Bei einer modernen Variante der früheren Fuchsjagd lassen sich freiwillige Läufer von einer Meute Bluthunde verfolgen. Der Ablauf orientiert sich an der traditionellen Jagd, die im Vereinigten Königreich seit 2005 verboten ist. Statt eines Fuchses dient nun ein Mensch als Duftspur für die Hunde – ein ungewöhnliches Outdoor-Erlebnis mit viel Nervenkitzel.

Seit dem Verbot der klassischen Fuchsjagd im Vereinigten Königreich im Jahr 2005 suchen einige Jagdgesellschaften nach alternativen Formen, ihre Tradition fortzuführen. Wie RTL berichtet, entstand daraus eine ungewöhnliche Variante: Statt eines Fuchses übernehmen heute Menschen freiwillig die Rolle der Spurleger.

Alte Jagdtradition in neuer Form

Über Jahrhunderte hinweg gehörte die Fuchsjagd zur britischen Jagdtradition. Reiter:innen verfolgten dabei mit einer Meute Hunde einen Fuchs über Felder und Wälder. Aus Tierschutzgründen wurde diese Praxis jedoch 2005 gesetzlich verboten.

Ganz verschwunden ist die Idee der Jagdveranstaltungen dennoch nicht. In einigen Regionen entstanden neue Formate, bei denen keine Tiere gejagt werden. Stattdessen läuft ein Mensch voraus und hinterlässt eine Duftspur, die von speziell trainierten Bluthunden verfolgt wird.

Joggen mit ungewöhnlichem Nervenkitzel

Die Teilnehmer starten meist mit einem kleinen Vorsprung. Während sie mehrere Kilometer durch Wiesen, Felder und Waldwege laufen, nehmen die Hunde kurze Zeit später ihre Spur auf.

Begleitet wird das Geschehen häufig von Reiter:innen, die den Hunden folgen. Für die Jogger entsteht so ein Lauftraining mit besonderer Motivation. Die Vorstellung, von einer Hundemeute verfolgt zu werden, sorgt für zusätzlichen Adrenalin-Schub und treibt viele Läufer zu einem höheren Tempo an.

Sportevent ohne Gefahr für Mensch und Tier

Trotz der dramatischen Bilder handelt es sich nicht um eine echte Jagd. Die Hunde folgen lediglich der Duftspur der Läufer und werden von ihren Hundeführern kontrolliert. Am Ende holen sie die Teilnehmer meist ein – allerdings ohne aggressive Reaktionen.

Für viele Teilnehmer verbindet die ungewöhnliche Laufveranstaltung mehrere Aspekte: sportliche Herausforderung, Naturerlebnis und eine jahrhundertealte Tradition in neuer Form. Während die Hunde weiterhin ihrer Spurarbeit nachgehen können und Reiter:innen an historischen Jagdbräuchen anknüpfen, bleibt die moderne Variante ohne Wildtierjagd. Damit gilt sie für viele als zeitgemäße Alternative zur früheren Fuchsjagd.

Der Hund hinter der Jagd

Bloodhound (Bluthund)

  • gilt als Spürhund mit dem besten Geruchssinn weltweit

  • besitzt rund 300 Millionen Riechzellen in der Nase (zum Vergleich: Mensch etwa fünf Millionen)

  • kann mehrere Tage alte Geruchsspuren verfolgen

  • wird weltweit von Polizei, Rettungsdiensten und Jägern eingesetzt

  • typische Merkmale: lange Schlappohren, lose Haut und kräftiger Körperbau

  • Herkunft der Rasse: Großbritannien und Belgien

  • Einsatzgebiete: Personensuche, Spurensuche, Jagd und Rettungseinsätze

Durch ihren außergewöhnlichen Geruchssinn eignen sich Bloodhounds besonders gut für sogenannte Human Trail Hunts, bei denen Hunde die Duftspur von Menschen verfolgen.

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Der Hund hinter der Jagd

Bloodhound (Bluthund)

  • gilt als Spürhund mit dem besten Geruchssinn weltweit

  • besitzt rund 300 Millionen Riechzellen in der Nase (zum Vergleich: Mensch etwa fünf Millionen)

  • kann mehrere Tage alte Geruchsspuren verfolgen

  • wird weltweit von Polizei, Rettungsdiensten und Jägern eingesetzt

  • typische Merkmale: lange Schlappohren, lose Haut und kräftiger Körperbau

  • Herkunft der Rasse: Großbritannien und Belgien

  • Einsatzgebiete: Personensuche, Spurensuche, Jagd und Rettungseinsätze

Durch ihren außergewöhnlichen Geruchssinn eignen sich Bloodhounds besonders gut für sogenannte Human Trail Hunts, bei denen Hunde die Duftspur von Menschen verfolgen.

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